Freitag, 18. Februar 2011

[Lpd] Landespressedienst vom 18.02.2011 23:45 Uhr

Pressemitteilungen des Landes Berlin

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Pressemitteilung vom 18.02.2011, 14:50 Uhr

Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Anmeldungen an den weiterführenden Schulen Berlins


Akzeptanz der Sekundarschulen steigt – insgesamt ausreichend Plätze

Die vorläufigen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen zum kommenden Schuljahr 2010/11 lassen kaum Veränderungen bei der Wahl der Schulart im Vergleich zu den Vorjahren erkennen. Gymnasien verzeichnen 44 % der Anmeldungen (Vorjahr 45 %), Integrierte Sekundarschulen 56 % (Vorjahr 55 %). Zum ersten Mal seit Jahren nimmt der prozentuale Anteil der Gymnasialanmeldungen nicht mehr zu. Die vorhandenen Platzkapazitäten in beiden Schularten sind ausreichend, um die Elternwünsche entsprechend zu erfüllen.

Die Prognose der Senatsbildungsverwaltung nach einem erhöhten Platzbedarf um ca. 16 % durch den vorgezogenen Einschulungszeitpunkt hat sich bestätigt und wurde nicht überschritten. Insgesamt haben sich nach jetzigem Stand 25.694 Schülerinnen und Schüler für die 7. Klasse im kommenden Schuljahr angemeldet (23.328 im Vorjahr). Die Bildungsverwaltung geht davon aus, dass noch rd. 1.500 Anmeldungen ausstehen.

„Der von einigen prognostizierte Run auf die Gymnasien hat nicht stattgefunden", so Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner. „Bestätigt hat sich meine Annahme, dass sich die Integrierten Sekundarschulen als neue Schulart etablieren und durch ihre vielfältigen Angebote im Bereich des Ganztags und des Dualen Lernens sowie ihrer individuellen Fördermöglichkeiten die Eltern überzeugen konnten. Die Perspektive, das Abitur nach 13 Jahren zu erlangen, hat die Attraktivität der Sekundarschule gesteigert." Berlinweit haben 15 % der Schülerinnen und Schüler von Sekundarschulen eine Förderprognose Gymnasium.

Das Ergebnis einer Schnellumfrage in allen Berliner Bezirken, bei der die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Anmeldezahlen für die künftigen Integrierten Sekundarschulen und die Gymnasien abfragte, stellt eine vorläufige Bilanz dar, weil der Anmeldezeitraum erst mit dem heutigen Freitag endet. Die heutige Auswertung umfasst etwa 94 % der Anmeldungen der prognostizierten Schülerinnen und Schüler des künftigen 7. Jahrganges.

Insgesamt sind zum jetzigen Zeitpunkt von 121 Integrierten Sekundarschulen 44 übernachgefragt und wählen ihre Schülerschaft nun nach dem neuen Aufnahmeverfahren bei Übernachfrage aus. Bei den Gymnasien sind 39 von insgesamt 94 Schulen übernachgefragt. Berlinweit ergibt sich heute folgendes Bild:

Anmeldungen und vorhandene Plätze für die 7. Klassen:

Integrierte Sekundarschule Plätze Plätze Anmeldungen Anmeldungen 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 13.934 15.709 11.907 14.331 Gymnasium Plätze Plätze Anmeldungen Anmeldungen 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 10.240 12.296 9.918 11.363 Zurzeit sind die Gymnasialplätze in den drei Bezirken Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln übernachgefragt. Die insgesamt übernachgefragten Sekundarschulpätze betreffen die Bezirke Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg.
Im letzten Jahr waren bei den Gymnasialplätzen sechs Bezirke übernachgefragt (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln), bei Sekundarschulplätzen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

„Gymnasien und Integrierte Sekundarschulen haben ihre Schülerschaft gefunden. Die Platzkapazitäten an den beiden Schularten werden sich insgesamt als ausreichend erweisen", so Bildungssenator Zöllner. 1.378 Plätze sind aktuell an den Integrierten Sekundarschulen frei, 810 Plätze an den Gymnasien.

Redaktion: Beate Stoffers
Pressemitteilung
Berlin, den 18.02.2011

Rückfragen: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Telefon:

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Pressemitteilung vom 18.02.2011, 14:40 Uhr

Senatsverwaltung für Justiz

Presse-Fahrt zu verschiedenen Berliner Vollzugsanstalten am 28. Februar 2011 – Information zu den aktuellen Veränderungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

was verändert sich in den Berliner Vollzugsanstalten? Am 28. Februar 2011 wird Justizsenatorin Gisela von der Aue gemeinsam mit Mitarbeitern der Senatsverwaltung Ihnen diese Frage vor Ort beantworten. Wir informieren Sie über den offenen Vollzug im neuen Gebäude im Süden Berlins (ehemals JVA Düppel). Eine weitere Station ist der bisherige Untersuchungshaftbereich Kieferngrund in Lichtenrade, wo künftig Jugendliche untergebracht werden sollen, die vor ihrer Inhaftierung Drogen konsumiert haben. Außerdem informieren wir Sie über die bauliche Erweiterung der Jugendarrestanstalt und die Perspektiven für den geschlossenen Männervollzug in der JVA Tegel nach der Inbetriebnahme der JVA Heidering .

Wir laden Sie ein zu einer Fahrt zu mehreren Vollzugsanstalten. Die Senatsverwaltung für Justiz stellt einen Bus zur Verfügung. Start und Ende der Fahrt ist die JVA Plötzensee.

Treffpunkt: 8.30 Uhr JVA Plötzensee (ehemaliges Haus 5 offener Vollzug Hüttigpfad, Ecke Saatwinkler Damm). Rückkehr ca. 16.00 Uhr.

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich mit dem unten angefügten Vordruck bis zum 24. Februar 2011 per Fax unter 030/9013-2004 an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Mitnahme von Handys und Kameras in die Haftanstalten ist nicht möglich. Nach Absprache mit verschiedenen Redaktionen erfolgt die Bild-Berichterstattung durch Fotografen einer Nachrichtenagentur. Die Agentur wird ihr Bildmaterial allen Teilnehmern zur Verfügung stellen.

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Anmeldung zur Presse-Fahrt zu Berliner Vollzugsanstalten am 28. Februar 2011

Name, Vorname (bitte Druckbuchstaben)

Medium

Telefon-Nummer und e-mail für Rücksprachen

Personalausweis-Nummer

Pressemitteilung Nr. 8/2011 vom 18.02.2011

Rückfragen: Senatsverwaltung für Justiz, Telefon:

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[Lpd] Landespressedienst vom 18.02.2011 23:30 Uhr

Pressemitteilungen des Landes Berlin

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Pressemitteilung vom 18.02.2011, 14:50 Uhr

Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Anmeldungen an den weiterführenden Schulen Berlins


Akzeptanz der Sekundarschulen steigt – insgesamt ausreichend Plätze

Die vorläufigen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen zum kommenden Schuljahr 2010/11 lassen kaum Veränderungen bei der Wahl der Schulart im Vergleich zu den Vorjahren erkennen. Gymnasien verzeichnen 44 % der Anmeldungen (Vorjahr 45 %), Integrierte Sekundarschulen 56 % (Vorjahr 55 %). Zum ersten Mal seit Jahren nimmt der prozentuale Anteil der Gymnasialanmeldungen nicht mehr zu. Die vorhandenen Platzkapazitäten in beiden Schularten sind ausreichend, um die Elternwünsche entsprechend zu erfüllen.

Die Prognose der Senatsbildungsverwaltung nach einem erhöhten Platzbedarf um ca. 16 % durch den vorgezogenen Einschulungszeitpunkt hat sich bestätigt und wurde nicht überschritten. Insgesamt haben sich nach jetzigem Stand 25.694 Schülerinnen und Schüler für die 7. Klasse im kommenden Schuljahr angemeldet (23.328 im Vorjahr). Die Bildungsverwaltung geht davon aus, dass noch rd. 1.500 Anmeldungen ausstehen.

„Der von einigen prognostizierte Run auf die Gymnasien hat nicht stattgefunden", so Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner. „Bestätigt hat sich meine Annahme, dass sich die Integrierten Sekundarschulen als neue Schulart etablieren und durch ihre vielfältigen Angebote im Bereich des Ganztags und des Dualen Lernens sowie ihrer individuellen Fördermöglichkeiten die Eltern überzeugen konnten. Die Perspektive, das Abitur nach 13 Jahren zu erlangen, hat die Attraktivität der Sekundarschule gesteigert." Berlinweit haben 15 % der Schülerinnen und Schüler von Sekundarschulen eine Förderprognose Gymnasium.

Das Ergebnis einer Schnellumfrage in allen Berliner Bezirken, bei der die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Anmeldezahlen für die künftigen Integrierten Sekundarschulen und die Gymnasien abfragte, stellt eine vorläufige Bilanz dar, weil der Anmeldezeitraum erst mit dem heutigen Freitag endet. Die heutige Auswertung umfasst etwa 94 % der Anmeldungen der prognostizierten Schülerinnen und Schüler des künftigen 7. Jahrganges.

Insgesamt sind zum jetzigen Zeitpunkt von 121 Integrierten Sekundarschulen 44 übernachgefragt und wählen ihre Schülerschaft nun nach dem neuen Aufnahmeverfahren bei Übernachfrage aus. Bei den Gymnasien sind 39 von insgesamt 94 Schulen übernachgefragt. Berlinweit ergibt sich heute folgendes Bild:

Anmeldungen und vorhandene Plätze für die 7. Klassen:

Integrierte Sekundarschule Plätze Plätze Anmeldungen Anmeldungen 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 13.934 15.709 11.907 14.331 Gymnasium Plätze Plätze Anmeldungen Anmeldungen 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 10.240 12.296 9.918 11.363 Zurzeit sind die Gymnasialplätze in den drei Bezirken Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln übernachgefragt. Die insgesamt übernachgefragten Sekundarschulpätze betreffen die Bezirke Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg.
Im letzten Jahr waren bei den Gymnasialplätzen sechs Bezirke übernachgefragt (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln), bei Sekundarschulplätzen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

„Gymnasien und Integrierte Sekundarschulen haben ihre Schülerschaft gefunden. Die Platzkapazitäten an den beiden Schularten werden sich insgesamt als ausreichend erweisen", so Bildungssenator Zöllner. 1.378 Plätze sind aktuell an den Integrierten Sekundarschulen frei, 810 Plätze an den Gymnasien.

Redaktion: Beate Stoffers
Pressemitteilung
Berlin, den 18.02.2011

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Pressemitteilung vom 18.02.2011, 14:40 Uhr

Senatsverwaltung für Justiz

Presse-Fahrt zu verschiedenen Berliner Vollzugsanstalten am 28. Februar 2011 – Information zu den aktuellen Veränderungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

was verändert sich in den Berliner Vollzugsanstalten? Am 28. Februar 2011 wird Justizsenatorin Gisela von der Aue gemeinsam mit Mitarbeitern der Senatsverwaltung Ihnen diese Frage vor Ort beantworten. Wir informieren Sie über den offenen Vollzug im neuen Gebäude im Süden Berlins (ehemals JVA Düppel). Eine weitere Station ist der bisherige Untersuchungshaftbereich Kieferngrund in Lichtenrade, wo künftig Jugendliche untergebracht werden sollen, die vor ihrer Inhaftierung Drogen konsumiert haben. Außerdem informieren wir Sie über die bauliche Erweiterung der Jugendarrestanstalt und die Perspektiven für den geschlossenen Männervollzug in der JVA Tegel nach der Inbetriebnahme der JVA Heidering .

Wir laden Sie ein zu einer Fahrt zu mehreren Vollzugsanstalten. Die Senatsverwaltung für Justiz stellt einen Bus zur Verfügung. Start und Ende der Fahrt ist die JVA Plötzensee.

Treffpunkt: 8.30 Uhr JVA Plötzensee (ehemaliges Haus 5 offener Vollzug Hüttigpfad, Ecke Saatwinkler Damm). Rückkehr ca. 16.00 Uhr.

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich mit dem unten angefügten Vordruck bis zum 24. Februar 2011 per Fax unter 030/9013-2004 an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Mitnahme von Handys und Kameras in die Haftanstalten ist nicht möglich. Nach Absprache mit verschiedenen Redaktionen erfolgt die Bild-Berichterstattung durch Fotografen einer Nachrichtenagentur. Die Agentur wird ihr Bildmaterial allen Teilnehmern zur Verfügung stellen.

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Anmeldung zur Presse-Fahrt zu Berliner Vollzugsanstalten am 28. Februar 2011

Name, Vorname (bitte Druckbuchstaben)

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Pressemitteilung Nr. 8/2011 vom 18.02.2011

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Tegel - Peking - 19.11.2009 (Damian, RSA 09)

Tegel - Peking - 19.11.2009 (Damian, RSA 09)

Die Bewerbung, das Auswahlverfahren, der Gesundheitscheck und der Umzug nach Berlin scheinen schon Äonen her zu sein; der Einführungslehrgang ist auch schon abgehakt und das Inlandspraktikum ist fast vorbei ? zumindest wird es vom kommenden Ausbildungsabschnitt völlig überschattet:

dem Auslandspraktikum, das mich ins Reich der Mitte führen wird.

Aber von vorne: 

Wie kam ich zum AA (Wir lieben Abkürzungen) ?

Als ich mit meinem Studium mehr und mehr unzufrieden war, beschloss ich, etwas ganz anderes machen. Mein Suche führte mich dann "irgendwie" auf die Internetseite des AA. Ich habe mich direkt beworben und es bis dato nicht bereut.

Nach für mich endlosem Warten kam die Einladung zum schriftlichen Auswahlverfahren, das dann im Weltsaal in Bonn (in Berlin gibt es auch einen) stattfand. Erfreulicherweise kam irgendwann die Einladung für das mündliche Auswahlverfahren, diesmal in Berlin. Ich dachte, dass damit die größte Hürde schon geschafft wäre.

Doch da lag ich nicht so ganz richtig. Berlin-Tegel, Akademie Auswärtiger Dienst, Ort aller Auswahlverfahren der Welt (oder so kommt es hier einem vor):

Bedrohlich wirkten die kargen Laubbäume in Dezember. Ganz unscheinbar, mitten im Wald, am Tegeler See. So hatte ich die Bundeshauptstadt nicht in Erinnerung.

Da ich einen Tag vor der alles entscheidenden Prüfung ankam, war die Anspannung am Vorabend sehr groß und das doch etwas karge Zimmer in Haus Europa, wo ich die Nacht übernachten sollte, war nicht gerade aufbauend.

Doch dann klopfte es an meine Tür und einer meiner Mitstreiter oder doch eher Konkurrenten (?) stand an der Tür und wollte sich bei einem kühlen Glas Bier im Seepavillion mit mir unterhalten. So konnten wir uns gegenseitig etwas ablenken und hatten einen ganze netten Abend.

Heute bereiten wir uns beide auf unser Auslandspraktikum vor ? er geht nach Kairo.

Nach einigem Beibringen von Dokumenten, Urkunden und anderen Unterlagen, die es laut einigen Bürgerämter gar nicht gibt (hallo Staatsangehörigkeitsnachweis), und einem problemlos verlaufenden Umzug nach Berlin fing der Einführungslehrgang hier in der Akademie in Tegel an.

Das im Dezember noch so bedrohlich wirkende Gelände wurde für mich zum schönsten Ort in Berlin, vor allem weil man im Sommer im Tegeler See baden darf.

Der Einführungslehrgang ist im Prinzip eine Art Crashkurs in "das werdet ihr später auf jeden Fall brauchen" und hat dank des Praxisbezugs und der klasse Dozenten, sehr viel Spaß gemacht. Am Ende wurden aber schon einige von uns der Sachverhalte mit Auslandsberührung überdrüssig ? wir wollten das im Ausland endlich live erleben.

Zuvor ist jedoch das jetzt noch laufende, zweimonatige Inlandspraktikum zu absolvieren. Dort wird uns von sehr netten, erfahrenen Kollegen das beigebracht, was man in der Theorie nur erahnt: Das Arbeiten in einer Bundesbehörde. Dabei hat jeder von uns andere Aspekte des mittleren Dienstes kennengelernt, und mancher auch über den Tellerrand hinausgeblickt. Ob im Protokoll, in der Registratur, als titelverwaltender und nicht titelverwaltender Bürosachbearbeiter: überall wurde uns viel mit auf den Weg gegeben.

Aber jetzt kommt, was mich und sicher auch alle anderen in den letzten Monaten am meisten beschäftigt hat: unsere erste Auslandsverwendung. Schließlich ist dies der große Reiz am AA ? andere Länder nicht nur kurzweilig kennenzulernen, sondern auch länger in ihnen zu leben.

Die Vergabe der Posten verlief recht reibungslos und alle sind, zumindest jetzt noch, sehr zufrieden mit ihren zukünftigen Heimatorten. Für mich geht es nach Peking. Ein Umzug um die halbe Welt ist nicht einfach zu organisieren, aber mit der Hilfe der Ausbildungsleitung und hilfsbereiter Kollegen und Speditionen fällt es eigentlich gar nicht so schwer. Unsere Ausbilundungsleitung habe ich bisher noch nicht erwähnt, aber sie war es, die alles am Laufen hielt und sich wirklich um jeden Einzelnen von uns wunderbar gekümmert hat. DANKE!

Jetzt ist schon fast alles geschafft. Nur noch Packen muss ich und dann fängt die Ausbildung im Dezember dann erst so richtig an:

Xièxie & zaìjiàn!Damian

Mehr zu China auf diplo.de:

Stand 19.11.2009


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Zu Besuch auf der F.S. Meteor - 05.01.2010 (Martina, RSA 08)

Zu Besuch auf der F.S. Meteor - 05.01.2010 (Martina, RSA 08)

Seit Mai 2009 bin ich zum Auslandspraktikum an der Botschaft Dakar im Senegal eingesetzt.

Für eine kleine Abwechslung zur Weihnachtszeit sorgte in Dakar die Ankunft des deutschen Forschungsschiffes Meteor des Instituts für Meereskunde der Universität Hamburg. Kaptain Baschek und seine Crew legten für einige Tage im Hafen von Dakar an, um ihre Forschungsfahrt in die Region der kapverdischen Inseln vorzubereiten.

Während meines zweimonatigen Inlandspraktikums in der Zentrale in Berlin war ich in dem Referat eingesetzt, das sich u.a. um die Einholung von Forschungsgenehmigungen für deutsche Schiffe in fremden Gewässern kümmert.

Nachdem ich damals Verbalnoten und Short Cruise Reports in aller Herren Länder verschickt hatte, freute ich mich nun umso mehr, am anderen Ende der Welt eines dieser deutschen Forschungsschiffe tatsächlich besuchen zu können.

Am Sonntag Nachmittag waren interessierte Botschaftsmitarbeiter mit Freunden und Verwandten zu einer kleinen Infoveranstaltung mit Rundgang durchs Schiff eingeladen.

Nach einigen Problemen, den richtigen Eingang zum weitläufigen Hafengelände zu finden, stand ich  nun vor der richtigen Kontrollstelle. Der Einlass war jedoch erstaunlich unkompliziert: ich musste nur meinen Namen sagen, der sogar auf einer Liste stand. Nichtmal meine Carte Diplomatique wurde verlangt.

Auch wenn dies einer der größten Häfen Westafrikas ist, wussten alle, wo das deutsche Forschungsschiff lag. Hinter den ganzen Containertürmen fand ich sie dann: die Meteor ? viel größer als ich sie mir vorgestellt hatte.

Ich kam zwar ein wenig zu spät ? aber kein Problem, schließlich war Sonntag. Der Botschafter hatte mir einen Platz im Konferenzraum freigehalten und drückte mir auch gleich ein Glas Sekt in die Hand. Auch für die vielen eingeladenen Kinder war gesorgt. Dank der großen Eis am Stiel, die im Senegal doch etwas Besonderes sind, war es während des Vortrages unerwartet ruhig.

Vom leitenden Geoforscher konnten wir erfahren, dass der Zweck der Forschungsreise die Erforschung der Erdaktivitäten im Archipel der Kapverdischen Inseln ist.

Aus dem aktiven Unterwasservulkan Mount Senghor wird in Zukunft einmal eine neue Insel entstehen. So könnten wohl die Kapverdischen Inseln in einigen Tausend Jahren um ein Urlaubsparadies reicher sein.

Bei der anschließenden Diskussion hatte man mal wieder Gelegenheit, die Kollegen besser kennen zu lernen. Während sich der eine mehr für die praktischen Seiten wie Finanzierung und konkreten Forschungsnutzen der Reise interessierte, verstrickten andere die Forscher mit unerwartet tiefgehenden Kenntnissen der Plattentektonik in Fachdiskussionen.

Auch das Wort Tsunami fiel - allerdings gaben die Forscher Entwarnung. Die Aktivitäten im Bereich der kapverdischen Inseln seien so schwach, dass zumindest für das afrikanische Festland keine Bedrohungen entstehen dürften.

Bei der anschließenden Führung durch das Schiff ließen uns die großen Spielzeuge zur Erkundung des Meeres staunen.

Aber auch für das Wohl der Mannschaft ist in einem solchen Schiff gesorgt. Eine kleine Kantine nebst Bar versprüht alten Seefahrercharme. Hier möchte man sich gerne Mal zum Essen einladen. Der Charme unserer Botschaftküche steht dem der Schiffskantine doch um einiges nach.

Ein Fitnessraum mit Sauna macht die langen Fahrten angenehmer. Nur eins dürfen die Mannschaftsmitglieder nicht: schwimmen gehen.

Der schiffseigene Arzt berichtete, dass er bisher zum Glück vornehmlich Tabletten gegen Seekrankheit an die Landratten unter den Wissenschaftlern verteilen musste, er aber trotzdem für alle Eventualitäten gerüstet sei.

Nach einem Besuch auf der Brücke ist unser Rundgang auch schon fast zu Ende. Zum Schluss gibt es noch ein Gruppenfoto als Erinnerung an diesen schönen Nachmittag.

Am 29. Dezember brach die F.S. Meteor von Dakar zu ihrem 600km entfernten Forschungsgebiet der Kapverdischen Inseln auf und kehrt hoffentlich heil und um viele Erkenntnisse reicher nach Deutschland zurück.

Na denn man tau!

Martina 

Die Reisen der FS Meteor auf der Webseite des IFM

Weitere Informationen zum Senegal und den Kapverdischen Inseln auf diplo.de:

Stand 05.01.2010


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Willkommen in der Wirklichkeit - 21.01.2010 (Dominik, RSA 09)

Willkommen in der Wirklichkeit - 21.01.2010 (Dominik, RSA 09)

Das Inlandspraktikum ?zu den Akten? gelegt - nächster Vorgang: Auslandspraktikum Kairo.

So arbeite ich mich Schritt für Schritt durch die zweijährige Ausbildung, in der das Auslandspraktikum mit einer Dauer von neun Monaten einen Löwenanteil stellt.

Kartons sind von der Spedition abgeholt, Koffer gepackt, Pass in der Hand und ehe man es sich versieht, befindet man sich bereits im Flieger nach Kairo. Vier Stunden Flug in einen neuen Ausbildungsabschnitt, eine andere Umgebung, und, wie sich bald herausstellt, eine andere Welt.

Was wird mich wohl am Ziel erwarten? Wie sind die Kolleginnen und Kollegen? Was für Aufgaben erwarten mich dort? Werde ich eine passende Wohnung finden? Komme ich mit der gänzlich verschiedenen Kultur zurecht? Mit diesen Fragen vertreibe ich mir die Zeit im Flugzeug, bis dieses auch schon zur Landung ansetzt.

Am Flughafen werde ich bereits von meinem Vorgänger, einem RSA 08, erwartet. Kaum im Auto gesessen, wird mir zur Begrüßung eine kühle Dose ägyptischer Gerstensaft gereicht. Dankend nehme ich an, denn Dienstbeginn ist ja erst morgen.

So fahren wir auf die Autobahn, wo Spurbegrenzungen eben so wenig zählen wie Verkehrsschilder oder gegenseitige Rücksichtnahme. Alles erscheint mir chaotisch, aber es ist Chaos mit System, denn irgendwie kommen wir unbeschadet im Hotel an, in dem ich wohnen werde, bis ich eine Wohnung gefunden habe.

Pünktlich um 07.25 Uhr erscheine ich am nächsten Tag vor der Botschaft, keine 15 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Dort werde ich von einer freundlichen Sekretärin empfangen, und zusammen betreten wir nun also das Gebäude, welches für neun Monate meine Arbeitsstätte sein wird.

Erst werde ich jedem vorgestellt und durch die Botschaft geführt, bis ich an der Seite einer Kollegin die ersten Tage die Verwaltung kennen lerne. Hier hat man die Gelegenheit, das in der Theorie Gelernte in die Praxis umzusetzen: Verbalnoten an die ägyptischen Ministerien, Berichte an die Zentrale in Berlin müssen verfasst oder Karteien angelegt werden.

Zwischendurch kündigt sich der Bundesminister zu einem offiziellen Besuch an; ein gewaltiger Organisationsapparat fängt nun an zu laufen: Hotelzimmer und Autos müssen organisiert werden, Gesprächstermine mit ägyptischen Vertretern vereinbart, die verschiedensten Dinge besorgt, ein Aufwand, den ich mir bis dato nicht vorstellen konnte.

Leider wurde es dann aus terminlichen Gründen doch nichts aus dem Besuch ? alle Gespräche mussten kurz vorher abgesagt werden, alle Arbeit war umsonst. ?Welcome to reality?, ein Satz, den unsere Ausbildungsleitung häufig gebraucht, um Momente zu beschreiben, in denen nicht alles nach Plan verläuft und alles anders kommt als man denkt. Noch nie war mir die Bedeutung dieses Satzes so klar wie in diesem Augenblick.

Umsonst ist aber nicht vergebens, sicher werden mir die Einblicke und Erfahrungen bei der Vorbereitung des Ministerbesuchs in Zukunft helfen, denn der nächste Besuch kommt bestimmt, wenn nicht in Kairo, dann anderswo auf der Welt.

Neben der Arbeit kommt auch das Privatleben nicht zu kurz. Zahlreiche (günstige) Restaurants die ausprobiert werden wollen, noch mehr Sehenswürdigkeiten die besucht werden können. Ob Pyramiden, das uralte Memphis, oder die ?Bibliotheca Alexandrina?, die Bibliothek von Alexandria, die mit 2.000 Leseplätzen den größten (und für mich beeindruckensten) Lesesaal der Welt besitzt, es gibt immer etwas zu entdecken.

Nach zwei Wochen habe ich auch eine Wohnung gefunden, hoch oben im 21. Stock, höher wohnen ist in Kairo nur schwer möglich. Auf der einen Seite fließt der Nil, auf der anderen sehe ich die Pyramiden - vorausgesetzt der Smog erlaubt es.

So gehen paradiesische Zustände Hand in Hand mit der Verschmutzung und dem Lärm, den die größte Stadt Afrikas zu bieten hat. Die Straßen, ein einziges, dauerndes Hupkonzert, befahren von Autos, die in Zeiten weit vor jeglichen Abgasnormen gebaut wurden. Die Bürgersteige, eher ein Hindernisparcours als gemütliches Gehen ? aber man nimmt es sportlich.

Sportlich geht es auch Montags zur Sache. Dann vertreten eine Handvoll Kollegen und ich die Botschaft in einer Amateurdartliga, alle zwei Wochen in unserem Heimlokal, mitsamt deutscher Schlagermusik. Ein wenig Heimat fern von Deutschland. Trotz Übung hat sich der ganz große Erfolg bisher noch nicht eingestellt. Doch was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden.

Auch wenn es momentan beim Darten noch nicht so klappt, mit der Postenauswahl Kairo habe ich auf jeden Fall voll ins Schwarze getroffen.

Dominik, RSA 09

Mehr zu Ägypten auf diplo.de:

Stand 21.01.2010


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Erste Dienstreise: Mission Possible ? ?Rekruten? werben - 14.04.2010 (Sabine, RSA 08)

Erste Dienstreise: Mission Possible ? ?Rekruten? werben - 14.04.2010 (Sabine, RSA 08)

Dass dies einmal auch zu den Aufgaben eines RSA?s (Anwärter mit Mittleren Dienst) gehören könnte, hätte ich am Anfang nie gedacht? Und dass ich zusammen mit meinem lieben Kollegen Ben von dem Kurs ausgewählt werden würde, erst recht nicht! Wir beide bekamen die Gelegenheit, zusammen mit unserer Ausbildungsleitung nach Hamburg auf Dienstreise zu fahren.

Eigentlich hörte sich dies am Anfang ganz einfach an?

Mitte April fand die Messe ?Einstieg 2010?, eine Informationsveranstaltung für Schulabgänger, statt. Auch das Auswärtige Amt würde einen Stand haben, wo sich interessierte Schulabgänger oder auch schon Studierende über die Möglichkeiten im Auswärtigen Amt informieren konnten.

Zugegeben, ganz so verkehrt war die Auswahl von der Ausbildungsleitung ja nicht? Ben und ich haben bisher eigentlich nur gute Erfahrungen machen können und somit war es nicht verwunderlich, dass wir den Menschen mehr oder weniger vorschwärmten, wie toll es bei uns ist (und das ist es ja wirklich!)

Schon im vornherein wurden wir jedoch darauf hingewiesen, genau wie in unserem Auslandspraktikum, auf ?schwieriges? Publikum treffen zu können. Doch wie kann man einem Kollegen mit einem so breiten Dauergrinsen und einer (wenn ich meiner Selbsteinschätzung trauen kann) charmanten jungen Dame etwas abschlagen?

Doch was antwortet man auf die Frage von einigen noch sehr jungen Schülern: ?Wie werde ich Botschafter??, ?Was seid Ihr überhaupt?? oder der Klassiker ?Was bietet Ihr mir denn an??...

Auch mit der Frage unsererseits: ?Wisst Ihr überhaupt, was das Auswärtige Amt ist und macht??, konnten einige nichts anfangen. Umgangssprachlich das Ganze zu erklären, stellte sich dann doch als Problem dar.

Jeder von uns entwickelte so seine Strategie, um die Leute neugierig zu machen und zum anderen, um vielleicht auch schon herauszufinden, ob man diesen Menschen eines Tages im Auswärtigen Amt sehen würde. Selbst mein Kollege und ich mit unseren ?Laienaugen?, konnten nicht umhin Prognosen zu stellen, wen man vielleicht wiedertreffen könnte.

Meine Strategie lautete wie das Lieblingsmotto unseres Ausbildungsleiters Herr Ebel: ?Welcome to Reality!?. Es nützt einem selbst und auch dem Auswärtigen Amt nichts, wenn man blauäugig an die Ausbildung rangeht und man merkt nach einigen Monaten, dass das Ganze ein Fehlgriff war. Die Entscheidung, eine Ausbildung beim Auswärtigen Amt zu machen, sollte auch eine Entscheidung zur Investition in die Zukunft sein. Außerdem musste man vielen Interessierten und auch deren Eltern die Tragweite näher erläutern, was es heißt, im Auswärtigen Amt zu arbeiten. Idealerweise wird man 2/3 seiner dienstlichen Laufbahn im Ausland verbringen. Eine stattliche Summe, über die man nachdenken sollte. Das muss im Hinblick auf Familie oder Partner gut überlegt sein. Gut war, dass Ben als Single und ich als verheiratete Komponente jeder seine Sicht deutlich machen konnte.

Somit sah ich es nicht als Misserfolg an, wenn einige sich aufgrund unseres Gespräches klar geworden sind, dass das AA doch nichts für Sie wäre. Umso mehr freute es mich, Menschen meines Alters (ich selbst bin ja auch erst 20 Jahre alt) zu treffen, von denen ich mir sicher bin, dass sie es auf eine Bewerbung ankommen lassen. Auch Komplimente nahm ich gern, manchmal auch schmunzelnd entgegen, aber das ist es, was ich an diesem Beruf so liebe: die Zusammenarbeit mit Menschen. In welchen anderen Beruf sonst würden mich Menschen als Außenministerin haben wollen (O-Ton eines Interessenten, wirklich!)?

Am Ende der Dienstreise waren wir um einige Erfahrungen reicher, die Füße schmerzten und die Stimmen weg. Der arme Ben konnte nur noch krächzen (was Ruhe auf der Rückfahrt von Hamburg nach Berlin hieß). Und ich musste meine Meinung revidieren, dass die Messearbeit ein Klaks werden würde. Acht Stunden lang freitags und samstags stehen und zum Teil eine lange Zeit ohne Essen verbringen. Non-Stop über meist dieselben Sachen reden, hieß auch immer wieder sich aufraffen und jedem das Gefühl geben, dass man für ihn da sei. Doch die Mission ist geglückt und es heißt: ?Never change a winning team?: Ben und Sabine sind als nächstes in Leipzig bei der Job-Messe vom 27. bis 28. Mai 2010 anzutreffen. Ich würde mich sehr freuen, vielleicht den einen oder anderen dort zu treffen!?

Sabine, RSA 08

Stand 06.05.2010


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Wenn die Bundeskanzlerin einlädt! - 17.03.2009 (Till, RSA 08) 

Wenn die Bundeskanzlerin einlädt! - 17.03.2009 (Till, RSA 08) 

Montag, 9. Februar ? 13:55 Uhr

Puh, noch 15 Minuten Unterricht in Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen (HKR) bis es endlich losgeht. Eigentlich ist es ein ganz normaler Tag auf Reiherwerder und das Leben in der Akademie Auswärtiger Dienst nimmt seinen eingespielten Lauf: 1. Block Geschichte, kurze Pause, 2. Block Staatsrecht, dann in die Kantine zum Mittagessen und schließlich noch einen Block HKR.

Doch heute erscheinen ein paar Kollegen nach der Mittagspause in Außenwirkung zum Unterricht. Es folgen nervöse Blicke auf die Uhr bis es endlich 14:10 Uhr ist und schon macht sich die kleine Gruppe schnurstracks auf den Weg zum Shuttle.

Danach geht es weiter mit Bus und Bahn und die letzten 500 m im Laufschritt zum Kanzleramt. Denn die Bundeskanzlerin hat höchst persönlich die ausländischen in Deutschland akkreditierten Botschafterinnen und Botschafter zum Neujahrsempfang eingeladen. Die Ablauforganisation dafür wird vom Protokoll des Auswärtigen Amts übernommen und auch ein gutes Dutzend RSA sind heute als Helfer mit von der Partie.

Mittlerweile ist es 15:00 Uhr und ein schwarzer Bus mit den erfahrenen Kollegen des Protokolls fährt vor. Es folgen die üblichen Formalitäten an der Pforte des Bundeskanzleramts, weiter zur Garderobe und noch für jeden einen Protokollbadge. Mit stolz geschwellter Brust gibt es dann eine grobe Lagebesprechung und einer für das Protokoll wohl typischen Tätigkeit, bevor es dann richtig los geht ? nämlich zu warten!

Nochmal die lange Liste mit den geladenen Botschaftern durchgehen, 192 an der Zahl und pünktlich um 17:00 Uhr fahren auch schon die ersten Limousinen vor.

Gespannt warten wir Helfer in einer Reihe aufgestellt am Eingang und nach und nach flanieren die Botschafterinnen und Botschafter über den roten Teppich ins Gebäude. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Chef des Protokolls ist es jetzt unsere Aufgabe die Damen und Herren zunächst zur Garderobe und anschließend zu ihren Gruppen zu begleiten. Schlag auf Schlag wird es dann immer hektischer und jetzt sind schnelle Reaktion und interkulturelle Kompetenz gefragt. Denn je nach Herkunft reagieren die Botschafter aus allen Herren Ländern unterschiedlich. Der deutschen Sprache nur teilweise mächtig heißt es für uns auch fleißig Smalltalk auf Englisch und Französisch mit Ihnen zu halten, um die kurze Strecke nicht durch stilles Schweigen unendlich erscheinen zu lassen.

Als alle 10 Gruppen komplett waren, trat auch schon die Bundeskanzlerin ein und das Defilee konnte beginnen.

Gruppenweise geht es jetzt für die Botschafterinnen und Botschafter die Treppe hoch, wo Angela Merkel im Scheinwerferlicht der Presse vor den Portraits der ehemaligen Bundeskanzler unserer Republik jeden einzeln begrüßt und danach eine Rede hält.

Im Hintergrund ist es nun unsere Aufgabe Kopfhörer für die Simultanübersetzung dezent an die Botschafter zu verteilen und nach Möglichkeit nicht aufzufallen. Denn eines der obersten Protokollgebote lautet: Protokollmitarbeiter verhalten sich stets unauffällig und unaufdringlich!

Nach dem offiziellen Teil folgt die Bewirtung der Herrschaften und mit großen Augen müssen wir mit ansehen, wie die reichlich beladenen Tabletts der Kellner an uns vorbei getragen werden. Denn auch das ist eine Faustregel für das Protokoll: Die kulinarischen Köstlichkeiten sind für die Gäste bestimmt!

Doch als sich die Veranstaltung gegen 19:00 Uhr dem Ende zuneigt, bleibt auch für uns der ein oder andere Bissen übrig, bevor wir mit sichtlich schweren Beinen wieder zurück in die Akademie fahren.

Nach einem langen und aufregenden Ausflug in das Protokollleben heißt es schließlich zum Alltag zurückzukehren und noch einen kurzen Blick in die Unterlagen und Nachrichten zu werfen. Denn am nächsten Tag steht mal wieder Staatsrecht auf dem Stundenplan und jeder von uns weiß, wie diese Stunde beginnt. Mit einer kurzen Wiederholung des Themas vom Vortag und der Frage: ?Was gibt es staatsrechtlich Neues??

Till Feldmann, RSA 08

Stand 17.03.2009


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Good bye Deutschland! Good bye Berlin!- 23.03.2009 (Benjamin, RSA 08)

Good bye Deutschland! Good bye Berlin!- 23.03.2009 (Benjamin, RSA 08)

Nach knappen 200 Tagen im Auswärtigen Amt fängt nun - langsam aber sicher - das Zählen der vorerst letzten Tage in Berlin an!

Nach 6 Monaten ?spannender Theorie? und des unentwegten Lernens wurde Ende Februar mit der HKR-Klausur (HKR = Haushalts-und Kassenrecht) als krönender Abschluss der Einführungslehrgang der RSA 08 beendet.

Dennoch blieb keine Zeit sich auszuruhen! Denn nun standen wir, verteilt auf die verschiedenen Referate in der Zentrale, in den Startlöchern für das Inlandspraktikum.

Anfangs noch verwöhnt von der Akademie, den kurzen Wegen auf der Halbinsel Reiherwerder und den folglich angenehmen Arbeitszeiten, pendelt sich nach guten zwei Wochen im Amt der neue Tageszyklus ein.

Konnte der Eine oder die Andere bisher ?kurz vor um? aufstehen und sich langsam auf dem Weg zum Unterricht machen, so muss man heute früh los, um im neuen Shuttle nach ?feurigen Auseinandersetzungen? einen Platz zu erkämpfen und um zeitig Bus und S-Bahn zu erreichen! Wie sagten schon unsere Großeltern zu unseren Eltern und diese zu uns?

- Richtig, Lehrjahre sind keine Herrenjahre!

Doch kaum im Inlandspraktikum angekommen, beschäftigt uns doch seit ein paar Tagen etwas ganz anderes viel mehr: das Auslandspraktikum! Während wir noch im letzten Jahr vor Weihnachten voller Erwartungen auf ?die Liste? gewartet haben, so wurden uns nach Abgabe unserer Wünsche und vielen Spekulationen Ende Januar die Posten unserer ersten Abordnung verkündet.

Glaubte man Anfangs noch zu wissen, wer evtl. welchen Posten bestimmt bekommt, so wurde ziemlich schnell klar, dass eigentlich niemand genau voraus sagen konnte, wo es letztlich im Mai 2009 hingeht. Desto größer war dann die Überraschung und die Freude!

Ich gehe nach Peking!

Mit dem Wissen über den neuen Dienstort starten jetzt die Vorbereitungen. Wann fliege ich los? Wie viel Gepäck darf ich mitnehmen? Economyklasse oder Business? Wo werde ich wohnen?

Brauche ich ein Visum? Wie und wo bekomme ich meinen Dienstpass überhaupt? Fragen über Fragen...und neben der Arbeit im Inlandspraktikum eine weitere Baustelle, welche gute Multi-Tasking-Fähigkeiten voraussetzt um gemeistert zu werden.

Und so heißt es für uns in ungefähr 50 Tagen :?Good bye Deutschland! Good bye Berlin! Willkommen Peking!?

Benjamin Adolph, RSA 08

Stand 23.03.2009


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Bundesminister Westerwelle erschüttert über tödlichen Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan

Bundesminister Westerwelle erschüttert über tödlichen Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan

Bei einem Anschlag auf Soldaten der Bundeswehr in der Provinz Baghlan wurde heute (18.02.) ein deutscher Soldat getötet. Acht weitere Soldaten sind bei dem Anschlag nach bisherigem Kenntnisstand verletzt worden. Bundesaußenminister Westerwelle erklärte hierzu:

?Mit großer Erschütterung und tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom Tod des deutschen Soldaten in der Provinz Baghlan aufgenommen. Meine Gedanken und mein tief empfundenes Mitgefühl gelten seinen Angehörigen und Freunden. Den verwundeten Soldaten wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen für eine rasche Genesung.
Ich verurteile diesen hinterhältigen Terrorakt auf das Schärfste. Der Anschlag hat nicht nur der Bundeswehr gegolten: es war ein Angriff auf all jene, die sich für ein friedliches Afghanistan einsetzen.?


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Menschenrechts-beauftragter Löning: Mit Urteil in Weißrussland setzen sich Menschenrechts-verletzungen der letzten Monate fort

Menschenrechts­beauftragter Löning: Mit Urteil in Weißrussland setzen sich Menschenrechts­verletzungen der letzten Monate fort

Zur Verurteilung eines belarussischen Demonstranten zu vier Jahren Zuchthaus sagte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Markus Löning, heute (17.02.) in den USA:

?Die Aburteilung des 27-jährigen Vasily Parfenkow zeigt, dass die belarussische Regierung ihren Kurs der Missachtung von Meinungs- und Demonstrationsfreiheit fortsetzt. Dies macht deutlich: Es war richtig, Sanktionen gegen die belarussische Regierung zu verhängen.
Die Bundesregierung fordert ein sofortiges Ende von Repressionen und Gerichtsverfahren gegen Oppositionelle und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Nur so kann die weißrussische Regierung die Isolation ihres Landes in Europa wieder rückgängig machen.?

Menschenrechte


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Staatsminister Hoyer zu den aktuellen Entwicklungen in Nordafrika

Staatsminister Hoyer zu den aktuellen Entwicklungen in Nordafrika

Staatsminister Dr. Werner Hoyer, MdB, führte gestern politische Gespräche in Rom. Im Mittelpunkt dieser Gespräche standen - neben Fragen der Ausgestaltung der wirtschaftspolitischen Koordinierung und des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) - die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika und im Mittelmeer. Staatsminister Hoyer sagte hierzu in Rom:

"Die Ereignisse und die Entwicklungen in Nordafrika zeigen, dass wir Europäer unsere Politik gegenüber unseren Nachbarn rekalibrieren müssen.
Dabei geht es auch darum, dass wir die Dichotomie zwischen Ost und Süd überwinden und die EU als einheitlichen Akteur begreifen, für den wir alle zusammen die Gesamtverantwortung tragen.
Die Entscheidung über die weitere Entwicklung in Tunesien und Ägypten muss allein bei den beiden Völkern liegen. Aber wir wollen - und können - unsere Hilfe anbieten.
Das weitere Streben nach Freiheit wird aber nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn es durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung flankiert wird. Auch hier müssen wir unseren Beitrag leisten: Es wird dann nämlich auch eine Frage der Glaubwürdigkeit der EU sein, den nordafrikanischen Ländern durch Öffnung unserer Märkte wirtschaftlich entgegenzukommen."

Neben einem Treffen mit dem Staatsminister im italienischen Außenministerium, Alfredo Mantica, und dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Lamberto Dini, führte Staatsminister Hoyer Gespräche mit dem von Papst Benedikt XVI. ernannten "Außenminister des Vatikans", Erzbischof Dominique Mamberti.


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Menschenrechts-beauftragter kritisiert Urteil gegen syrische Bloggerin

Menschenrechts­beauftragter kritisiert Urteil gegen syrische Bloggerin

Gestern wurde die 19 Jahre alte Bloggerin Tal al-Malluhi vom syrischen Militärgericht ?wegen Spionage für die USA? verurteilt. Dazu erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, heute (15.02.):

"Das Urteil gegen die Bloggerin Tal Al-Malluhi ist ein schwerer Rückschlag für alle, die sich für Meinungsfreiheit und Demokratie in Syrien einsetzen. Es steht im Widerspruch dazu, dass die syrische Regierung in den letzten Tagen verbotene Internetseiten zugänglich gemacht hat.
Ich fordere die sofortige Freilassung von Tal Al-Malluhi und aller anderen politischen Gefangenen. Das Urteil ist gerade angesichts des Umbruchs in Tunesien und Ägypten und dem Ruf nach Freiheit und Demokratie in vielen Ländern der Region ein Schritt in die falsche Richtung.
Syrien ist aufgefordert, die grundlegenden Menschen- und Bürgerrechte zu schützen.?

Menschenrechte


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Bundesminister Westerwelle telefoniert mit geschäftsführendem ägyptischen Premierminister Shafiq

Bundesminister Westerwelle telefoniert mit geschäftsführendem ägyptischen Premierminister Shafiq

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat vor dem Hintergrund des Umbruchs in Ägypten heute (15.02.) mit dem geschäftsführenden ägyptischen Premierminister Ahmed Shafiq telefoniert.

Premierminister Shafiq schilderte die derzeitige politische, wirtschaftliche und soziale Lage Ägyptens nach dem Rücktritt von Hosni Mubarak.

Außenminister Westerwelle unterstrich die Bereitschaft Deutschlands und der Europäischen Union, Ägypten beim Übergang hin zu unumkehrbaren demokratischen Verhältnissen zur Seite zu stehen. Man biete Ägypten eine Transformationspartnerschaft an, um die Zivilgesellschaft und demokratische Institutionen zu stärken und eine neue wirtschaftliche Dynamik zu schaffen. Der wirtschaftliche Erfolg in Ägypten ist ein entscheidender Beitrag zu demokratischer Stabilität.


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Bundesminister Westerwelle trifft estnischen Außenminister Paet

Bundesminister Westerwelle trifft estnischen Außenminister Paet

Bundesaußenminister Guido Westerwelle trifft am Mittwoch, 16. Februar, mit dem Außenminister der Republik Estland, Urmas Paet zusammen.

Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone, die anstehenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU und der fortlaufende Aufbau des Europäischen Auswärtigen Dienstes werden im Mittelpunkt der Begegnung stehen.

Bilaterale Beziehungen


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Diplomatischer Auftakt zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland

Diplomatischer Auftakt zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland

Die Bundesregierung und das Organisationskomitee für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011TM haben heute in Berlin die Botschafterinnen und Botschafter der an der WM 2011 in Deutschland teilnehmenden Länder empfangen. Bundesaußenminister Westerwelle, Bundesinnenminister de Maizière und die Präsidentin des Organisationskomitees, Steffi Jones, begrüßten im Kommandantenhaus Unter den Linden die Repräsentanten Äquatorialguineas, Australiens, Brasiliens, Englands, Frankreich, Japans, Kanadas, Kolumbiens, Mexikos, Nigerias, Neuseelands, Nordkoreas, Norwegens, Schwedens und der Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit Filmen zu den WM-Städten und ?stadien sowie mit Gesprächen über die Bedeutung des Frauenfußballs und Deutschland als Gastgeber dieses weiteren internationalen Großereignisses wurden die Gäste auf die vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 stattfindende Frauen-Fußball-WM eingestimmt. In festlicher und zugleich fröhlicher Atmosphäre äußerten sich Steffi Jones, Westerwelle und de Maizière zu Fragen rund um die diesjährige Frauenfußball-WM. Alle drei betonten sowohl den sportlichen wie den völkerverbindenden Charakter des Turniers, mit dem Deutschland das ?Sommermärchen? des Jahres 2006 wiederaufleben lassen will.

?In den letzten Wochen haben wir endlich auch die internationale Bühne betreten und informieren auf unserer Welcome Tour die teilnehmenden Nationen über die erste Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland. Ebenso wichtig sind uns die Botschafter hier in Deutschland und die ausländischen Gemeinden. Wir freuen uns auf diese Gäste und werden alles tun, um für die Fans und Mannschaften eine tolle Bühne zu bauen?,

 erklärte Steffi Jones, die Präsidentin des Organisationskomitees.

Bundesaußenminister Westerwelle erklärte:

?Fußball baut Brücken ? über sprachliche, politische und kulturelle Grenzen hinweg. Fußball bringt Menschen aus aller Welt zusammen und fördert den internationalen Austausch. Fußball prägt das Bild eines Landes in der Welt entscheidend mit. In diesem Sinn sind die Nationalspielerinnen der 16 WM-Teilnehmerländer Botschafterinnen ihrer Heimatländer. Ich freue mich darauf, sie schon bald in Deutschland willkommen zu heißen.?

Bundesinnenminister de Maizière stellte den Repräsentanten der WM-Teilnehmerländer schon einmal die sechszehn Verbindungsbeamtinnen des BKA vor, die im Sommer jeweils eine Gastmannschaft persönlich betreuen und während des Turniers durch Deutschland begleiten werden. 

?Wir wollen, dass sich unsere Gäste bei uns in Deutschland rundum wohl und sicher fühlen, und wir werden alles dafür tun, dass die Fußball-WM 2011 ? wie die WM 2006 ? sowohl für die Mannschaften als auch für die Fans in aller Welt ein unvergessliches Ereignis wird. Ich bin sicher, dass dieses Ereignis dem Frauenfußball einen starken Schub bringen wird?,

so de Maizière am Montag in Berlin.


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Ansprache Bundesminister Westerwelles zur Verleihung des Cinema for Peace Honorary Award an Sean Penn (englisch)

Ansprache Bundesminister Westerwelles zur Verleihung des Cinema for Peace Honorary Award an Sean Penn (englisch)

-- es gilt das gesprochene Wort --

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Ladies and Gentlemen,

It is a pleasure and an honour for me to present Sean Penn with the Cinema for Peace Honorary Award today.

That Sean Penn should be receiving an award on an evening of film will surprise hardly anyone. But Sean Penn is not being honoured today because he is a successful actor. Today we are honouring Sean Penn as a committed member of the global society.

Some people think globalization is first an economic phenomenon. But globalization is not primarily the globalization of markets. What we are experiencing right now is the globalization of values, the globalization of freedom, of a readiness to help, of humanity and compassion.

None of us can forget the terrible images of the dreadful earthquake in Haiti. People fearing for their lives. Children?s eyes pleading for help. Haiti is no longer in the headlines. But the people there are still suffering sorrow and hardship. The people in Haiti still need our help. Each of them, like each of us, just has one life on this earth.

Sean Penn began his help for the people in Haiti just hours after the earthquake had struck. Just as he did after the devastating Hurricane Katrina in New Orleans. His organization provides medical care for the victims. It gives people a new roof over their heads, who from one moment to the next have lost everything. The really special thing about this help, as we hear from the people on the spot, is that it is so quick, so effective and so direct.

Let me give you an example: German journeying carpenters built shelter for an orphanage. There were huge problems getting a supply of clean water. Some children had already got sick with cholera. At first the carpenters didn?t know who to turn to for help for the children. Finally they rang up Sean Penn?s organization. It took just this one phone call, and water filter buckets were delivered to the orphanage.

Governments have a special obligation in crisis situations. But politics is far more than just government action. Each and everyone of us bears responsibility for the society in which we live.

Sean Penn, today you are receiving the Cinema for Peace Honorary Award in recognition of your work for the people of Haiti. You are receiving it because you save lives. You are receiving it because you are right there for the people on the ground. You are receiving the Honorary Award today because you give the people of Haiti hope.


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Gemeinsame Presse-mitteilung des G4-Außenministertreffens (englisch)

Gemeinsame Presse­mitteilung des G4-Außenministertreffens (englisch)

Joint Press Statement of Ministerial Meeting of the G4 countries (Brazil, Germany, India and Japan)

February 11, 2011

  1. The Minister of External Affairs of India, the Federal Minister for Foreign Affairs of Germany, the Minister of External Relations of Brazil and the State Secretary for Foreign Affairs of Japan met in New York on 11 February 2011, for the second time in the last six months, to exchange views on Security Council reform.
  2. The Ministers agreed that as democracies with shared political values including respect for the rule of law, respect for human rights and a commitment to multilateralism, the G4 countries hold a number of common positions on the major contemporary challenges to international peace and security. They noted with satisfaction the important contributions being made by their countries to the working of the Security Council and to the maintenance of international peace and security. They reaffirmed their willingness and capacity to take on major responsibilities in this regard. They stated that the international system would benefit from the expansion of the UN Security Council, which would ensure that the Council is truly reflective of current geopolitical realities and make it stronger, more representative, legitimate, effective and efficient.
  3. In this context, the G4 countries reiterated their commitments as aspiring new permanent members of the UN Security Council, as well as their support for each others candidatures. The G4 countries also reaffirmed their view of the importance of Africa to be represented in the permanent membership of an enlarged Council. They also reconfirmed the need for additional non-permanent members and improvement in the Council?s working methods.
  4. The Ministers expressed gratitude for the efforts made by the President of the General Assembly, H.E. Mr. Joseph Deiss and Ambassador Zahir Tanin, the Chair of the intergovernmental negotiations, for their facilitating role in the negotiations among the Member States. The Ministers stressed that the ongoing intergovernmental negotiations made it clear that the overwhelming majority of the Member States support expansion in both the permanent and non-permanent categories of the Security Council membership, as well as increased representation of developing countries in both.
  5. The Ministers recognized that there is widespread support for a Member-States driven initiative to take the process of the much-needed reform of the Security Council towards a concrete outcome in the current session of the UN General Assembly.
  6. The Ministers, therefore, agreed to press ahead, with all necessary steps to achieve at the earliest an expansion in both the permanent and non-permanent membership categories of the Security Council. Towards this goal, the G4 countries reaffirmed their readiness to reach out to other countries and to work in close cooperation with them in a spirit of flexibility.
  7. Finally, the Ministers agreed to meet again within the coming quarter to review progress on the decisions taken.

S. M. Krishna
Minister of External Affairs of India

Guido Westerwelle
Federal Minister for Foreign Affairs of Germany

Antonio de Aguiar Patriota
Minister of External Relations of Brazil

Takeaki Matsumoto
State Secretary for Foreign Affairs of Japan

New York,February 11, 2011


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Deutschland unterstützt Rat für Frieden und Sicherheit der Afrikanischen Union - Grundsteinlegung für neues Gebäude in Addis Abeba

Deutschland unterstützt Rat für Frieden und Sicherheit der Afrikanischen Union - Grundsteinlegung für neues Gebäude in Addis Abeba

Mit deutscher Unterstützung bekommen 360 Mitarbeiter der Abteilung ?Frieden und Sicherheit? der Afrikanischen Union (AU) einen neuen Arbeitsplatz. Heute(14.02.) wird der Grundstein für ein neues Bürogebäude der AU in Addis Abeba gelegt. Das Auswärtige Amt unterstützt damit die strategische Managementfähigkeit der AU im Bereich Konfliktprävention und Krisennachsorge.

In Anwesenheit von Jean Ping, dem Vorsitzenden der AU-Kommission, und Mitgliedern des Bundestags-Haushaltsausschusses beginnt eine neue Phase des 2008 begonnenen Projektes. Die Bauarbeiten für das 26,5 Mio. Euro teure Gebäudes sollen 2012 abgeschlossen sein. Auf 13.500 m² baut die GIZ im Auftrag des Auswärtigen Amts neben Büroflächen und Besprechungsräumen auch den Konferenzraum des AU-Rates für Frieden und Sicherheit, ein Lagezentrum und eine Bibliothek.

Die Afrikanische Union hat ein umfassendes Mandat gerade auch im Bereich Frieden und Sicherheit. Sie baut aktiv eine kontinentale afrikanische Sicherheitsarchitektur auf, die Deutschland und die EU unterstützen. Mit diplomatischen und politischen Missionen sowie afrikanischen Friedenstruppen und Polizeikräften übernimmt der Kontinent zunehmend Krisenprävention und -management. Seit 2008 leistet auch das Auswärtige Amt hierbei im Rahmen der G8-Afrika-Initiative ?Hilfe zur Selbsthilfe.?

Frieden und Sicherheit in Afrika


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Staatsministerin Pieper bedauert Ausreiseverbot für iranischen Regisseur Panahi

Staatsministerin Pieper bedauert Ausreiseverbot für iranischen Regisseur Panahi

Gestern wurden die 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin (Berlinale) eröffnet. Der iranische Regisseur Jafar Panahi ist Jury-Mitglied, durfte aber nicht aus Iran ausreisen. Dazu erklärte Staatsministerin Pieper heute (11.02.):

?Ich bedaure sehr, dass erstmals in der Geschichte der Berlinale einem Jury-Mitglied aus politischen Gründen die Reise nach Berlin verwehrt worden ist.

Jafar Panahi ist ein engagierter Filmemacher, dessen künstlerisches Schaffen international gewürdigt wird. Seine Filme haben in den vergangenen Jahren vielen Menschen einen Einblick in die iranische Gesellschaft gegeben und dadurch wesentlich zum interkulturellen Dialog beigetragen. Dass Jafar Panahis Stuhl bei der Berlinale leer bleiben wird, ist ein mahnendes Symbol für die Unterdrückung der Freiheit der Rede und der Kunst.

Ich appelliere an Iran, die fundamentalen Menschen- und Bürgerrechte zu achten, zu deren Einhaltung sich das Land selbst verpflichtet hat, und die Haftstrafe sowie das Berufs- und Reiseverbot gegen Jafar Panahi aufzuheben.?

Jafar Panahi war im März 2010 während seiner Arbeiten an einem kritischen Film über die umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2009 festgenommen worden. Er ist u.a. wegen ?Propaganda gegen die iranische Staatsordnung? zu einer Freiheitsstrafe von sechs und einem Berufsverbot von 20 Jahren verurteilt worden. Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert.

Panahi wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet. Er war in diesem Jahr erneut eingeladen, an den 61. Internationalen Filmfestspielen in Berlin teilzunehmen.

Staatsministerin Pieper sprach heute bei der Unterzeichnung eines trilateralen Filmabkommens erneut das Vorgehen der iranischen Regierung gegenüber Jafar Panahi an und wies auf die besondere kulturelle Verantwortung des Films weltweit hin.


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Bundesminister Westerwelle trifft Präsidenten von Sierra Leone 

Bundesminister Westerwelle trifft Präsidenten von Sierra Leone 

Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle trifft am Montag (14.02.) mit dem Präsidenten der Republik Sierra Leone, Ernest Bai Koroma, zusammen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die internationalen Bemühungen um eine friedliche Entwicklung in Côte dIvoire sowie bilaterale Themen.


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Rede von Außenminister Guido Westerwelle vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, 11. Februar 2011 (Englisch)

Rede von Außenminister Guido Westerwelle vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, 11. Februar 2011 (Englisch)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hielt am 11. Februar 2011 die folgende Rede vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York

-- Es gilt das gesprochene Wort --

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"Maintenance of International Peace and Security: Interdependence between security and development"

Mr. President,

Excellencies,

I would like to thank the Brazilian Presidency for preparing todays debate. Also, I would like to thank the Secretary-General and Sarah Cliffe as well as the chairman of the peacebuilding comission for their briefings. They have set the stage for our discussions.

Germany aligns itself with the statement to be delivered by the Delegation of the European Union on behalf of the Union.

Almost ten years ago, UNDPs first Arab Human Development Report identified three major obstacles to development in the Arab world. First, a lack of political participation, second, shortcomings in the education system and third, disadvantages for women in society, the economy and politics. These conclusions are still valid today.

We are witnessing turbulent times in the Middle East. The situation south of the Mediterranean Sea perfectly fits the topic of our discussion today.

Egypt is a great country. The proud people of Egypt deserve to enjoy the peaceful transformation of their society. It is up to the Egyptian people to determine who will lead their country. They must be given the chance to do so now.

The people who are demonstrating in the streets of Cairo are not demanding freedom or jobs, they want both at the same time. Both belong together. People want to decide themselves how to live their lives. They want the opportunity to shape a better future.

When people have little economic perspective and cannot participate in the political life of their country, this does not contribute to stability. On the contrary: Repression of political participation, repression of human rights and economic freedom will lead to instability.

What the international community can do is offer its support for democratic transition.

Germany is ready to co-operate. Europe has offered a partnership for transformation. We are ready to fill our offer with life.

Progress towards achieving the Millennium Development Goals has been especially slow in fragile or conflict-ridden countries. No fragile or conflict-affected country has yet achieved one of the Millennium Development Goals.

Because peace and security and development are inseparable, this discussion constitutes an essential part of our work here in the Security Council.

Human rights are key to human dignity. They are the third element in the equation. Peace and security, development, and human rights together shape a world worth living in.

Almost all conflicts illustrate the extent to which these three are interlinked. Let me give you some examples.

In Afghanistan, it has never been enough to look at the conflict only with an eye on security. In this country that has been devastated by decades of war development is urgent. This is the reason why we invest in developing the local economy and support creating a civilian future for the people.

In the Democratic Republic of Congo the abundance of natural resources should provide an income for the local population and reliable taxes for public tasks. Instead, we are witnessing some of the most abhorrent crimes of our time. Sanctions and peacekeeping alone cannot solve these problems. We need to invest more and we need to invest more intelligently in gaining peace. That is why Germany supports projects for the certification of mineral resources. The economy of the entire region will benefit from our ongoing efforts to rebuild Goma airport.

Through the referendum in Sudan the people have voiced their choice in an impressive manner. I commend the authorities of Sudan for publicly accepting the outcome of the referendum. Now we need to prepare for the post-referendum process and the preparation of Southern Sudans independence.

Germany stands ready to assist and to counsel both sides, North and South. We need both sides to be stable and to continue on the road to democracy and economic progress.

Germany encourages the Security Council to address the issue of peace-building as early as possible. The idea of peace-building should guide our work when we mandate, extend or downsize peacekeeping operations.

In this regard, the Peacebuilding Commission, which my country had the honour to chair, can provide valuable advice to the Security Council.

Development always has to do with institutional frameworks. Development presupposes a fair and efficient tax system. Respect for the rule of law is decisive. Development requires independent judges and a reliable police force. Development needs a public sector without corruption and as little ?red tape? as possible. But in the end, these institutional frameworks alone do not lead to the creation of jobs. Business does. Development depends on an active private sector.

On the one hand, we need to empower private actors so that they can create opportunities for a better future.

On the other hand, business success brings with it a responsibility. Businesses should commit to aligning their operations and strategies with the principles of the UN Global Compact in the areas of human rights, labour, environment and the fight against corruption.

Every conflict is unique. There is no one-size-fits-all-approach. In some cases, climate change may be a serious obstacle to development and thus may become a major cause of conflict. In other cases, other factors may be more decisive. In all stages of the process of building peace, signing peace agreements and introducing development programmes, we need a stronger role for women and greater protection of children and their rights. The Security Council needs to look at every specific case on its own merits.

Germany is and will continue to be a reliable partner when it comes to safeguarding peace and promoting development. This will not change. We will live up to our responsibilities.


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Rede von Staatsministerin Pieper bei der Unterzeichnung eines Trilateralen Filmabkommens mit Österreich und der Schweiz

Rede von Staatsministerin Pieper bei der Unterzeichnung eines Trilateralen Filmabkommens mit Österreich und der Schweiz

-- Es gilt das gesprochene Wort--

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Schmied,

sehr geehrter Herr Bundesrat Burkhalter,

sehr geehrter Herr Staatsminister Neumann,

Exzellenzen,

lieber Dieter Kosslick,

meine Damen und Herren,

mit dem heutigen Abkommen über die trilaterale Zusammenarbeit Deutschlands, Österreichs und der Schweiz im Bereich Film schaffen wir eine wichtige Grundlage für einen noch engeren kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen unseren Ländern. Darüber freue ich mich sehr - deshalb danke ich an dieser Stelle all denen ganz herzlich, die die Verhandlungen des Abkommens so engagiert begleitet haben!

Unsere Länder verbindet nicht nur eine gemeinsame Sprache. Unsere Beziehungen sind beispiellos eng auf allen Gebieten. Staatlicher Koordination bedarf es in vielen Bereichen gar nicht, weil die Zivilgesellschaften ein grenzüberschreitendes, dichtes Netzwerk bilden. In manchen Sektoren hingegen ist die Politik gefragt, um Impulse zu setzen: Genau das tun wir hier heute auf der Berlinale. Mit diesem kulturelle, wirtschaftliche und politische Aspekte umfassenden Abkommen leisten wir unseren Beitrag, den Ruf der Berlinale als politisches Film-Festival auf unsere Weise zu festigen.

Viel deutlicher zeigt sich der politische Charakter der Berlinale hingegen in der Zusammensetzung der Festival-Jury oder der Filmauswahl. Und das Auswärtige Amt, auch als Förderer der Berlinale, trägt zum politischen Gehalt gern bei. Wir finanzieren beispielsweise seit Jahren den Talent-Campus mit. Die Nachwuchsschmiede der Berlinale steht in diesem Jahr unter dem Thema ?Framespotting ? Filmemacher positionieren sich?.

Diese Positionierung der jungen Filmschaffenden wird auf verschiedenen Ebenen stattfinden: Im Politischen, im Technischen und im Künstlerischen. In jedem Fall wird sie in der Filmindustrie Wirkung entfalten.

Kein anderes Medium spricht die Menschen so direkt, so nachhaltig, so wirksam und so oft an wie das Audiovisuelle. In Verbindung mit der emotionalen Bindung, die im Wort "Kino" mitschwingt, ergibt sich für den Film eine kulturelle Verantwortung, wie sie in dieser Form auf keiner der anderen sieben Künste lastet.

Es ist genau diese Verantwortung, die der iranische Regisseur Jafar Panahi spürt und in seinen sozialkritischen Filmen mit seinem Publikum teilen will. 2006 hat Panahi für sein Werk ?Offside? bei diesem Festival den Silbernen Bären erhalten. Für die iranische Führung allerdings ist das verantwortungsvolle künstlerische Wirken Panahis ein Dorn im Auge. Sie hat ihn darum bereits 2009 mit einer Ausreisesperre belegt. Bereits im vergangenen Jahr konnte er deswegen einer Einladung als Ehrengast der 60. Berlinale nicht nachkommen. Für dieses Jahr war Jafar Panahi von der Festivalleitung als Jurymitglied berufen worden. Doch sein Stuhl bleibt wieder leer! Mit seiner Verurteilung und dem ausgesprochenem langjährigen Berufs- und Reiseverbot ist ihm die Existenzgrundlage entzogen worden und wird ihm die Wahrnehmung grundlegender bürgerlicher und politischer Rechte verwehrt. Die iranische Justiz geht gegen einen Künstler vor, dessen Filme in den vergangenen Jahren vielen Menschen auf der Welt einen Einblick in die iranische Gesellschaft gegeben und somit wesentlich zum interkulturellen Dialog beigetragen haben. Sein hier freibleibender Stuhl ist ein mahnendes Symbol für die Unterdrückung der Freiheit der Rede und der Kunst nicht nur in Iran, sondern weltweit.

Für uns als Politiker resultiert daraus der Auftrag, dass wir noch mehr tun sollten.

Beginnen wir damit, Filmschaffenden vermehrt Möglichkeiten zum Austausch und

zur gemeinsamen kreativen Leistung zu bieten. Einige jüngere Filme haben eindrucksvoll belegt, wie groß das Potential grenz-überschreitender Projekte ist. Auf der 60. Berlinale im vergangenen Jahr war zum Beispiel in der Rubrik ?Panorama? der deutsch-österreichisch-schweizerische Dokumentarfilm ?David Wants To Fly? zu sehen. Der junge Berliner Regisseur David Sieveking zeigte uns ein Lehrstück über organisierte Verblendung, aufgebaut vor dem Hintergrund von aufstrebendem religiösen Fanatismus und Extremismus in der Welt.

Ebenfalls nicht zu vergessen der preisgekrönte Film ?Das weiße Band? von Michael Hanecke, der 2009 als Koproduktion entstand. Hier stellte sich bald die Frage: Ist das eigentlich ein deutscher oder ein österreichischer Film? Solche und andere Fragen sind in Filmabkommen geregelt, so dass wir nachschlagen können, ob es auf den Mehrheitsproduzenten, den Regisseur oder andere Faktoren ankommt.

Auf der diesjährigen Berlinale sind quer durch die Sektionen 17 Filme aus Österreich und der Schweiz zu sehen, die zum größten Teil in Koproduktion entstanden sind.

Dies macht Hoffnung auf eine noch intensivere Film-Zusammenarbeit unserer Länder in der Zukunft. Das heutige Koproduktionsabkommen schafft dafür die rechtlichen Voraussetzungen und macht politisch den Weg frei. Ich freue mich mit Ihnen auf die Ergebnisse, die wir hoffentlich schon bald in den Kinosälen sehen werden ? und natürlich nächstes Jahr hier in Berlin - auf der 62. Berlinale. Mit dem iranischen Jurymitglied Jafar Panahi!

Vielen Dank!


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Bundesminister Westerwelle reist nach Tunesien

Bundesminister Westerwelle reist nach Tunesien

Bundesaußenminister Guido Westerwelle reist vor dem Hintergrund des Umbruchs in Tunesien morgen (12.02.) zu politischen Gesprächen nach Tunis. Er wird dabei vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, und dem Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Jürgen Beerfeltz, begleitet.

Während der eintägigen Reise wird Bundesminister Westerwelle mit dem amtierenden tunesischen Ministerpräsidenten Mohamed Ghannouchi zusammentreffen. Geplant sind zudem Gespräche mit Vertretern der ehemaligen Opposition, dem Präsidenten der tunesischen Menschenrechtsliga sowie mit Mitgliedern der tunesischen Bloggerszene. Bundesminister Westerwelle wird sich überdies vor Ort einen Eindruck über die Arbeitsbedingungen und Perspektiven deutscher Unternehmen im Land verschaffen.

Tunesien steht infolge der sogenannten Jasmin-Revolution vor enormen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Es geht darum, den von den Menschen in Tunesien angestoßenen Übergang zur Demokratie unumkehrbar zu machen. Ziel der Reise von Bundesminister Westerwelle ist es, Tunesien in der laufenden Transformationsphase ein klares Signal der deutschen und europäischen Hilfsbereitschaft zu geben.


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Berlinale: Deutschland, Österreich und die Schweiz unterzeichnen trilaterales Filmabkommen

Berlinale: Deutschland, Österreich und die Schweiz unterzeichnen trilaterales Filmabkommen

Am Freitag (11.02.) unterzeichnen Staatsministerin Cornelia Pieper und Staatsminister Bernd Neumann mit der österreichischen Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, Claudia Schmied, und dem Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern, Bundesrat Didier Burkhalter, ein trilaterales Filmabkommen. Die Unterzeichnung findet in Anwesenheit des Direktors der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, im Rahmen der Berlinale statt.

Das Filmabkommen bietet einen rechtlichen Rahmen für die Zusammenarbeit von Produzenten der drei Staaten. Filme, die gemeinsam von deutschen, österreichischen und schweizerischen Co-Produzenten hergestellt werden, werden nach dem Abkommen grundsätzlich wie nationale Filme behandelt. Das Abkommen ist Ausdruck der guten trilateralen Beziehungen, die in wirtschaftlicher wie kultureller Hinsicht weiter ausgebaut werden sollen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat derartige Abkommen bereits mit 17 weiteren Staaten geschlossen.

Kultur und interkultureller Dialog


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Rede von Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Deutschen Bundestag zur Lage in Ägypten

Rede von Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Deutschen Bundestag zur Lage in Ägypten

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Was wir derzeit in Ägypten, aber nicht nur dort erleben, ist eine Zeitenwende, eine historische Zäsur. Wir wissen nicht, wie diese Entwicklung in Ägypten, in den anderen Ländern der arabischen Welt und in den Maghreb-Staaten weitergeht. Aber eines kann man schon jetzt sagen: Nichts wird danach noch so sein, wie es vorher gewesen ist. Das gilt zum einen für die gesellschaftliche Situation in den betroffenen Ländern, zum anderen für Europa und seine strategischen Nachbarschaftsbeziehungen.

Ich will es hier vorab ganz klar sagen: Die Entwicklungen in Ägypten bergen aus Sicht der Bundesregierung eine große Chance auf mehr Demokratie. Wir stehen als Demokraten an der Seite von Demokraten.

Wir stehen unzweideutig auf der Seite der Menschenrechte. Wir stehen unzweideutig an der Seite derer, die für Bürgerrechte eintreten. Wir fügen aber genauso klar hinzu: Wer das ägyptische Volk regieren wird, ist nicht unsere Sache, sondern Sache des ägyptischen Volkes selbst. Genau deswegen wollen wir freie und faire Wahlen.

Wir haben klare Erwartungen an die ägyptische Seite formuliert und sie in persönlichen Gesprächen übermittelt: die Bundeskanzlerin in ihrem Gespräch mit Präsident Mubarak, ich selbst in zahlreichen Gesprächen mit dem Vizepräsidenten Suleiman und dem Außenminister Ägyptens, aber auch mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Herrn Amru Mussa, der in Ägypten ein gewichtiges Wort hat, und mit Vertretern der Opposition, beispielsweise mit Herrn al-Baradei, den wir aus anderen Zusammenhängen und von früheren Tätigkeiten sehr gut kennen.

Unsere Erwartungshaltungen sind ganz klar: Wir wollen erstens die Aufhebung des Ausnahmezustandes, zweitens das Ende der offenen und verdeckten Einschüchterung von Demonstranten und Medien, drittens die Freilassung aller politischen Gefangenen und viertens die unverzügliche Umsetzung der Verfassungsreform. Wir wollen, dass die Menschenrechte geachtet werden; das sagen wir jedem Land, auch jetzt an die Adresse der ägyptischen Regierung. Das ist keine unzulässige Einmischung in die inneren Angelegenheiten; es gibt eine Pflicht zur Einmischung in die innere Angelegenheit der Menschenrechte. Das entspricht unserem Kompass einer interessengeleiteten und werteorientierten Außenpolitik.

Der Gegensatz, wonach eine werteorientierte Außenpolitik und eine interessengeleitete Außenpolitik nicht miteinander vereinbar seien, ist von gestern. Aus unserer eigenen, aus der deutschen Geschichte müssten wir erkannt haben, dass ein Wandel durch Handel sehr wohl möglich ist und befördert wird. Das, was wir derzeit sehen, ist das Ergebnis von Globalisierung. Entgegen der Meinung derer, die vor der Globalisierung als irgendeinem kapitalistischen Phänomen immer wieder gewarnt haben, erleben wir jetzt, dass eine Globalisierung der Aufklärung, eine Globalisierung von Werten und eine Globalisierung von Freiheitswerten stattfinden. Das ist in Wahrheit die Globalisierung: Eine Vernetzung der Gesellschaften, eine Weltgesellschaft mit der Konsequenz, dass wir immer mehr mit Weltinnenpolitik zu tun haben werden. Deswegen ist die Globalisierung nichts, was man bekämpfen müsste. Globalisierung ist vielmehr eine Globalisierung von Werten und Haltungen. Es ist die positive Seite der Globalisierung, die wir auf den Straßen derzeit augenscheinlich beobachten können.

Ebenso geht es nicht um ein Entweder-oder. Es geht nicht entweder um Stabilität oder um Demokratie - auch das ist ein Gegensatz von gestern -, sondern es geht um stabile Demokratie. Aber wie kommen wir dorthin? Wir kommen nicht dorthin, indem wir mit starken Sprüchen den Eindruck erwecken, dass die Angelegenheiten der Demonstranten, die wir derzeit in Ägypten beobachten, eine Angelegenheit des Westens, eine Angelegenheit ausländischer Regierungen sei. Genau damit wird derzeit Politik gemacht. Deswegen muss völlig klar sein: Wir unterstützen eine freiheitliche, aufklärerische Bewegung in Ägypten. Aber es ist selbstverständlich so, dass die Meinungsführer des ägyptischen Volkes vom ägyptischen Volk selbst ausgewählt werden müssen. Wer, nur um innenpolitisch Punkte zu machen, starke Sprüche von der Bundesregierung fordert, will in Wahrheit eigene parteipolitische Interessen in Deutschland bedienen; aber er dient nicht den Interessen der Demokratie in Ägypten.

Wir müssen nach innen klar und nach außen so klug handeln, dass wir nicht denen in die Hände spielen, die in Wahrheit keine Demokratie wollen, sondern entweder die Verlängerung dessen, was war, oder ein anderes autokratisches System oder aber auch religiösen Fundamentalismus und Extremismus. Das muss genau beachtet werden. Das ägyptische Volk ist ein großes Volk, es ist ein selbstbewusstes Volk, es ist ein stolzes Volk, und es hat selbstverständlich das Recht, selbst zu entscheiden, wer es führt und wer es in der Opposition begleitet. Es ist nicht unsere Entscheidung, es ist die Entscheidung der Ägypter selbst.

Wir wollen helfen, aber nicht bevormunden. Wir wollen im Rahmen der Transformationspartnerschaft helfen. Dieses Konzept hat Deutschland in die Europäische Union eingebracht. Dazu zählen zum Beispiel der Aufbau demokratischer Parteien und das Fördern der Menschenrechte. Den Rechtsstaatsdialog wollen wir intensivieren, die Justiz wollen wir modernisieren, wenn die Ägypter das gemeinsam mit uns wollen. Wir können beim Entwurf einer demokratischen Verfassung beraten, ebenso beim Aufbau eines fairen und transparenten Wahlsystems und bei der Unterstützung der Arbeit von freien und unabhängigen Medien. Darum geht es. Wir wollen einen Beitrag leisten, wir wollen unterstützen. Wir wollen den Prozess in die richtige Richtung bewegen.

Die Regierung hat eine Kommission eingesetzt, die die Verfassung reformieren soll. Es soll auch die Gewalt auf dem Tahrir-Platz untersucht werden. Eines muss allerdings klar hinzugefügt werden: Die Ankündigungen zählen wenig, sondern es zählen ausschließlich die Taten. Wenn die ägyptische Regierung erklärt, sie wolle die Gewalttätigkeiten untersuchen, dann sind das gute Worte, denen aber Taten folgen müssen. Wir werden alle unsere Gesprächspartner nicht an ihren Worten messen, sondern nur an ihren konkreten Taten. Das ist für uns völlig klar und eindeutig.

Umgekehrt haben wir auch in der internationalen Gemeinschaft unseren Beitrag zu leisten. Das neue Instrument in der Europäischen Union, eine Nachbarschaftsstrategie, ist und kann ausgebaut werden. Außerdem haben wir ein großes Interesse daran, dass die Zivilgesellschaften wachsen. Wir sind zum Beispiel im Gespräch mit den politischen Stiftungen, selbstverständlich überparteilich. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht, dass auch dadurch eine Zivilgesellschaft gestärkt werden kann. All diejenigen, die heute sagen, es müsse morgen in Ägypten gewählt werden, mögen bedenken, dass dann die moderaten demokratischen Kräfte der Opposition mit Sicherheit kaum eine Chance hätten, weil sie in ganz Ägypten noch nicht ausreichend organisiert sind.

Jeder Wandel braucht ordentliche Strukturen. Wenn es keine fairen Wahlen gibt, hat die gemäßigte Opposition, haben die moderaten demokratischen Kräfte gar keine Chance, für sich und ihre Ideen in ganz Ägypten zu werben.

Zwei Schlussbemerkungen. Niemals dürfen wir vergessen, dass der Nahostkonflikt in all diesen Debatten eine Rolle spielt; das gilt nicht nur für Ägypten. Deswegen war es richtig, dass das Nahost-Quartett am Samstag in München wieder ein eindeutiges Signal gegeben hat. Es ist wichtig, dass das Nahost-Quartett diese Aufgabe weiter wahrnimmt. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Friedensgespräche eine Chance haben. Stabilität durch Fortschritte im Nahostfriedensprozess, das wäre ein richtiger und wichtiger Beitrag. So ermutigen wir alle Partner in der Region.

Nachdem ich an einer Beratung des Auswärtigen Ausschusses teilgenommen habe, danke ich ausdrücklich allen Fraktionen dafür, dass sie die Arbeit der mutigen Frauen und Männern, die bei der Botschaft und in den Konsulaten beschäftigt sind, anerkannt haben. Ihr Einsatz war keine Selbstverständlichkeit. Unsere Staatsangehörigen wurden mithilfe dieser Frauen und Männer außer Landes gebracht. Die Botschaftsangehörigen haben dabei zum Teil eine Gefahr für Leib und Leben in Kauf genommen, und sie sind immer noch vor Ort, um Landsleuten zu helfen. Ich denke, das verdient über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg unsere Anerkennung.

Herzlichen Dank.


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Auswärtiges Amt verdoppelt Fluthilfe für Sri Lanka

Auswärtiges Amt verdoppelt Fluthilfe für Sri Lanka

Das Auswärtige Amt stellt für die Notversorgung von Flutopfern in den Ostprovinzen Sri Lankas nunmehr insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung.

Von den schweren Überschwemmungen sind nach Angaben der Vereinten Nationen ca. 1 Million Menschen betroffen, von denen noch immer mehr als 300.000 in Notunterkünften ausharren müssen. Die Fluten haben ca. 15.000 Häuser und mehrere tausend Hektar Anbaufläche zerstört. In besonders betroffenen Gebieten wie Battikaloa bedeutet dies einen Verlust der Reissaat von 90%. Viele Gebiete sind wegen unpassierbarer Straßen von der Außenwelt abgeschnitten.

Mit den Hilfsgeldern werden die notleidenden Bevölkerungsgruppen in den Auffanglagern, aber auch Rückkehrer, mit Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln versorgt sowie verunreinigte Brunnen gesäubert. Dadurch kann eine Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen verhindert werden.

Das Auswärtige unterstützt mit den bereitgestellten Mitteln Hilfsprojekte der deutschen Nichtregierungsorganisationen Malteser International, Arbeiter Samariter Bund (ASB) und Care.

Humanitäre Hilfe


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German University in Cairo eröffnet Berlin-Büro

German University in Cairo eröffnet Berlin-Büro

Mit der German University in Cairo (GUC) eröffnet die erste und größte deutsche Universität im Ausland ein Büro in Berlin. Die als private ägyptische Stiftungsuniversität gegründete GUC ist ab heute (08.02.) mit einem Büro im Wissenschaftsforum am Berliner Gendarmenmarkt vertreten. Das neue Berliner Büro ergänzt das Deutschlandbüro an der Universität Ulm und wird weitere Austauschprogramme zwischen deutschen Hochschulen und der GUC initiieren und begleiten. Gerade in Zeiten des demokratischen Aufbruchs in der Arabischen Welt setzt Deutschland seine Kooperation mit den Bildungseliten fort und baut seine Zusammenarbeit auf allen Ebenen, zunehmend auch in der Forschung, aus.

Die GUC ist die erste und mit zurzeit 8.400 Studierenden auch die größte deutsche Universitätskooperation im Ausland. Sie wurde 2003 mit Unterstützung der Universitäten Ulm und Stuttgart als private ägyptische Universität gegründet. Sie orientiert sich bei ihrer Struktur und dem Studienangebot an deutschen Technischen Universitäten mit Abschlüssen, die auf neue Berufsfelder zielen.

Weitere Informationen unter: http://www.guc.edu.eg/


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Menschenrechts-beauftragter verlangt Aufklärung der Übergriffe in Ägypten

Menschenrechts­beauftragter verlangt Aufklärung der Übergriffe in Ägypten

Angesichts der von Human Rights Watch veröffentlichten Zahl von mindestens 297 Toten bei den Unruhen in Ägypten seit dem 28. Januar erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik im Auswärtigen Amt, Markus Löning, heute (08.02.):

?Diese Zahl ist erschütternd. Der Ankündigung der ägyptischen Führung, eine Kommission mit der Untersuchung der Gewaltereignisse zu beauftragen, müssen so bald wie möglich Taten folgen. Gewalttätige Übergriffe auf friedliche Demonstranten dürfen nicht straflos bleiben. Das gilt auch für das gewaltsame Vorgehen gegen Journalisten und Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen.
Die Menschen in Ägypten wollen ein besseres Leben in Freiheit und demokratischen Verhältnissen. Die ägyptische Führung muss diesen Wunsch nach demokratischem Wandel im Interesse des Landes unterstützen ? jetzt und nicht irgendwann.?


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Jordanien: Reise- und Sicherheitshinweise

Jordanien

Jordanien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Aktueller Hinweis

In vielen Staaten der arabischen Welt finden derzeit Protestaktionen statt, die sich gegen die jeweiligen Regierungen richten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in Jordanien zu Protesten kommt. Reisenden wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus wird geraten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Seit Mitte Januar 2011 ist es in mehreren Städten und Ortschaften Jordaniens an den Wochenenden zu Demonstrationen gekommen, vor allem freitags nach dem Mittagsgebet. An diesen Kundgebungen haben sich zwischen einigen hundert und einigen tausend Personen beteiligt. Alle Demonstrationen blieben friedlich.

Der am 1. Februar 2011 nominierte neue Premierminister ist bereits der achte Regierungschef, den Staatsoberhaupt König Abdullah II seit seiner Thronbesteigung vor zwölf Jahren ernennt. Die Entlassung eines Premierministers ist daher kein Ereignis, das auf eine besondere Gefahrenlage hinweist.

Seit Ende 2009 ist es in verschiedenen Städten Jordaniens zu von Großfamilien ausgelösten gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Die damit verbunden größeren Menschenansammlungen sind für Außenstehende häufig schwer zu durchschauen. Es wird geraten, sich grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Am Morgen des 2. August 2010 schlug eine Grad-Rakete in der südjordanischen Hafenstadt Aqaba ein. Mehrere Personen wurden verletzt, eine davon tödlich. Ein ähnlicher Anschlag ereignete sich am 22. April 2010, bei dem niemand verletzt wurde.

Im November 2005 wurden gegen drei Hotels in Amman Bombenanschläge verübt. Insgesamt besteht erhöhte Gefahr weiterer Terroranschläge in Jordanien und eine Sicherheitsgefährdung, insbesondere an Orten, die von Ausländern besucht werden.

Auch aufgrund der geographischen Nähe zum Nachbarstaat Irak sollte die weitere Entwicklung vor Ort stets aufmerksam verfolgt werden. Grenzübergänge nach Irak werden zeitweilig und ohne vorherige Ankündigung geschlossen. Die Verbindungsstraße von Amman nach Bagdad kann aufgrund der Entwicklung im Irak jederzeit kurzfristig gesperrt sein. Das Auswärtige Amt warnt unabhängig davon eindringlich vor Reisen nach Irak.

Personen irakischer Abstammung können nach wie vor Probleme bei der Einreise bekommen. Um weiterführende Schwierigkeiten zu vermeiden wird diesen Personen daher geraten, Visa nicht erst am Flughafen zu beantragen, sondern schon in Deutschland zu beschaffen.


Allgemeine Reiseinformationen

Reisen über Land

Aufgrund der zunehmenden Zahl von Verkehrsunfällen und von Verkehrstoten in Jordanien ? auch Ausländer sind davon mehr und mehr betroffen ? werden Reisende, die ihr eigenes Fahrzeug oder einen Mietwagen benutzen wollen, zu besonderer Vorsicht aufgefordert, vor allem auch bei Überlandfahrten bei Dunkelheit (Tiere auf der Fahrbahn, plötzliche Wendemanöver schlecht beleuchteter LKW).

Ein internationaler Fahrausweis ist für das Führen eines Fahrzeugs obligatorisch.

Ausreisesperre in besonderen Fällen

Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.


Ein- und Ausreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Jordanien ein Visum. Das Visum wird auch an der Grenze ausgestellt, außer bei Einreise über die King-Hussein-Brücke aus der Westbank (Palästinensischen Gebiete) kommend. An diesem Grenzübergang ist kein Visum erhältlich. Visa für eine mehrfache Einreise stellen lediglich die jordanischen Auslandsvertretungen aus.

Visa werden zunächst für vier Wochen ausgestellt. Wenn der Reisende das Land nicht vor Ablauf der Gültigkeitsdauer verlässt, muss er bei der Polizeistation, die für seinen Aufenthaltsort zuständig ist, vorsprechen. Eine Verlängerung durch die Polizeistation bis zu sechs Monaten ab Einreisedatum ist möglich. In diesem Fall wird eine ärztliche Untersuchung verlangt.

Ferner kann es bei Deutschen irakischer Abstammung zur Zurückweisung bei der Einreise kommen. Das Auswärtige Amt rät daher, Visa nicht erst am Flughafen, sondern schon in Deutschland zu beschaffen.

 Hinweise für DoppelstaaterDer folgende wichtige Hinweis betrifft Minderjährige (sowohl nach jordanischem als auch nach deutschem Recht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres), die mit dem jordanischen Vater in Jordanien eingereist sind oder deren jordanischer Vater sich in Jordanien aufhält: Falls die Minderjährigen bei der Ausreise nicht vom Vater begleitet werden, muss dieser schriftlich zustimmen, dass die Minderjährigen Jordanien verlassen dürfen. Die Erklärung muss von den örtlich zuständigen Behörden beglaubigt werden. Der Botschaft sind Fälle bekannt, in denen sich der jordanische Vater anlässlich eines gemeinsamen Urlaubsaufenthalts der Familie in Jordanien unerwartet dazu entschied, auf Dauer in Jordanien zu bleiben. In diesem Fall ist eine Rückreise des Kindes ohne Einverständnis des Vaters nicht mehr möglich. Auch wenn das Kind einen jordanischen Familiennamen in einem deutschen Ausweisdokument hat, vermuten die jordanischen Behörden, dass das Kind auch die jordanische Staatsangehörigkeit besitzt. Bereits aus diesem Grund kann die Ausreise von dem schriftlichen Einverständnis des Vaters abhängig gemacht werden.

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
Reisepassja; Gültigkeit 6 Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepassja; Gültigkeit 6 Monate über Reise hinaus
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Weitere Anmerkungen
  • bei Aufenthalt über 28 Tagen ist Anmeldung binnen 14 Tage erforderlich!
  • israelische Stempel im Pass führen zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten)!
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepassja; Gültigkeit 6 Monate über Reise hinaus
Reisepassja; Gültigkeit 6 Monate über Reise hinaus
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)ja (nur mit Lichtbild)
Weitere Anmerkungen
  • Kinder dürfen nur in Begleitung eines Sorge-berechtigten/Erwachsenen reisen!
  • bei Aufenthalt über 28 Tagen ist Anmeldung binnen 14 Tage erforderlich!
  • israelische Stempel im Pass führen zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten)!


Besondere Zollvorschriften

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Korallen ist verboten.

Devisen dürfen in beliebiger Höhe eingeführt werden. Der jordanische Dinar darf dagegen nur in kleineren Mengen (bis ca. 50 Euro) ins Land gebracht werden.

Reisebedarf inkl. Laptop und Kamera darf zollfrei eingeführt werden. Die Einführung von Alkohol ist bis zu einem Liter erlaubt, zollfrei sind außerdem 200 Zigaretten und 200 Gr. Tabak.

Die Einfuhr von Waffen, Funkgeräten, Rauschgift und pornographischen Schriften ist verboten.

Pkw

Bei Einfuhr eines Pkw werden an der Grenze ein internationaler Führerschein sowie eine internationale Zulassung und Triptyk oder Carnet de Passages (Grenzübertrittsschein) verlangt. Diese Dokumente sind gegen Gebühren bei den deutschen Automobilclubs erhältlich.

Die europäische Haftpflichtversicherung gilt nicht. An der Grenze ist daher eine temporäre Haftpflichtversicherung abzuschließen, die etwa 22 JD oder mehr kostet. Nach drei Monaten ist ein eingeführter Wagen zu verzollen, wobei der Zoll über 100 % des von der Behörde geschätzten Wertes beträgt. Die Einfuhr von PKW ist ohne Altersbeschränkung möglich. Das Alter des Fahrzeugs ist für den Zolltarif ohne Belang. Die dauerhafte Einfuhr von Diesel ? PKW ist für Privatleute ausgeschlossen. Die vorübergehende Einfuhr (bis zu drei Monate) von Dieselfahrzeugen ist schwierig und nur mit Genehmigung möglich. Diese wird gebührenpflichtig direkt an der Grenze ausgestellt.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Alkohol am Steuer ist strikt verboten. Es gilt eine Null-Promille-Grenze. Auch bei unverschuldeten Verkehrsunfällen mit Personenschaden kann es zur Festnahme der Unfallbeteiligten durch die Polizei kommen.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet, unter Umständen in Verbindung mit Zwangsarbeit. Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.

Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Ebenfalls ist Majestätsbeleidigung unter Strafe gestellt.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A und ggfs. Masern/Mumps/Röteln, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

HIV/Aids

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen oder sonstigen Kontakten zu Blut besteht grundsätzlich ein Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Weitere Infektionskrankheiten

Insbesondere einige durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung).

Hepatitis A und B kommen landesweit vor.

Bitte beachten Sie auch die ?Reisemedizinischen Hinweise? in der rechten Randspalte.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist zumindest in Amman gut, z. T. sehr gut. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen, v.a. auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000


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Marokko: Reise- und Sicherheitshinweise

Marokko

Marokko: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.


Aktuelle Hinweise

In vielen Staaten der arabischen Welt finden derzeit von breiten Bevölkerungsschichten getragene Protestaktionen statt, die sich gegen die jeweiligen Regierungen richten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in Marokko zu landesweiten Protesten kommen wird. In Internetforen werden bereits erste Aufrufe verbreitet.

Reisenden wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus wird geraten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt rät bei Aufenthalten in Marokko? wie in allen Ländern der Region ? zu erhöhter Aufmerksamkeit. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen sich Touristen aufhalten, sowie für religiöse Kultstätten. Im wüstenartigen marokkanischen Grenzgebiet zu Algerien könnten Reisende besonderen Gefährdungen ausgesetzt sein.

Von Reisen in die Westsahara wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Auch in Marokko sind trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen der Regierung terroristische Gruppen weiterhin aktiv und planen unverändert Anschläge. Die marokkanischen Innenbehörden gehen weiterhin von einer hohen Gefahr weiterer terroristischer Anschläge im Lande aus.

Auch ein Übergreifen der bislang vor allem in Algerien terroristisch aktiven AQM auf marokkanisches Gebiet wird von Sicherheitskreisen nicht ausgeschlossen.

Reisen über Land
Von Fahrten durch die Westsahara wird dringend abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus praktischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung durch nicht gekennzeichnete Minenfelder gegeben.

Im Rif-Gebirge werden mitunter Reisende von Rauschgifthändlern bedrängt (Steinwürfe, Straßensperren). Das Rif-Gebirge sollte daher nicht allein befahren werden. Insbesondere die Strecken zwischen Chefchaouen über Ketama nach Al-Hoceima sowie die Strasse von Ketama nach Fes sind äußerst problematisch. Rauschgiftbesitz wird rigoros verfolgt und mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet.


Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur, Straßenverkehr
Marokko verfügt - insbesondere in den touristischen Zentren wie Marrakesch und Agadir ? über eine gute Infrastruktur .

Im Straßenverkehr ist größte Vorsicht geboten. Nachtfahrten sind zu vermeiden. Besonders unberechenbar fahren die Mercedes-Überlandtaxis. Sehr gefährlich sind Überholmanöver. Auch auf den Autobahnen ist jederzeit mit Fußgängern und Tieren zu rechnen.

Durchsetzung auch berechtigter Schadensersatzansprüche ist kaum möglich.

Die Landgrenze nach Algerien ist geschlossen.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Visum / Reisedokumente

Deutsche Staatsangehörige können für touristische Zwecke bis zu 90 Tagen visumfrei nach Marokko einreisen und benötigen dazu einen deutschen Reisepass, der ab Einreise noch 6 Monate gültig ist.

Kinder benötigen für die Ein- und Ausreise entweder einen (Kinder-)Reisepass nach neuem Muster oder den bisherigen Kinderausweis als Passersatz, der in jedem Fall mit einem Lichtbild versehen sein muss.

Eine Verlängerung des Aufenthalts ist grundsätzlich nicht möglich, es sei denn der Ausländerpolizei wird ein vollständiger Antrag mit Nachweis über finanzielle Mittel, ggf. Arbeitsvertrag in Marokko und Begründung, warum längerer Aufenthalt erforderlich ist, vorgelegt. Ein Aufenthalt über 90 Tage hinaus stellt einen Verstoss gegen das Aufenthaltsrecht dar und wird strafrechtlich geahndet.

Ein bei der Einreise eingeführtes Kraftfahrzeug, muss auch bei der Ausreise wieder ausgeführt werden. Andernfalls wird die Ausreise verweigert und es drohen hohe Zollstrafen (auch bei Unfallwagen).

Hinweis für Doppelstaater

Personen, die neben der deutschen auch die marokkanische Staatsangehörigkeit besitzen, können in der Regel mit dem deutschen Reisepass ein- und ausreisen, müssen dann aber in den meisten Fällen auch den marokkanischen Personalausweis (Carte d´Identité Nationale) vorlegen. (Achtung: Die Rückgabe des marokkanischen Passes an eine marokkanische Auslandsvertretung aus Anlass der Einbürgerung in den deutschen Staatsverband führt nicht zum Verlust der marokkanischen Staatsangehörigkeit).

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Eingeführte Kfz, die nicht wieder ausgeführt werden (z. B. bei Verkauf, Unfall), müssen verzollt werden (s. o.) 

In Marokko gelten strenge Devisenbestimmungen: Devisen müssen bei Einfuhr ab einem Gegenwert von 100.000,-- Dirham (derzeit ca. 8.950,-- ?) deklariert werden. Die Deklarationsbescheinigung ist aufzubewahren und erforderlichenfalls bei Ausfuhr wieder vorzuzeigen. Sie ist nur einmal gültig und darf nicht älter als 6 Monate sein. 

Die Ein- und Ausfuhr von Dirham ist strikt untersagt. 

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten. 

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Der Besitz von Rauschgift wird in Marokko mit Haftstrafen von bis zu 10 Jahren sowie hohen Geld- und Zollstrafen geahndet. Bereits der Besitz kleinster Mengen ist strafbar. Besondere Vorsicht gilt bei Fahrten durch das Rifgebirge, dem weltweit größten Cannabisanbaugebiet.

Außereheliche und gleichgeschlechtliche Sexualbeziehungen sind in Marokko Straftatbestände. 


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Pflichtimpfungen für die Einreise nach Marokko sind nicht erforderlich. Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

HIV / AIDS

19.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Marokko gemeldet. 2004/2005 waren 0,1 % der erwachsenen Bevölkerung und ca. 2 % der Prostituierten HIV-positiv.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Malaria

Das Vorkommen (ausschließlich Malaria tertiana durch P. vivax) beschränkt sich auf einzelne ländliche Gegenden der Provinz Chefchaouen von Mai bis Oktober. Seit 2005 wurden keine Malariafälle mehr berichtet. Es besteht keine Notwendigkeit einer medikamentösen Malariaprophylaxe.

Zur Vorbeugung mückengebundener Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht ganz zu vergleichen. In Rabat und Casablanca finden sich ausgezeichnete Privatkliniken von hohem Standard. Auf dem Lande  hingegen kann die medizinische Versorgung bezüglich der apparativen Ausstattung bzw. Hygiene problematisch sein. Hier fehlen z.T. europäisch ausgebildete, Englisch oder gut Französisch sprechende Ärzte.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Burundi: Reise- und Sicherheitshinweise

Burundi

Burundi: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Burundi unterstützt mit einem Militärkontingent die Übergangsregierung von Somalia in Mogadischu. Infolge dieser Unterstützung gibt es Attentatsdrohungen islamistischer Akteure gegen Uganda und Burundi. Am 11. Juli kam es in der ugandischen Hauptstadt zu mehreren Selbstmordattentaten mit zahlreichen Tote und Verletzten. Ähnliche Anschläge können in Burundi nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher besondere Wachsamkeit und Vorsicht geboten. Abendliche Ausgänge sollten auf das Notwendige beschränkt, Menschenansammlungen gemieden und besondere Vorsicht beim Fotografieren sensibler Punkte angewendet werden.

Burundi ist ein Post-Konflikt-Land. Von Mai bis September 2010 haben Richtungswahlen statt gefunden, die der Regierungspartei CNDD-FDD eine überwältigende Mehrheit verschafft haben. Die Opposition hat die Wahlen boykottiert und ist nicht mehr in Parlament und Senat vertreten. Es herrscht großes Misstrauen zwischen Opposition und Regierung. Daher kann erneute Instabilität bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden, zumal eine große Zahl von kleinen Waffen zirkuliert. In traditionellen Hochburgen der früheren Rebellenbewegung FNL Cibitoke (insb. Rukoko) ist es im September 2010 zu Angriffen mit mehreren Todesopfern gekommen. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Provinz Bujumbura rural südlich von Bujumbura, in der es in letzter Zeit wiederholt zu Angriffen auf Polizeistationen gekommen ist, wird abgeraten. Bei Reiseabsichten wird der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft in Bujumbura dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung für das Nachbarland Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.

Kriminalität

Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz merklicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Nach Einbruch der Nacht und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.


Allgemeine Reiseinformationen

Flugverbindungen Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.

Straßenverkehr Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.

Reisen über LandTouristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.

Geld /KreditkartenBargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden. Bargeldversorgung per Western Union oder MoneyGram innerhalb eines Tages ist möglich.

Telekommunikation Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
Reisepassja
vorläufiger Reisepassnein
Personalausweisnein
vorläufiger Personalausweisnein
weitere AnmerkungenImpfpass sollte mitgeführt werden
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepassnein
Reisepassja
Personalausweisnein
vorläufiger Personalausweisnein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)nein

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Visum

Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Die Ausstellung eines Visums am Flughafen Bujumbura ist nicht möglich. Die Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.

Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).


Besondere Zollvorschriften

Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 ? 100.000 BIF (entspricht ca. 30 ? 60 Euro) geahndet.

Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen. Wegen der Anschlagsdrohungen (s.o.) praktiziert die Polizei auch ein weitgehendes Fotografierverbot aller öffentlicher sowie sonstiger sensibler Einrichtungen. Eine besondere Zurückhaltung beim Fotografieren wird daher empfohlen.

Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr gefordert, siehe auch www.who.int

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut ggf. auch Cholera (s.u.) empfohlen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit. Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin®, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV /AIDS

ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - u.a. treten auch sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien wie gegenwärtig in Bujumbura sowie in den Provinzen Rumonge und Cibitoke auf. Für Risikoreisende könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zurzeit sinnvoll sein.

Meist lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene Durchfallerkrankungen aber vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Meningitis

Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis August und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.

Bilharziose

Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) ? einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung ? besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.

Medizinische Infrastruktur

Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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El Salvador: Reise- und Sicherheitshinweise

El Salvador

El Salvador: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

El Salvador weist in Lateinamerika und weltweit eine der höchsten Kriminalitätsraten auf. Im Jahresschnitt kommen mehr als zehn Menschen pro Tag durch Tötungsdelikte ums Leben. Die Gefahr von Gewaltverbrechen - insbesondere in der Nähe der touristisch interessanten Vulkane und am Strand - ist überaus hoch, die Hemmschwelle beim Gebrauch von Schuss- oder Stichwaffen niedrig. Im Falle eines Überfalles ist es dringend geboten, auf Widerstand zu verzichten.

Bewaffnete Raubüberfälle, Diebstahl von Autos oder Gegenständen, die sich darin befinden, aber auch Morde und Vergewaltigungen sind sehr häufig zu verzeichnen. Die Zahl der Entführungen ist zwar zurückgegangen, es gibt sie aber nach wie vor. Stark angestiegen sind Erpressungsdelikte gegenüber dem Kleingewerbe, Privatpersonen und insbesondere dem öffentlichen Nahverkehr. Von der Benutzung öffentlicher Busse wird dringend abgeraten. Die Fahrzeuge sind zumeist in keinem verkehrssicheren Zustand. Darüber hinaus werden viele Busunternehmer von kriminellen Gruppen erpresst. Den Geldforderungen werden mit extremer Gewalt Nachdruck verliehen, zuletzt im Juni 2010, als an einem Tag ein vollbesetzter Kleinbus in Brand gesetzt und in einem anderen auf Fahrer und Passagiere das Feuer eröffnet wurde und insgesamt 15 Menschen ihr Leben verloren. Die Fahrt in zugelassenen Taxis ist daher der Benutzung von Bussen in jedem Fall vorzuziehen. Für Direktverbindungen in die Hauptstädte der umliegenden Länder bestehen jedoch einige gute Buslinien (Information in Reisebüros), die teils auch eigenes Sicherheitspersonal mit sich führen.

Reisen über Land

Als besonders gefährlich müssen insbesondere die großen Städte San Salvador, Santa Ana und San Miguel, sowie die Departamentos La Paz, La Libertad und Sonsonate angesehen werden. Auch in der Nähe der großen Hotels der Hauptstadt (?Zona Rosa?) kommt es regelmäßig zu Überfällen. Es wird empfohlen, auch bei kurzen Wegstrecken ein Auto (zugelassene Taxis haben ein ?A? als ersten Buchstaben auf dem Nummernschild) zu benutzen. Die Flughafentaxis werden von der Kooperative ACACYA betrieben. Reisende sollten unter keinen Umständen auf Taxis oder sonstige Fahrzeuge zurückgreifen, deren Fahrer dort ihre Dienste außerhalb des eingezäunten ACACYA-Parkplatzes anbieten.

Einzelreisende sollten besonders vorsichtig sein. Nach Möglichkeit sollte nur auf Hauptstraßen gereist und Nebenstraßen vermieden werden. Auf Wandertouren oder ähnliche Ausflüge ohne kundige Begleitung abseits der Hauptverkehrsstraßen sollte verzichtet werden.

Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen. Nehmen Sie keine Anhalter mit und halten Sie auch nicht bei einem scheinbaren Unfall, sondern verständigen Sie die nächste Polizeidienststelle (schon mancher Unfall wurde fingiert, um den zu Hilfe Eilenden auszurauben).

Naturkatastrophen

Im Dezember 2006 erschütterten eine ganze Reihe von Beben die Region Ahuachapan / Atiquizaya und zerstörten viele Häuser. Anfang Januar 2010 bebte selbst in San Salvador mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala die Erde. Mit mehr oder minder starken Beben ist grundsätzlich immer zu rechnen.

El Salvador liegt in der hurrikangefährdeten Zone (Hurrikansaison: ca. Juni bis November).

Ende November 2009 kamen bei Überschwemmungen im Zuge des tropischen Wirbelsturms ?Ida? fast 200 Menschen ums Leben.


Allgemeine Reiseinformationen

Am 1. Juni 2004 wurde erstmalig ein Tourismus-Ministerium geschaffen. Gute Hotels preiswerter und teurer Klasse sind ausreichend in der Hauptstadt San Salvador vorhanden. Von hier aus können Tagesausflüge ins Umland unternommen werden. Das salvadorianische Tourismusbüro Corsatur organisiert Gruppenausflüge zu Sehenswürdigkeiten. Insgesamt ist die touristische Infrastruktur jedoch erst schwach entwickelt.

Geld / Kreditkarten

In El Salvador kann man in vielen Geschäften und Restaurants mit internationalen Kreditkarten bezahlen (Visa und Mastercard sind am weitesten verbreitet, weniger Amex und Diners Club). Seit 1.1.2001 ist der US-Dollar neben dem salvadorianischen Colón offizielle Landeswährung. Allerdings werden oft nur kleinere Scheine akzeptiert (in der Regel nur bis zum Wert von 20,- USD). Reiseschecks in USD (Amex) können in Banken gewechselt werden. Der Colón zirkuliert nicht mehr, manchmal werden jedoch noch Preise in Colón angegeben. Der feste Wechselkurs beträgt 1,-- USD = 8,75 Colón.

Das Abheben von kleineren Beträgen (bis 400 USD, je nach Vereinbarung mit der Heimatbank) mit der EC-Karte und PIN  gegen eine Gebühr von etwa 3,50 Euro ist an den meisten Geldautomaten möglich. Eine sehr schnelle und sichere Geldversorgung ist im Notfall durch ?Western-Union-Money-Transfer? über die Reise-Bank AG möglich. Nähere Informationen sind in der deutschen Botschaft erhältlich.

Flugverkehr

Passagiere sollten bei Ausreise mindestens 3 Stunden vor Abflug am Flughafen sein.

Mietwagen

Bei den Büros internationaler Autofirmen in San Salvador können Autos angemietet werden. Bei der Anmietung eines Fahrzeuges ist auf ausreichenden Versicherungsschutz (Haftpflicht) zu achten. Der internationale Führerschein sollte mitgeführt werden. Im Straßenverkehr ist erhöhte Vorsicht wegen des oft schlechten Zustandes der Fahrbahnen (gestohlene Kanaldeckel) und der allgemein gefährlichen Fahrweise geboten. Reisende sollten sich auf die Hauptstraßen beschränken und Reisen ins Landesinnere auf Nebenstraßen unbedingt vermeiden. Grundsätzlich sollten Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit unterlassen werden.

Sonstige Hinweise

Besondere Vorsicht ist beim Baden im Meer wegen der gefährlichen Meeresströmungen angebracht. Da diese Unterwasserströmungen bis dicht an den Strand heranreichen, sollte man nicht hinausschwimmen. Lebensrettungsschwimmer oder Rettungsboote gibt es normalerweise nicht. Wie vor allen Küstengewässern Amerikas besteht ferner die Möglichkeit, dass sich Haifische in die Nähe der Küste verirren.


Einreisebestimmungen

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa: Gültigkeit 3 Monate über Reise hinaus
Vorläufiger ReisepassJa: Gültigkeit 3 Monate über Reise hinaus
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Weitere Anmerkungen: 
Reisedokumente Kinder/Jugendliche 
KinderreisepassJa (mit Foto): Gültigkeit 3 Monate über Reise hinaus
ReisepassJa: Gültigkeit 3 Monate über Reise hinaus
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja (mit Foto): Gültigkeit 3 Monate über Reise hinaus
Weitere AnmerkungenAuch für Kinder empfiehlt sich die Ausstellung eines Reisepasses, da es keine Direktflüge nach Deutschland gibt und die USA die Kinderreisepässe nicht ohne Visum anerkennen

Visum

Für die Einreise nach El Salvador benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen. Bei der Einreise sollte darauf geachtet werden, dass die Bewilligung, die im Pass eingetragen wird, für den gesamten Aufenthalt (bis zu 90 Tagen) eingetragen wird, um eine spätere Verlängerung der Einreisebewilligung zu vermeiden. Für Reisende im sogenannten CA-4-Gebiet (El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua) gilt die Sonderreglung, dass ein touristischer Aufenthalt von maximal 90 Tagen in diesem Raum zulässig ist. Bei Einreise von einem anderen CA-4-Staat erhalten Reisende in der Regel keinen Aus- und Einreisestempel (Ausnahme derzeit Guatemala).

Bei der Einreise sind Pflichtimpfungen nicht erforderlich, außer man reist aus sog. gelbfieberendemischen Gebieten nach El Salvador ein. Bitte beachten Sie hierzu die ?Medizinischen Hinweise?.

Ein- /Ausreise über die USA

Bitte beachten Sie die Einreisebestimmungen für die USA

Die deutsche Botschaft in San Salvador ist bei Passverlust zwar in der Lage, vorläufige maschinenlesbare Pässe auszustellen, jedoch muss dann für Reisen nach/durch die USA ein Visum bei der amerikanischen Botschaft erlangt werden. Es ist daher ratsam, den Reisepass im Hotelsafe sicher zu verwahren und sich gegenüber den salvadorianischen Behörden bei kleineren Touren oder am Strand mit einer beglaubigten Passkopie auszuweisen, die neben der Passseite mit den personenbezogenen Angaben auch die Seite mit dem salvadorianischen Einreisestempel beinhaltet.

Einreise mit Pkw

Erfolgt die Einreise mit einem Fahrzeug, muss dieses beim Zoll deklariert werden.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Bitte bedenken Sie, dass Flüge von und nach El Salvador meistens über die USA führen. Dort herrschen besondere Zollvorschriften, insbesondere was die Einfuhr von Lebensmitteln betrifft. Diese Vorschriften können erfahrungsgemäß auch bei reinem Transit angewendet werden. Informieren Sie sich ggf. vorher z.B. bei der zuständigen US-amerikanischen Vertretung. Mittlerweile herrschen für gewisse Lebensmittelprodukte auch Einfuhrbeschränkungen für Europa. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Zolldienststelle.

Immer noch tragen Millionen von Touristen jedes Jahr zum Raubbau an vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten bei. Auch die Ausfuhr von Antiquitäten, archäologischen Fundstücken u.ä. ist in vielen Ländern unter Androhung hoher Strafen verboten. Verlassen Sie sich nicht auf gegenteilige Auskünfte von Händlern! Verzichten Sie auf Produkte wie: Schildkröteneier und andere Produkte aus dem toten Körper von Schildkröten, andere lebende oder ausgestopfte Tiere, Kroko- und Schlangenhaut, Korallen und Muscheln, Schmetterlinge, Kakteen und Orchideen. In einigen wenigen Iguana-Farmen werden diese Reptilien zum Verzehr gezüchtet. I.d.R. tragen diese Farmen zum Schutz der Tiere bei, da sie den Bestand kontrollieren können und so auch vor dem Aussterben bewahren können.

Übrigens: Der Zoll beschlagnahmt alle Souvenirs aus Tier- und Pflanzenprodukten ohne amtliche Begleitpapiere. Es drohen empfindliche Geldbußen und Haftstrafen.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Besondere Vorsicht sollten Sie beim Führen eines Kraftfahrzeugs walten lassen. Bei einem Unfall mit Personenschaden droht eine sofortige Inhaftierung (bis zu 72 Stunden) sowie Beschlagnahmung von Papieren und Fahrzeug.

Vor Drogenkonsum wird nachdrücklich gewarnt. Selbst bei Mitführung weniger Gramm für den Eigenbedarf drohen hohe Strafen. Haftstrafen müssen - unter schwer erträglichen Bedingungen - in El Salvador verbüßt werden.

Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird in El Salvador unnachsichtig verfolgt und mit hohen Strafen belegt. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass solche Taten, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt werden.

Verstöße gegen Ausfuhrbestimmungen im Hinblick auf Antiquitäten, geschützte Tiere und Pflanzen können strafrechtlich verfolgt werden.

Auch Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Bestimmungen, z.B. Überschreitung der maximalen Aufenthaltsdauer sind mit Geldbußen belegt, haben aber auch schon zu Haftstrafen geführt.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Bei der Einreise nach El Salvador sind Pflichtimpfungen nicht erforderlich, außer man reist aus sog. gelbfieberendemischen Gebieten bzw. Ländern ein. In diesen Fällen ist eine mindestens 10 Tage vor Einreise ausgestellte Impfbescheinigung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Zu den hiervon betroffenen Ländern zählen derzeit Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Französisch-Guyana, Paraguay, Peru, Venezuela und der afrikanische Kontinent.

Entgegen offiziellen Bestimmungen kann es der Fall sein, dass bei der Einreise ein Cholera-Impfzertifikat verlangt wird. Dieses ist insbesondere dann der Fall, wenn die Ankunft aus einem Land mit Cholera erfolgt oder außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt eingereist wird.

Für Kurzaufenthalte im Gastland empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie; bei einem längerfristigen Aufenthalt sind Impfungen gegen Hepatitis B, Typhus, und Tollwut empfehlenswert.

Malaria

Insbesondere in den nördlichen Provinzen El Salvadors sowie möglicherweise in den Mangrovenwäldern in Küstennähe und am Ilopangosee gibt es ein mittleres Malariarisiko. Die Hochlagen sowie die Städte sind malariafrei.

Denguefieber

In El Salvador sind Erkrankungen an Denguefieber häufig. Insbesondere während der Regenzeit (Juni ? Sept.) nimmt die Krankheit epidemische Ausmaße an. Die Übertragung der Krankheit, die bei schwerem Verlauf zum Tode führen kann, erfolgt durch Mückenstiche (vor allem durch ?Aedes Aegypti?). Der Schutz vor Mückenstichen ist daher besonders wichtig, z.B. durch Benutzung von Moskitonetzen und/oder durch Verwendung mückenabweisender Mittel.

Vorsorge

Rechtzeitig vor der Ausreise ist eine ärztliche Beratung (Reisemediziner) dringend zu empfehlen. Bei Aufenthalt in ländlichen Gebieten ist evtl. auch eine Malariaprophylaxe ratsam. Fachkundige Beratung durch Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise auch hierzu ist dringend angeraten.

Reisende sollten bei ihrer Unterkunft und beim Essen und Trinken besonderen Wert auf Sauberkeit und strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen legen.

Roher Salat und Obst sollten nur in Restaurants mit gutem hygienischem Standard verzehrt werden. Als Trinkwasser sollte nur sauberes Wasser (Agua pura) verwendet werden; Leitungswasser sollte abgekocht sein.

Auf das Choleramerkblatt des  Auswärtigen Amts in den ?Reisemedizinischen Hinweisen? wird verwiesen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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Libyen: Reise- und Sicherheitshinweise

Libyen

Libyen: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Aktuelle Hinweise

  • Am 17. Februar 2011 hat es erneut, vor allem im Osten des Landes, Demonstrationen gegen die Regierung gegeben, die durch Sicherheitskräfte gewaltsam beendet wurden. In den nächsten Tagen ist weiterhin mit Pro- und Anti-Regierungsdemonstrationen im ganzen Land zu rechnen.
    Aufgrund der nach wie vor undurchsichtigen Lage im Osten des Landes (Cyreneika) wird derzeit vor Reisen dorthin abgeraten. Dies gilt insbesondere für die Städte der Region wie Benghasi, Al -Beyda, Darnah,...
    Vor allem die Innenstädte sollten gemieden werden. Es wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Reisenden wird empfohlen, die Lage aufmerksam zu beobachten und größere Menschenansammlungen zu meiden.
  • Die Landesgrenze zwischen Libyen und Sudan ist seit dem 29. Juni 2010 bis auf Weiteres geschlossen.

Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt rät bei Aufenthalten in Libyen ? wie in allen Ländern der Region ? zu besonders hoher Aufmerksamkeit. Insbesondere in den weitläufigen Grenzgebieten zu Algerien, Tunesien, Niger und Tschad, in dem sich auch die Touristenziele in der Region Ghadames und im Raum Ghat im äußersten Süden des Landes befinden, bestehen erhebliche Entführungsrisiken. Von Reisen in die vorgenannten Grenzgebiete wird dringend abgeraten.

In Libyen selbst hat es bislang keine Vorfälle (Anschläge oder Entführungen) gegen ausländische Reisende gegeben. Allerdings war im September 2008 im Südwesten Ägyptens im Grenzgebiet zu Libyen, Tschad und Sudan eine Reisegruppe entführt worden, der auch fünf Deutsche angehörten. Nach allgemeinem Eindruck haben die libyschen Sicherheitskräfte ihre Präsenz in den südlichen, an Algerien grenzenden Wüstengebieten vorbeugend verstärkt.

Reisen über Land

Autoreisenden wird davon abgeraten, in der Dunkelheit zu fahren oder im Auto zu übernachten. Die Hauptverkehrsstraßen im gesamten Staatsgebiet sind in schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern, Sandverwehungen oder Geröllpiste über. Riskante Fahrweise, freilaufende Kamele und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.

Reisen in die Wüstengebiete dürfen - wie alle Reisen von Ausländern nach Libyen - ausschließlich im Rahmen von Gruppenreisen erfolgen, die durch professionelle Veranstalter organisiert werden und vor der Einreise von der libyschen Regierung genehmigt worden sind.

Kriminalität

Auch auf Reisegruppen können Raubüberfälle verübt werden. In einem Fall wurden in Wau an Namus (Süd-Fezzan) Geländefahrzeuge geraubt und außer Landes verbracht.


Allgemeine Reiseinformationen

Fotografieren

Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden, Häfen, Flughäfen, militärischen Anlagen und Fahrzeugen, Industrieanlagen, Brücken, Botschaftsgebäuden, Uniform- und Dienstkleidungsträgern sowie Innenansichten von Moscheen und Grabstätten ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung kann es zu einer Verhaftung kommen. Beim Fotografieren des Straßenverkehrs innerhalb oder außerhalb von Ortschaften ist Zurückhaltung geboten. Generell wird beim Fotografierverbot alles, was mit Sicherheit zusammenhängt, extensiv interpretiert.

Geld / Kreditkarten

Die Landeswährung ist der libysche Dinar. Euro und US $ können in einigen Hotels, Banken und Wechselstellen in libysche Dinare gewechselt werden. Reiseschecks werden nicht akzeptiert. Kreditkarten (Visa) werden von einigen Hotels in Tripolis und Bengasi akzeptiert. Geldautomaten sind selten.

Hotelunterkunft

Während einer Messe kann es schwierig sein, ein Hotelzimmer zu finden.

Mobiltelefone

Ein Roaming-Abkommen besteht zwischen dem libyschen Mobilfunkanbieter Al-Madar und E-Plus, T-Mobile und Vodafone.

Reisedokumente

Es kann hilfreich sein, Kopien wichtiger Unterlagen (Pass, Führerschein) und deren Übersetzung mit zu führen.

Straßenverkehr

Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt ist, bei dem jemand infolge des Verkehrsunfalls Verletzungen erleidet oder stirbt, muss damit rechnen während der Untersuchung des Unfalles und des sich daran anschließenden Verfahrens das Land nicht verlassen zu dürfen.


Einreisebestimmungen

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Libyen ein Visum. Dabei muss das ausgestellte Visum dem tatsächlichen Reisezweck entsprechen, da es sonst bei der Einreise und/oder Ausreise zu Problemen mit den libyschen Behörden kommen kann. Ein touristisches Visum darf beispielsweise nicht für geschäftliche Zwecke genutzt werden.

Visa werden durch die libyschen Volksbüros erteilt. Seit August 2009 besteht auch wieder die Möglichkeit, dass Individualreisende und Reisegruppen Visa für touristische Aufenthalte in Libyen bei Einreise am Flughafen erhalten können. Die Formalitäten für diese Touristenvisa werden durch libysche Reisebüros erledigt und wären deshalb dort direkt oder via deutsche Reiseveranstalter zu beantragen.

Nach Kenntnis des Auswärtigen Amts besteht die Auflage der libyschen Seite grundsätzlich weiter, dass bei Einreise für touristsche Zwecke mindestens 1.000,- US$ (oder Gegenwert in einer konvertierbaren Währung) --oder-- eine gültige internationale Kreditkarte (z.B. Visacard, Mastercard) mitzuführen sind. In der Praxis wird der Nachweis nach aktueller Erfahrung jedoch kaum verlangt.

Zur Visaerteilung durch die libyschen Volksbüros gelten seit dem 18.05.2009 unter anderem folgende Bestimmungen bzw. sind folgende Unterlagen vorzulegen: 

  • persönliches Erscheinen des Antragstellers,
  • ausgefüllter Visumantrag,
  • 2 aktuelle Passfotos,
  • Einladung des Geschäftspartners bzw. Referenznummer,
  • mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass.

Weitere Informationen zu den Antragsvoraussetzungen finden sich auf der Website des libyschen Volksbüros  unter www.libyschebotschaft.de

Auch  sonstige verbindliche Auskünfte zu den libyschen Einreisebestimmungen wären beim libysche Volksbüro in Berlin zu erfragen, das für Deutsche Staatsangehörige zuständig ist.

Die Visa-Bearbeitungszeit beträgt nach Auskunft der libyschen Botschaft in Berlin 3 bis 10 Werktage. Nach Informationen des Auswärtigen Amts ist die Bearbeitungszeit derzeit wesentlich länger und kann mehrere Wochen betragen. Die Gebühren zur Antragstellung betragen zwischen 70 ? (Monatsvisum) und 140 ? (6-Monatsvisum). Diese werden auch im Fall einer Ablehnung des Visumantrags nicht zurückerstattet. Diese Bestimmungen gelten nicht für Diplomaten und offizielle Delegationen.

Laut Auskunft des libyschen Volksbüros in Berlin wird die persönliche Vorsprache von Visa-Antragstellern, auch Geschäftsreisenden, verlangt. Eine vertretungsweise Einholung, etwa durch Visadienste, sei vorerst nicht möglich. Die libysche Botschaft besteht derzeit auch auf eine persönliche Abholung der visierten Pässe.

Reisedokumente

Voraussetzung für die Erteilung eines Visums ist unter anderem ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass. Da der Kinderausweis von Libyen nicht anerkannt wird, sollten Kinder mit eigenem Reisepass reisen oder in den Reisepass der Eltern (bis zum 12. Lebensjahr) eingetragen sein.

Einer Person, in deren Reisepass sich ein israelisches Visum oder ein israelischer Ein ? oder Ausreisestempel befindet, ist die Einreise nicht erlaubt.

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa, mindestens noch 6 Monate gültig
Vorläufiger ReisepassJa, mindestens noch 6 Monate gültig
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere AnmerkungenEinreise nach Libyen bei vorhandenem israelischen Visa oder Ein-, Ausreisestempel ist untersagt. Passersatz zur Rückkehr nach Deutschland (RAP) wird nur bei touristischem Aufenthalt anerkannt.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche 
KinderreisepassJa, mindestens noch 6 Monate gültig
ReisepassJa, mindestens noch 6 Monate gültig
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)

Ja, bis zum 12. Lebensjahr

Kind benötigt jedoch extra Visa im Pass bzw. muss im Visa der Eltern erwähnt sein

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Nein
Weitere AnmerkungenEinreise nach Libyen bei vorhandenem israelischen Visa bzw. Ein- oder Ausreisestempel ist untersagt.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Registrierung am Aufenthaltsort

Bei der Einreise wird ein Einreisestempel mit Datum im Pass angebracht. Einreisende sind verpflichtet, sich innerhalb von sieben Tagen bei der nächsten Passbehörde registrieren zu lassen und ihren Aufenthaltsort auf dem dafür vorgesehenen Formular anzugeben. Dies gilt nicht für Touristen, die sich nicht länger als sieben Tage in Libyen aufhalten. Die Gebühr für die Registrierung beträgt fünfzehn Libysche Dinare. Für ein Kind, das im Pass der Mutter oder des Vaters eingetragen ist, fällt keine Registrierungsgebühr an. Bei Passverlust ist es für die Ausreise erforderlich, von der libyschen Passbehörde das Datum der Einreise im neu ausgestellten Reisepass eintragen zu lassen. Dies dauert in der Regel mehrere Tage.


Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von alkoholischen Getränken, Drogen und Schweinefleischprodukten ist verboten. Bei Zuwiderhandlung muss mit der Abnahme des Reisepasses, einer längeren Gerichtsverhandlung und einer Geldstrafe gerechnet werden.

Die Einfuhr von Propagandamaterial (Zeitschriften) ist verboten.

Die Einfuhr und Ausfuhr von libyschen Dinaren ist verboten. Devisen müssen bei Einfuhr deklariert werden (siehe auch Einreisebestimmungen). Umtauschbelege sollten aufbewahrt werden, um die bei der Ausreise erlaubte Menge an Devisen (bei der Einreise angegebener Betrag abzüglich der nachgewiesenen umgetauschten Menge) nachweisen zu können.

Antiquitäten (auch Steine, Tonscherben u. ä. ) und Stücke von Meteoriten dürfen nicht außer Landes gebracht werden.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Der Besitz von Drogen wird streng geahndet. Ehebruch, außerehelicher Geschlechtsverkehr und Homosexualität sind in Libyen strafbar.

Das Sammeln, der Erwerb und die Ausfuhr von Steinen, Tonscherben ist verboten.

Kritik am politischen System, Regierung und Verwaltung gilt als Verbrechen.

Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden, Häfen, Flughäfen, militärischen Anlagen und Fahrzeugen, Industrieanlagen, Brücken, Botschaftsgebäuden, Uniform- und Dienstkleidungsträgern sowie Innenansichten von Moscheen und Grabstätten ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung kann es zu einer Verhaftung kommen.

Die Haftbedingungen in Libyen entsprechen nicht deutschem Standard.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A, Polio und ggfs. Masern/Mumps/Röteln, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

HIV/Aids

ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Libyen vor. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Die bekannten Risiken sollten wie überall gemieden werden.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria und andere durch Mücken übertragene Erkrankungen

Vereinzelte Fälle von Malaria in den südlichen Oasen. In den letzten Jahren ausschließlich importierte Fälle. Das Risiko für Reisende ist daher extrem gering. Es kommen andere durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten vor, z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber. Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung).

Weitere Infektionskrankheiten

Bilharziose ist in einigen Regionen endemisch, dort Süßwasserkontakt meiden!

Hepatitis A, B, C , Echinokokkose und Typhus kommen landesweit vor. Tollwut ist nicht sicher auszuschließen, da genaue Zahlen fehlen, aber alle Nachbarländer Fälle melden.

Sonstiges Gesundheitsgefahren

Gefahren durch Schlangen und Skorpione

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist insbesondere außerhalb der Hauptstadt vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im dringend Notfall empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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Algerien: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Algerien

Algerien: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise/ Teilreisewarnung

In jüngster Zeit ist es in der Hauptstadt Algier sowie anderen Regionen des Landes zu Demonstrationen und zum Teil auch gewaltsamen Protesten gekommen. Touristen waren bisher nicht betroffen. Reisenden wird dringend empfohlen,  Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie besondere Vorsicht walten lassen. Darüber hinaus wird geraten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Bei Aufenthalten in Algerien rät das Auswärtige Amt zu erhöhter Vorsicht. Es kommt in Algerien, insbesondere im Norden und Nordosten des Landes (v.a. Kabylei), immer wieder zu Terroranschlägen. Die Bedrohung richtet sich zunehmend auch gegen westliche Interessen. In der Hauptstadt Algier konnten 2009 und 2010 versuchte Anschläge bzw. Anschlagsvorbereitungen  durch die Sicherheitsbehörden vereitelt werden. Zudem besteht ? vor allem in den Saharagebieten Südalgeriens ? weiterhin die Gefahr von Entführungen. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit (u.a. in der Umgebung der Städte Tamanrasset und Djanet) gezielt nach Deutschen zum Zwecke der Entführung. Am 2. Februar 2011 wurde eine italienische Staatsangehörige im Raum südlich von Djanet entführt.

 Von Reisen in die Gebiete südlich der Städte Béchar, Ghardaia, Touggourt und El-Ouedrät das Auswärtige Amt ab. Auch von nicht notwendigen Reisen in die Kabylei wird abgeraten.

Vor Reisen in die Grenzregionen zu Mauretanien, Mali und Niger sowie die südöstliche Landesgrenze zu Libyen wird ausdrücklich gewarnt.

Terrorismus

Seit Ende 2006 ist in Algerien ein Anstieg terroristischer Aktivitäten (darunter vermehrt Selbstmordattentate) durch Al-Qaida im Maghreb (AQM) festzustellen. Hohe Opferzahlen werden dabei bewusst einkalkuliert. Anschlagsziele sind in erster Linie die algerischen Sicherheitskräfte und Regierungsgebäude, aber auch Menschenansammlungen.

Es kam seit Ende 2006 wiederholt auch zu gezielten Anschlägen gegen ausländische Staatsangehörige bzw. Firmen (u.a. Bombenattentate und Anschlag in Algier gegen ein Gebäude der Vereinten Nationen). Weitere Anschläge, die sich auch gegen ausländische Interessen wie Hotels etc. richten könnten, sind zu befürchten. Auch mit Entführungen von ausländischen Staatsangehörigen durch terroristische Gruppen ist zu rechnen.

Es wird empfohlen, vor allen Reisen nach Algerien und innerhalb des Landes zeitnahe Erkundigungen über die örtliche Sicherheitslage einzuholen. Der algerische Gastgeber/Geschäftspartner bzw. der Reiseveranstalter sollte vor Reiseantritt gebeten werden, die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Abholung, Unterbringung, Betreuung vor Ort) zu gewährleisten.

Entführungsrisiken

AQM operiert zunehmend grenzübergreifend, wie jüngste Entführungen europäischer Staatsbürger in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien zeigen. Geiseln, die u.a. in Mauretanien und Niger entführt wurden, sind in den Norden Malis verschleppt worden. Bei einer Operation mauretanischer Streitkräfte im Norden Malis im Juli 2010 soll nach Presseberichten eine logistische Unterstützung durch französische Kräfte stattgefunden haben. Vergeltungsmaßnahmen seitens AQM, die sich auch gegen westliche und insbesondere französische Interessen richten können, sind in der gesamten Region zu befürchten.

Reisen über Land

Reisen innerhalb des Landes sollten möglichst auf dem Luftweg erfolgen. Während der Dämmerung und in der Nachtzeit sollten Fahrten außerhalb der Stadtzentren vermieden werden, da mit falschen Straßensperren und Anschlägen von kriminellen oder terroristischen Gruppen gerechnet werden muss.

Personen, die ihren Wohnsitz in Algerien haben oder Algerien regelmäßig beruflich bereisen, sollten dafür Sorge tragen, Routineabläufe zu vermeiden (z.B. bei Autofahrten). Die vom algerischen Partner angebotenen Sicherheitsmaßnahmen sollten in jedem Falle in Anspruch genommen werden. Menschenansammlungen, öffentliche Gebäude und Einrichtungen der Sicherheitskräfte sollten nach Möglichkeit gemieden werden.

Mehrere Gruppen von Saharatouristen wurden 2003 in Südalgerien entführt. Die Gefahr von Entführungen besteht auch weiterhin. Besonders gefährdet sind Individualreisende, die auf dem Landweg unterwegs sind. Die am 22. Februar 2008 im Grenzgebiet zwischen Tunesien und Algerien entführten österreichischen Touristen wurden im Oktober 2008 freigelassen. Am 2. Februar 2011 wurde eine italienische Staatsangehörige in Südalgerien entführt.

Die deutsche Botschaft in Algier gibt in Einzelfällen Auskünfte zur aktuellen Sicherheitslage. Die Möglichkeiten zur konsularischen Hilfestellung in Not- und Unglücksfällen sind allerdings angesichts der Größe des Landes begrenzt.


Allgemeine Reiseinformationen

Infrastruktur

Reisende müssen sich darauf einstellen, dass - mit Ausnahme einiger Luxushotels in der Hauptstadt - die touristische Infrastruktur Algeriens wenig entwickelt ist. Reisen sollten daher gründlich vorbereitet werden, am besten mit dem örtlichen Geschäftspartner/Gastgeber oder mit Hilfe eines ortskundigen Reiseveranstalters.

Sprache

Trotz vielfältiger westlicher Einflüsse und der weiten Verbreitung von Französisch als Verkehrssprache sollten Besucher in ihrem Verhalten bedenken, dass Algerien Teil der arabisch-islamischen Welt ist. Schon Übernachtungen in Hotelzimmern können für Paare, die nicht denselben Familiennamen führen, problematisch sein.

Reisen über Land

Die Landgrenze nach Marokko ist geschlossen.

Flugverkehr

Flugbuchungen mit Air Algérie sollten unbedingt vor Antritt der Weiter- bzw. Heimreise rückbestätigt werden. Wegen gelegentlich auftretender Verspätungen sollte darauf geachtet werden, keine zu knappen Übergangszeiten für Anschlussflüge vorzusehen.

Geld / Kreditkarten

Kreditkarten werden außerhalb der wenigen internationalen Hotels kaum akzeptiert. Bankautomaten, an denen man mit Kredit- bzw. EC-Karte Geld abheben kann, gibt es nur an wenigen Stellen in den Großstädten. Euroschecks, Reiseschecks etc. werden nicht angenommen. Empfehlenswert ist die Mitnahme von Bargeld in Euro oder US-Dollar. Umtauschmöglichkeiten bestehen bei Banken und größeren Hotels. Von der Firma Western Union kann man sich Geld aus dem Ausland nach Algerien in die Zweigstellen einiger Banken (Société Générale, Post) schicken lassen.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Für die Einreise nach Algerien muss der Reisepass mindestens 6 Monate über das beabsichtigte Reisedatum hinaus gültig sein. Für mitreisende Kinder ist kein eigener Reisepass erforderlich, es genügt ein Kinderreisepass. Auch ein Eintrag im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert. In jedem Fall ist ein Visum erforderlich.

Visum

Für Reisen nach Algerien muss rechtzeitig (mindestens 2 Wochen) vor Reiseantritt bei der algerischen Botschaft in Berlin oder beim algerischen Generalkonsulat in Bonn ein kostenpflichtiges Visum beantragt werden. Vorherige telefonische Auskunft sollte eingeholt werden. Antragsformulare sind bei der algerischen Botschaft in Berlin oder beim algerischen Generalkonsulat in Bonn erhältlich. Sie können auf der Webseite der algerischen Botschaft heruntergeladen werden, siehe www.algerische-botschaft.de/

Ein ausreichend frankierter und adressierter Rückumschlag ist dem Visumantrag unbedingt beizufügen. Die Kosten für die Visumsausstellung können dem Antrag als Verrechnungsscheck beigelegt werden.

Die algerische Botschaft erteilt Visa nur noch, wenn Antragsteller ihre Reiseroute präzisieren und den Nachweis erbringen, dass ein Reiseveranstalter mit der Organisation der Reise beauftragt wurde. Die Konsularabteilung der Algerischen Botschaft bzw. des Konsulats hält eine Liste mit Reiseveranstaltern bereit.

An Flughäfen oder Grenzübergängen werden keine Visa erteilt. Seeleuten kann die Grenzpolizei (PAF) am Hafen eine Genehmigung zum Landgang (?permis d?escale?) erteilen. Sie verfügt hierbei über einen breiten Ermessensspielraum und hat diese Genehmigung gelegentlich (gerade in Algier) verweigert.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Es empfiehlt sich daher, vor Antritt der Reise Erkundigungen bei der algerischen Botschaft in Berlin bzw. dem Generalkonsulat in Bonn einzuholen.

Deutsch-algerische Doppelstaater

Gelegentlich treten Schwierigkeiten bei der Ausreise wegen Nichtableistung des algerischen Wehrdienstes auf.

Bei der Einreise minderjähriger Doppelstaater oder von Kindern, bei denen aufgrund ihres Namens oder Aussehens auf eine algerische Staatsangehörigkeit oder Abstammung geschlossen werden könnte, sollte bedacht werden, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht nach dem von islamischen Grundsätzen geprägten algerischen Familienrecht ausschließlich dem Vater zusteht. Sofern der Vater aus Algerien oder einem anderen muslimischen Staat stammt, muss er daher der Ausreise seiner Kinder aus Algerien, sofern er diese nicht persönlich begleitet, unbedingt schriftlich auf einem bestimmten Formblatt zustimmen. Gegebenenfalls müssten Urkunden auch in französischer Sprache mitgeführt werden, aus denen sich die Staatsangehörigkeit des Vaters ergibt, bzw. eine Erklärung des Vaters über dessen Zustimmung zur Ausreise (?Autorisation Paternelle de Voyage?, zu erstellen bei algerischen Botschaften oder Generalkonsulaten).

Einreise mit Kfz

Wenn ein Fahrzeughalter sein Fahrzeug ohne Genehmigung durch den Zoll verkauft oder versucht, das Land ohne das Fahrzeug zu verlassen, mit dem er eingereist ist, drohen ihm hohe Geldstrafen, unter Umständen auch Haft.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte müssen bei der Einreise angemeldet werden. Die vorübergehende Einfuhr eines in Deutschland zugelassenen privaten PKW (mit internationaler Versicherungskarte) ist grundsätzlich möglich. Die erforderliche administrative Prozedur kann jedoch zu erheblichen Wartezeiten bei der Einreise führen.

Devisen sind dem algerischen Zoll bei der Einreise anzuzeigen. Bei der Ausreise ist ein Verwendungs- bzw. Umtauschnachweis zu erbringen. Die Ausfuhr algerischer Dinar ist grundsätzlich untersagt. Weitere Zollvorschriften bzw. aktuelle Angaben über Freimengen/Regelungen sind unter www.douane.gov.dz einzusehen

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass für professionelle Film- und Fernsehaufnahmen die vorherige Erteilung einer Drehgenehmigung erforderlich ist. Da die Einfuhrbestimmungen Veränderungen unterliegen, wird geraten, im Zweifel bei der algerischen Botschaft in Berlin nachzufragen

Die Einfuhr von u.a. Ferngläsern ist verboten. Im Zweifel wird wiederum empfohlen, bei der algerischen Botschaft in Berlin nachzufragen.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Angesichts andauernder Auseinandersetzungen mit islamistischen Terroristen gilt weiterhin der Ausnahmezustand. Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen zu fotografieren. Besitz und Handel mit Drogen wird mit empfindlichen Freiheitsstrafen geahndet. Homosexualität bzw. homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe. Gewerbsprostitution ist ebenfalls verboten; entsprechende Handlungen werden empfindlich bestraft.

Deutsch-algerische Doppelstaater sollten wissen, dass sie von den algerischen Behörden als Algerier behandelt werden. Gelegentlich treten Schwierigkeiten bei der Ausreise wegen Nichtableistung des algerischen Wehrdienstes auf. Schon vor der Einreise minderjähriger Doppelstaater oder Kinder, die aufgrund ihres Namens oder Aussehens für Algerier gehalten werden könnten, sollte bedacht werden, dass das Aufenthaltsbestimmungsrecht nach dem von islamischen Grundsätzen geprägten algerischen Familienrecht grundsätzlich dem Vater zusteht. Der Vater muss daher der Ausreise aus Algerien zustimmen. Entsprechende Unterlagen (auf französisch) sollten mitgeführt werden.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A, Polio und ggfs. Masern/Mumps/Röteln, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

HIV/AIDS

ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Algerien vor. Die bekannten Risiken sollten wie überall gemieden werden.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria und andere durch Insekten übertragbare Erkrankungen

Gelegentlich werden Malariafälle (Plasmodium vivax) aus einzelnen Oasen südlich des Atlas gemeldet. Übertragungen der gefährlicheren Malaria tropica sind extrem selten. Das Malariarisiko für Reisende ist insgesamt sehr gering. Trotzdem sollten, auch im Hinblick auf andere durch Insekten übertragene Erkrankungen (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber, Fleckfieber), allg. Schutzmaßnahmen wie Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung Beachtung finden.

Weitere Infektionskrankheiten

Bilharziose ist in zwei isolierten Regionen endemisch (im Norden ? Wadi Hamiz; im Süden ? Tassili-Gebiet), dort Süßwasserkontakt unbedingt meiden!

Hepatitis A, B, E , Echinokokkose, Tollwut und Typhus kommen landesweit vor. Gelegentlich werden Pestfälle gemeldet.

Sonstige Gesundheitsgefahren

Gefahren durch Schlangen und Skorpione.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und insbesondere außerhalb der Hauptstadt technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben, siehe beispielsweise  http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Irak: Reisewarnung

Irak

Irak: Reisewarnung

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 18.02.2011)

Reisewarnung

Vor Reisen nach Irak wird gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird geraten, das Land zu verlassen.

Für die Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Erbil, Sulaymaniya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer besseren Sicherheitslage grundsätzlich eingeschränkt.

Für unvermeidbare Geschäftsreisen nach Bagdad gilt, dass diese nur in als gesichert geltende Bereiche und auf der Basis eines professionellen Sicherheitskonzepts durchzuführen sind.

In den westlichen Provinzen sowie im schiitischen Süden des Landes ist eine Stabilisierung der Sicherheitssituation zu verzeichnen; gleichwohl können auch hier Terroranschläge und Entführungen nicht ausgeschlossen werden. In Basra sind bzw. werden die ersten westlichen Konsulate eröffnet. Unvermeidbare Geschäftsreisen nach Basra bedürfen eines professionellen Sicherheitskonzepts.

Trotz einer statistisch verbesserten Sicherheitslage bleibt der Aufenthalt in Irak gefährlich. Insbesondere in Bagdad und den nördlich angrenzenden Gebieten der Provinzen Diyala, Ninawa, Salah Al-Din und Tamim kommen monatlich immer noch mehrere hundert Menschen bei Anschlägen und Feuergefechten ums Leben. In den Städten Kirkuk (Provinz Tamim) und Mossul (Provinz Ninawa) und in deren Umgebung ist die Sicherheitslage besonders volatil.

Eine besondere Gefährdung geht von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert und deren Zünder durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden. Auch wahllose Anschläge durch Selbstmordattentäter finden immer wieder statt. Bagdad war auch im zweiten Halbjahr 2009 und im Januar 2010 wiederholt Ziel schwerer Anschläge auf Ministerien, Hotels und öffentliche Einrichtungen. Zwischen den irakischen Sicherheitskräften und den unterschiedlichen militanten Gruppen kommt es täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die staatlichen Sicherheitskräfte haben die Verantwortung von den multinationalen Streitkräften übernommen, sind aber verschiedenen Berichten zufolge, u.a. wegen eingeschränkter Einsatzfähigkeit und unklarer Loyalitäten nicht in der Lage, effektiven Schutz zu bieten.

Das Risiko von Entführungen ist unverändert sehr hoch. Ausländer und die sie begleitenden Personen sind in besonderem Maße gefährdet.

Die Hauptstadt Bagdad wird von verschiedenen zivilen Luftfahrtgesellschaften angeflogen.

Wer trotz der oben beschriebenen Sicherheitslage nach Bagdad zu reisen beabsichtigt, sollte unbedingt professionelle Schutzmaßnahmen ergreifen und seinen Aufenthalt ausnahmslos auf als gesichert geltende Bereiche beschränken. Gegenwärtig zählt neben dem Flughafen selbst nur die sogenannte "Internationale Zone" im Stadtzentrum dazu. Jede Reise nach Bagdad sollte auf der Basis eines professionellen Sicherheitskonzepts erfolgen. Dazu gehören üblicherweise: Verwendung gepanzerter Fahrzeuge, Konvois, Vorabaufklärung und genaue Planung von Fahrtrouten sowie Sicherheitspersonal in angemessener Zahl und Bewaffnung. Eine vorherige Unterrichtung über die aktuelle politische Lage und die Bedrohungssituation ist in jedem Fall erforderlich. Bei Verschlechterung der Lage müssen Reisen auch kurzfristig abgesagt werden.

Die vorgenannten Empfehlungen für Bagdad gelten grundsätzlich auch für Geschäftsreisen nach Basra.

Es wird dringend empfohlen, das Auswärtige Amt rechtzeitig über die Reisepläne in Kenntnis zu setzen.

In der Region Kurdistan-Irak mit der Verwaltungshauptstadt Erbil und den beiden großen Städten Sulaymaniya und Dohuk ist die Sicherheitslage grundsätzlich vergleichsweise gut. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Unruhen im Nahen und Mittleren Osten kam es jedoch am 17. Februar 2011 in Sulaymaniya zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit mehreren Toten und Verletzten. Auch aus anderen Städten der Region Kurdistan-Irak wird von Unruhen berichtet. Deutsche Staatsangehörige werden aufgefordert, bei Bewegungen in Stadtgebieten erhöhte Vorsicht und Zurückhaltung zu üben und Demonstrationen weitläufig zu meiden.

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Termine werden nur nach Vereinbarung wahrgenommen. Die Botschaft befindet sich nicht in der Internationalen Zone. Aufgrund der Sicherheitslage und der eingeschränkten Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeiten ist es deshalb schwierig und gegebenenfalls unmöglich, konsularische Hilfe zu leisten.

Das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Erbil kann aufgrund der Umstände vor Ort nur sehr eingeschränkt konsularische Hilfe leisten. Termine werden nur nach Vereinbarung wahrgenommen.

Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in den Nachbarstaaten Iraks können Deutschen, die in Irak in eine Notlage geraten, erst ab dem jeweiligen Grenzübergang konsularische Hilfe leisten.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Vor Reisen nach Irak wird gewarnt.

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Beim Generalkonsulat in Erbil werden Termine nur nach Vereinbarung wahrgenommen.

Für Reisen nach Irak besteht Visumspflicht. Visa müssen vor der Einreise bei einer irakischen Auslandsvertretung beantragt werden. Die Visumspflicht gilt für das gesamte Staatsgebiet des Irak, also auch für die föderative Region Kurdistan-Irak.

Allerdings erlauben die regionalen kurdischen Behörden bei dortiger Einreise und dortigem Verbleib, für eine Dauer von bis zu 10 Tagen, die visafreie Einreise. Eine Verlängerung ist möglich, diese muss aber beantragt werden. Bei Zuwiderhandlung ist mit Geldstrafe und sogar mit zeitweiser Ausreiseverweigerung zu rechnen.

Bei Weiterreisen, beispielsweise von Erbil nach Bagdad, ist ausnahmslos das Visum der irakischen Auslandsvertretung vorzuweisen, das nur vor der Einreise bei der irakischen Botschaft beantragt werden kann.

Nähere Auskünfte erteilt die Botschaft der Republik Irak in Berlin, siehe www.iraqiembassy-berlin.de

Bei Einreise in die föderative Region Kurdistan-Irak mit einem ausländischen Kfz ist es gängige Praxis der kurdischen Behörden, den ausländischen Reisepass beim Zollamt des Grenzübergangs einzubehalten und darüber eine Bescheinigung auszuhändigen. Diese Bescheinigung berechtigt nicht zum Aufenthalt in anderen Teilen Iraks. Bei Zuwiderhandlung ist mit einer Festnahme durch die irakischen Behörden zu rechnen. Der Pass wird erst bei der Wiederausfuhr des Kfz zurückgegeben.


Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Irak wird gewarnt.

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A, Polio und Masern/Mumps/Röteln , bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Cholera.

Cholera und andere Durchfallerkrankungen

Cholera ist im Irak endemisch. Im Rahmen von Ausbrüchen kommt es mitunter zu mehreren tausend Erkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lässt sich das Risiko für die meisten Durchfallerkrankungen, auch Cholera, minimieren. Eine Impfung gegen Cholera wird daher nur in Ausnahmefällen notwendig sein! Auch viele andere Durchfallerreger treten vergleichsweise gehäuft auf.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria und andere durch Insekten übertragbare Erkrankungen

Malaria durch Plasmodium vivax ist in den nördlichen Grenzgebieten zur Türkei und zu Syrien endemisch. Das Infektionsrisiko ist aber insgesamt nur gering bis mittelgradig. In jedem Fall sollten, auch im Hinblick auf andere durch Mücken oder andere Insekten übertragene Erkrankungen (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber) die allgemeinen Schutzmaßnahmen beachtet werden (z. B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung). Eine medikamentöse Malariaprophylaxe wird im Regelfall nicht notwendig sein. Eine Stand by Medikation kann diskutiert werden.

HIV/ Aids

kommt auch in Irak vor. Die bekannten Risiken sollten gemieden werden.

Weitere Infektionskrankheiten

Bilharziose ist in einigen Regionen endemisch, dort Süßwasserkontakt meiden!

Hepatitis A, B, C, Echinokokkose und Tollwut können landesweit vorkommen.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist in weiten Landesteilen zurzeit weder technisch noch personell ausreichend. Nicht alle Medikamente sind sicher erhältlich. Dauermedikationen daher in ausreichender Menge mitführen. Eine Ausnahme bilden die kurdischen Autonomiegebiete im Norden. Dort ist eine vergleichsweise bessere Versorgung gewährleistet. Westeuropäischer Standard wird aber auch dort oft nicht erreicht. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall wird dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben; siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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Ägypten: Reise- und Sicherheitshinweise

Ägypten: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 17.02.2011)

Aktuelle Hinweise

Aufgrund der weiterhin unübersichtlichen Sicherheitslage in Ägypten wird von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez abgeraten. Ansonsten wird von nicht unbedingt erforderlichen Einzelreisen im ganzen Land ? mit Ausnahme der Urlaubsgebiete am Roten Meer - weiterhin abgeraten.

Deutschen Staatsangehörigen wird nachdrücklich geraten, die Ausgangssperre, solange sie aufrecht erhalten wird, strikt zu beachten. Für Details ihrer zeitlichen und örtlichen Ausdehnung wird dringend empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen.

Reisenden in Ägypten wird weiterhin dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Dies gilt ganz besonders für den Großraum Kairo und die urbanen Zentren.

In den letzten Wochen haben sich in ganz Ägypten, insbesondere in der Hauptstadt Kairo sowie den meisten größeren Städten, große Demonstrationen und gewaltsame Ausschreitungen ereignet. Dabei kam es auch zu Plünderungen und Übergriffen auf ausländische Beobachter und Besucher. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kam es zu einer erheblichen Anzahl von Toten und Verletzten.

Am 11. Februar ist der ägyptische Präsident Mubarak zurückgetreten. Das Militär hat die Macht übernommen. Es hat sich zur Durchführung von Reformen bekannt. Die genauen Maßnahmen wird es schrittweise bekannt geben. Die Lage im Land beginnt sich zu beruhigen. Übergriffe auf Ausländer sind in den letzten Tagen nicht mehr vorgekommen.

In dringenden Notfällen sind die Deutsche Botschaft in Kairo unter 00202 27 28 20 00 oder in Berlin rund um die Uhr der Krisenstab des Auswärtigen Amts unter +49 30 5000 3000 erreichbar.

Reisenden in den Urlaubsgebieten am Roten Meer wird empfohlen, im Zusammenhang mit ihrem Aufenthalt regelmäßigen Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern zu halten.

Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten unverändert im Licht der aktuellen Hinweise fort:


Landesspezifische Sicherheitshinweise

In der Nacht vom 31. Dezember 2010 auf den 1. Januar 2011 wurde ein Anschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria mit 23 Todesopfern und über 90 Verletzten verübt. In der Folge kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mit Spannungen zwischen Demonstranten und der Polizei, insbesondere in Alexandria und stellenweise in Oberägypten, ist auch weiterhin zu rechnen.

Jährlich verbringen über eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Die Allgemeinkriminalität ist gering. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:

Terrorismus, Entführungsrisiken

Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren.

Eine besonders hohe Gefährdung besteht für den Südwesten Ägyptens in der Grenzregion zu Libyen und Sudan einschließlich des Gilf Kebir Nationalparks und Gebel Quenat. Im September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer zahlenmäßig großen, schwer bewaffneten, kriminellen Bande durch das Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad verschleppt. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten. Eine effektive Sicherung dieser unbewohnten weiten Region ist nicht zu gewährleisten. Dieser Sicherheitshinweis gilt nicht für besser gesicherte Reiseziele wie Abu Simbel, Assuan oder die zwischen Luxor und Siwah gelegenen Oasen.

In den letzten Jahren, zuletzt im Februar 2009, gab es in Ägypten Anschläge auf Hotels und Touristenziele. Die ägyptische Regierung unternimmt große Anstrengungen, um die Bevölkerung wie auch Touristen vor terroristischen Gewaltakten zu schützen. Landesweit ist eine hohe Polizeipräsenz vorhanden. Außerdem werden Touristenbusse und -züge durch Sicherheitskräfte begleitet. Alle Wegstrecken in Ägypten sind in regelmäßigen Abständen mit fest eingerichteten Kontrollposten versehen.

Reisen über Land

Im Nordsinai ist die Sicherheitslage weiterhin angespannt. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird in unregelmäßigen Abständen aus humanitären Gründen für wenige Stunden oder Tage geöffnet. Zwischen diesen Öffnungsterminen, die ad-hoc anberaumt werden, liegen in der Regel mehrere Wochen bis Monate. Zudem wird der Personenkreis, der die Grenze im Falle einer Öffnung passieren darf, ohne transparente Regeln festgelegt. Ein- und Ausreisen außerhalb dieser Öffnungstermine sind generell nicht möglich. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung der Grenzregion kommt es in der Gegend immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen. Es ist auch ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar. Von Reisen in die Nähe des Grenzgebietes wird daher abgeraten.

Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in entlegene Regionen sind genehmigungspflichtig.

Minengefahr

Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs- und Luftverkehr

Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards.

Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend.

Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter www.kairo.diplo.de


Allgemeine Reiseinformationen

Verhaltensregeln

Gastfreundschaft hat in Ägypten einen hohen Stellenwert. Zugleich ist es aber selbstverständlich und wird von allen Gästen des Landes erwartet, dass sie sich den Verhaltensregeln eines islamisch geprägten Landes anpassen und diese respektieren. Die Rücksichtnahme auf die Moralvorstellungen einer islamisch geprägten Gesellschaft beim Aufenthalt in Ägypten ist ein allgemein geltendes Gebot der Achtung, Höflichkeit und des gesunden Menschenverstandes(siehe auch unter Besondere strafrechtliche Bestimmungen).

Bei Aufenthalten außerhalb von Hotel- und Ferienanlagen, in Städten und bei Reisen über Land ist eine nicht körperbetonte, Arme und Beine bedeckende Kleidung angemessen.

Hinweise für Doppelstaater

Reisende (auch minderjährige Kinder), die neben der deutschen zugleich auch die ägyptische Staatsangehörigkeit besitzen (etwa durch Abstammung von einem ägyptischen Elternteil), werden entsprechend der allgemeinen internationalen Praxis in Ägypten ausschließlich als Ägypter behandelt. Personen mit einer solchen doppelten Staatsangehörigkeit unterliegen uneingeschränkt den ägyptischen Gesetzen, sobald sie sich in Ägypten aufhalten (u.a. Wehrpflicht, familienrechtliche Bestimmungen). Nach ägyptischem Recht dürfen minderjährige Kinder (unter 21 Jahren) ohne Zustimmung des (ägyptischen) Vaters nicht ausreisen. Konsularische Hilfe durch die deutsche Botschaft ist für diesen Personenkreis in aller Regel nicht möglich.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Hinweis

Kurzfristige Änderungen der nachfolgend aufgeführten Bestimmungen sind jederzeit möglich. Informieren Sie sich daher bitte bei den ägyptischen Auslandsvertretungen über den aktuellen Stand der Einreisebestimmungen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Das Visum wird gegen eine Gebühr von 22 Euro von der ägyptischen Botschaft in Berlin und den Generalkonsulaten in Frankfurt und Hamburg ausgestellt. Es kann auch bei Einreise nach Ägypten kostenpflichtig erworben werden.Diese Regelung gilt nicht für Inhaber von Dienst- und Diplomatenpässen; diese müssen ihr Visum frühzeitig bei den berufskonsularischen ägyptischen Auslandsvertretungen vor Einreise beantragen, andernfalls erfolgt Zurückweisung bei der Einreise.

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger ReisepassJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
PersonalausweisJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus. Es wird eine spezielle Einreisekarte ausgestellt. Hierzu muss ein Passfoto mitgebracht werden
Vorläufiger Personalausweisnein
Weitere Anmerkungennein
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
KinderreisepassJa (mit Foto) für Kinder unter 16 Jahre ? Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
ReisepassJa : Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
PersonalausweisJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus. Es wird eine spezielle Einreisekarte ausgestellt. Hierzu muss ein Passfoto mitgebracht werden
Vorläufiger Personalausweisnein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)

Nur Kinder ab 2. Lebensjahr mit Lichtbild

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja (mit Foto) für Kinder unter 16 Jahre ? Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Weitere AnmerkungenBesondere Auflagen sind bei einer Einreise aus Israel zu beachten.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Einreise aus Israel

Besondere Auflagen sind bei einer Einreise aus Israel zu beachten. Am Grenzübergang Taba/Eilat erhält man lediglich ein 14-tägiges Visum für die Sinai-Halbinsel.

Möchte man hingegen weitere Teile Ägyptens bereisen, ist das Visum zuvor in Deutschland oder im ägyptischen Generalkonsulat in Eilat (US-$ 15,00) zu erwerben.


Besondere Zollvorschriften

In Ägypten besteht wie in vielen anderen Ländern ein striktes Ausfuhrverbot u.a. für alle antiken Gegenstände sowie für eine Vielzahl von unter Natur- und Artenschutz stehenden Pflanzen und Tieren (z. B. Korallen), auch wenn diese scheinbar legal käuflich erworben wurden.

Die Wiederausfuhr von ägyptischen Altertümern, die von nach Ägypten einreisenden Ausländern mitgebracht werden, ist nicht gestattet, selbst wenn diese Gegenstände im Herkunftsland auf legalem Wege erworben wurden und dafür ein Nachweis erbracht werden kann.

Die Einfuhr von ägyptischer Währung nach Ägypten ist nur in begrenztem Umfang gestattet. Über die aktuellen Einfuhrgrenzen unterrichtet die ägyptische Botschaft in Berlin.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen (Gefängnis bis hin zur Todesstrafe in besonders schweren Fällen) geahndet.

Anders als in Deutschland sind in Ägypten Prostitution und Ehebruch strafbar. Darüber hinaus bestehen weit gefasste Tatbestände zum Schutz der Moral oder Religion, nach denen auch Homosexualität geahndet werden kann, zumal wenn sie offen gezeigt wird. Allerdings ist bisher kein Fall bekannt geworden, in dem ein ausländischer Tourist tatsächlich aufgrund dieser allgemeinen Bestimmungen strafrechtlich verfolgt wurde.

Weitere Hinweise und Empfehlungen sind auf der Homepage der Botschaft Kairo unter www.kairo.diplo.de zu finden.


Medizinische Hinweise

Medizinische Versorgung

In Kairo ist eine ausreichende Versorgung gewährleistet. Die medizinische Versorgung außerhalb Kairos hat sich in den letzten Jahren zwar deutlich verbessert, dennoch entspricht sie nach wie vor selbst in den Haupttouristenzentren oft nicht westeuropäischem Standard. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend zu empfehlen.

Alle Reisenden sollten sich rechtzeitig vor der Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten lassen, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten sowie aus Belize und Costa Rica vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A, Polio, Masern/Mumps/Röteln und Meningokokkenmeningitis, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, ggfs. Tollwut und Typhus.

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen kommen in Ägypten häufig vor. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich allerdings viele Durchfallerkrankungen vermeiden. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Obst und Gemüse vor dem Verzehr schälen oder desinfizieren.

Malaria und andere durch Insekten übertragbare Krankheiten

Ein geringes Malaria-Risiko kann saisonal im Gouvernement al-Fayyum bestehen, obwohl seit Jahren keine Fälle mehr gemeldet wurden. Im Übrigen gilt Ägypten als malariafrei.

Eine Chemoprophylaxe ist auch im Gouvernement al-Fayyum nicht notwendig. Allerdings ist insbesondere im Hinblick auf andere durch Insekten übertragbare Erkrankungen (z.B. West-Nile-Fieber, Leishmaniose, Filariose, Rift-Valley-Fieber) eine Expositionprophylaxe (Kleidung, Moskitonetz, Repellentien) ratsam.

Hepatitis C

Die Erkrankung ist extrem verbreitet. Übertragungsrisiko besteht insbesondere bei direktem Blutkontakt. In diesem Zusammenhang müssen auch Eingriffe bzw. Behandlungen wie Körperpiercing, Nadelstichtätowierungen, Rasuren oder Maniküre kritisch gesehen werden und sollten unterbleiben.

HIV/AIDS

Ist weltweit eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Auch wenn Ägypten zahlenmäßig bisher wenig von dieser Krankheit betroffen ist, sollte man diese Risiken auch hier meiden.

Vogelgrippe

Die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza) ist auch in Ägypten aufgetreten.  Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information ?Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe?.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Beim Baden im Süßwasser insbesondere Nildelta, Niltal, Nebenflüsse) besteht die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000


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Bahrain: Reise- und Sicherheitshinweise

Bahrain

Bahrain: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 17.02.2011)

Aktuelle Hinweise

Von nicht notwendigen Reisen nach Bahrain wird angesichts der aktuellen Zuspitzung der Lage abgeraten. 

In den vergangenen Tagen ist es in Bahrain zu teilweise gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Hierbei gab es Tote und Verletzte. Menschenansammlungen sollten daher weiträumig gemieden und den Weisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden Folge geleistet werden.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Angesichts der anhaltenden Spannungen in einigen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sollten Reisende in Bahrain in der Öffentlichkeit zurückhaltend auftreten, in ihrem Verhalten auf die religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen Rücksicht nehmen und sich von eventuellen Demonstrationen oder Protestveranstaltungen fernhalten.

Terrorismus

Trotz umfassender örtlicher Sicherheitsvorkehrungen können auch hier Gefährdungen durch terroristische Aktiviäten sowie Risiken nicht ausgeschlossen werden, die sich insbesondere aus möglichen Reaktionen von Teilen der Bevölkerung auf Ereignisse im und aus dem dichten Reiseverkehr mit Saudi-Arabien über die bestehende Landverbindung ergeben (siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise Saudi-Arabien).


Allgemeine Reiseinformationen

Während des Fastenmonats Ramadan ist mit größeren Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von allen Restaurants außerhalb der Hotels, auch allen Fastfoodrestaurants sowie allen Cafés, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten, ist es während des Fastenmonats in Bahrain auch Nichtmuslimen bzw. Ausländern untersagt, tagsüber in der Öffentlichkeit zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Generell empfohlen im Ramadan sind erhöhte Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle und Verhaltensweisen der Bevölkerung und die Respektierung islamischer Traditionen und Gebräuche.

Während des Trauermonats Muhharam (insbesondere an Ashura, im Jahr 2010 vom 14. bis 16. Dezember) ist ebenfalls Zurückhaltung geboten, vor allem als Zuschauer während der Trauerprozessionen.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger ReisepassJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere AnmerkungenBitte beachten Sie die Ausführungen  zu Visa (siehe unten)
Reisedokumente Kinder/Jugendliche 
KinderreisepassJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
ReisepassJa: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Weitere AnmerkungenBitte beachten Sie die Ausführungen zu Visa (siehe unten).

 

Visum

Deutsche Touristen erhalten ein Einreisevisum nach Vorlage eines mindestens 6 Monate gültigen Reisepasses gegen eine Gebühr in Höhe von ca. 10,- Euro für einen Aufenthaltszeitraum von max. 14 Tagen bei Ankunft am Flughafen.

Es besteht die Möglichkeit das Visum durch die örtliche Passbehörden ?General Directorate of Nationality, Passports & Residence? (GDNPR, Diplomatic Area, P.O. Box 331, Manama, Tel. +973-17 399707, Fax +973-17 532152) einmalig gebührenpflichtig um 14 Tage verlängern zu lassen. Die Verlängerung bedarf allerdings der Zustimmung eines einheimischen Sponsors (Hotelbestätigungen werden u.a. akzeptiert).

Visa berechtigen zur einmaligen Einreise.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, Visa bereits vor Einreise elektronisch zu erwerben. Weitere Informationen zum eVisa sind unter www.evisa.gov.bh abrufbar - eVisa werden für einen Gültigkeitszeitraum von 30 Tagen ausgestellt, berechtigen allerdings ebenfalls nur zu einem Aufenthalt von max. 14 Tagen mit gebührenpflichtiger Verlängerungsoption.

Ein längerfristiger Aufenthaltstitel ( i.d.R. sog. ?sponsored visa?) wird vom GDNPR erteilt, sofern eine Bürgschaft einer Einzelperson bzw. des Arbeitgebers vorgelegt wird. Gelegentlich wird der Reisepass während der Dauer des Aufenthalts von Arbeitgebern einbehalten.

Journalistenvisa werden gebührenfrei erteilt. Sie sind vor Einreise über das Informationsministerium, Abteilung Visa/ Programmvorbereitung zu beschaffen. Für Journalisten sind örtliche Zensurbestimmungen zu beachten. Vor Einreise von Journalisten empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit der Botschaft, die ggf. bei der Visumbeschaffung unterstützend tätig werden kann. Es wird davon abgeraten, dass Journalisten mit einem nicht dem Aufenthaltszweck entsprechenden Visum (z.B. touristisches Visum) einreisen.

Eine Registrierung vor Ort bei Kurzaufenthalten ist nicht erforderlich.

Sofern sich visapflichtige Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel in Bahrain aufhalten, wird im Regelfall zunächst die Ausreise verweigert. Die Einwanderungsbehörde verhängt in diesem Fall vor Erteilung einer Ausreisegenehmigung eine Geldbuße, deren Höhe im Ermessen des Richters steht sowie im Regelfall vom Zeitraum des unerlaubten Aufenthalts abhängt. Mitunter ist mit empfindlichen Geldstrafen zu rechnen.

Sonstiges

Nicht-deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland sollten sich betreffend der Einreiseformalitäten unbedingt vor Einreise mit der Botschaft des Königreichs Bahrain in Berlin in Verbindung setzen:

Botschaft des Königreichs Bahrain
Klingelhöfer Straße 7
10785 Berlin
Telefon 030-86 87 77 77
Fax 030-86 87 77 88
http://www.bahrain-embassy.de
Telfon 030-86 87 77 99 (Konsularabteilung)

Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird.


Besondere Zollvorschriften

Für die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung bestehen keine Beschränkungen. Die Einfuhr jeder Art von pornographischem Material, Waffen und Drogen ist verboten.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogenbesitz wird hart bestraft. Es ist verboten, militärische Einrichtungen zu fotografieren. Sowohl Prostitution als auch Homosexualität sind in Bahrain strafbar.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (z. B. Aufenthalt in ländlichen Gebieten) kann Impfschutz auch gegen Typhus sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollten diese und andere Fragen entschieden werden.

HIV / Aids

ist weltweit ein Problem. Die bekannten Risiken sollte man auch in Bahrain meiden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Manama genügt im Allgemeinen europäischen Ansprüchen. Die meisten Ärzte sprechen Englisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Tel.: (03018) 172000
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Tunesien: Reise- und Sicherheitshinweise

Tunesien

Tunesien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 16.02.2011)

Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise zu Tunesien

Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Tagen in weiten Teilen des Landes stabilisiert.

Reisen nach Tunesien sollten jedoch bis auf Weiteres auf die Hauptstadt Tunis und die Badeorte am Meer einschließlich Djerba beschränkt werden. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in andere Landesteile wird derzeit noch abgeraten. 

Die Hotelanlagen sollten nur im Rahmen organisierter Touren verlassen werden und Verhaltenshinweise der Reiseleiter beachtet werden. Touristen und Ausländer waren bisher nicht Ziel der Ausschreitungen; es muss aber mit erhöhter Kleinkriminalität gerechnet werden. Menschenansammlungen sollten weiterhin gemieden werden.

Die tunesische Regierung hat am 14. Januar 2011 den Ausnahmezustand ausgerufen, der weiterhin in Kraft ist. 

Das Auswärtige Amt rät ? wie in allen Ländern der Region ? unabhängig von der weiteren Lageentwicklung auch weiterhin bei Aufenthalten in Tunesien grundsätzlich zu erhöhter Aufmerksamkeit. Es weist insbesondere auf die Gefahren bei Reisen in die Sahara im Grenzgebiet zwischen Tunesien, Algerien und Libyen hin; besonders das weit südwestlich des Chott el Jerid an der algerischen Grenze gelegene Gebiet. Von Reisen in die von den tunesischen Behörden dort ausgewiesenen Sperrgebiete wird weiter dringend abgeraten.

Terrorismus

Die tunesische Regierung unternimmt weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um Touristen vor dem Risiko terroristischer Anschläge wie dem in Djerba (11.04.2002) zu schützen. Das Auswärtige Amt rät angesichts dennoch nie auszuschließender Terrorakte ? wie in allen Ländern der Region ? weiter zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere in der Nähe touristischer Anziehungspunkte und religiöser Kultstätten sowie an symbolträchtigen Daten, wie zum Beispiel hohen religiösen und anderen Feiertagen. 

Reisen über Land/ Entführungsrisiko

Im Süden und Südosten Tunesiens haben die tunesischen Behörden Sperrgebiete ausgewiesen, die nur nach vorheriger Genehmigung und mit lokaler Begleitung betreten werden dürfen. Die Sperrungen sollten in jedem Fall beachtet werden.  

Im Grenzgebiet zu Algerien und Libyen abseits der gängigen Touristengebiete im südlichen Sperrgebiet bestehen auch weiterhin erhebliche Entführungsrisiken. Besonders gefährdet sind Individualreisende, die dort auf dem Landweg unterwegs sind. Das Auswärtige Amt rät deshalb von Individualreisen in diese Gebiete eindringlich ab. Reisen sollten dort ausschließlich im Rahmen von Gruppenreisen erfolgen, die durch professionelle Veranstalter organisiert werden. 

Von Reisen in die Saharagebiete südlich von Es Sabria in Richtung El Borma wird dringend abgeraten. 

Das Auswärtige Amt weist Reisende, die eine Weiterreise nach Algerien beabsichtigen, nachdrücklich auf die Reise- und Sicherheitshinweise zu Algerien hin.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist in Tunesien relativ gering. Allerdings häufen sich gewalttätige Übergriffe auf Touristen. Ebenfalls sind die Zahlen der Beschaffungskriminalität für Drogenkonsum angestiegen. Bei Besuchen in Altstädten sowie in Bahnhöfen und Zügen ist Vorsicht vor Taschen- und Trickdiebstählen geboten und jeglichen Offerten und Bitten, auch in Hotels, mit gesunder Skepsis zu begegnen. Es ist gängige Praxis, dass in Hotels neben den offiziellen Vertragspartnern von Reiseveranstaltern auch private Agenturen Werbung für Ausflüge und Aktivitäten anbieten, die oft nicht die rechtliche Absicherung bieten und keiner Qualitätskontrolle unterliegen.

In letzter Zeit kam es auch in Tunesien zu den ersten Fällen von Geldkartenkriminalität. Die Karten wurden während des Bearbeitungsvorgangs am Automaten unbemerkt kopiert. Mit den kopierten Daten kann Zugriff auf das Konto des ursprünglichen Karteninhabers genommen werden und es kann insbesondere auch Geld abgehoben werden. Ebenso wurden Kreditkarten aus dem Hotel entwendet und nach Gebrauch unbemerkt zurückgelegt, so dass erst nach Rückkehr in Deutschland der Missbrauch auffiel.

Zentrale Rufnummerdienste für das Sperren von Kredit- und Geldkarten:

  • Sperren von Euroschecks und -karten: Tel.: 0049-1805/021.021 oder 0049-69/740.987
  • Sperren von American Express-Karten: Tel.: 0049-69/979.710.00
  • Sperren von Visa-Karten: Tel.: 0049-800/814.91.00
  • Sperren von Mastercard / Eurocard: Tel.: 0049-69/793.319.10
  • Sperren von Citicorp / Diners Club: Tel.: 0049-69/260.358

Allgemeine Reiseinformationen

Landeskundliche und touristische Informationen, aber auch allgemeine Auskünfte bezüglich Aufenthalts- und Zollfragen in Tunesien sind beim tunesischen Fremdenverkehrsamt erhältlich:

Office National du Tourisme Tunisien
1, Avenue Mohamed V
1001 Tunis
Tel: 00216-71.34.10.77
Email: info@tourismtunisia.com
Internet: www.tourismtunisia.com

Fremdenverkehrsamt Tunesien
Bockenheimer Anlage 2
60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069/ 1338350
Fax: 069/ 13383522
Internet: www.tunesien.info
e-mail: fvatunesien@aol.com

Geld/ Kreditkarten

Landeswährung ist der Tunesische Dinar (TD), Kurs: 1,- Euro = 1,890 TD (Stand: Januar 2010). Geld kann bei jeder größeren Bank während der üblichen Geschäftsstunden von Montag bis Freitag umgetauscht werden. Weitere Umtauschmöglichkeiten bestehen in den größeren Hotels. Geldumtausch auf der Strasse ist verboten. Geldabbuchungen am Automaten sind mit gängigen internationalen Kreditkarten (Mastercard, Visa, American Express) und auch mit der Euroscheck-/Maestro-Karte möglich.

Krankenversicherung

Für Tunesien empfiehlt sich der Abschluss einer für die beabsichtigte Aufenthaltsdauer gültige  Reisekrankenversicherung. Nur damit sind Kosten in privaten Kliniken und evtl. Rücktransporte abgesichert. Ein Auslandskrankenschein der gesetzlichen Krankenversicherung deckt nur die Kosten von staatlichen Krankenhäusern, die den Standards von Kliniken auf europäischen Niveau in aller Regel nicht entsprechen.

Verlust von Ausweispapieren

Bei Verlust oder Diebstahl des Passes kann die Botschaft einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland ausstellen. In Ausnahmefällen ist dies nach vorheriger Terminabsprache auch bei dem Honorarkonsul Dr. Anane auf Djerba möglich. Erforderlich sind 2 Lichtbilder und ein Identitätsnachweis (Führerschein u. ä.). Der Verlust oder Diebstahl ist bei der für den Verlustort zuständigen Polizeibehörde anzuzeigen. Die Bescheinigung der Polizeibehörde über die Anzeige ("attestation de perte ") ist der Botschaft vorzulegen und muss auch bei der Ausreise den tunesischen Grenzbeamten vorgelegt werden.

Eine Ausreise mit einem anderen Ausweispapier als dem bei der Einreise vorgelegten ist nicht möglich, bei einem Verlust ist in jedem Fall die Ausstellung eines Reiseausweises zu beantragen.

Der Verlust oder Diebstahl der Kfz-Papiere oder des Führerscheins ist umgehend bei der örtlich zuständigen tunesischen Polizeibehörde anzuzeigen. Für die Ausstellung und Übersendung von Zweitschriften durch die ausstellende Behörde in Deutschland ist mit einer Wartezeit von ca. 2 Monaten zu rechnen. Sollte das Auto wegen falschen Parkens abgeschleppt worden sein, so kann es gegen Entrichtung einer Gebühr von etwa 30 TD bei der "Fourrière" ausgelöst werden.

Es empfiehlt sich, eine Passkopie vor der Reise von einer deutschen Behörde beglaubigen zu lassen und bei einer während der Auslandsreise erreichbaren Kontaktperson zu hinterlegen.

Sonstiges

Von Tunesien aus telefoniert man nach Deutschland mit der Vorwahl "0049", anschließend die Vorwahl der deutschen Stadt ohne "0" eingeben. Die Telefongebühr beträgt gegenwärtig ca. 0,650 TD pro Minute und erfährt in Hotels gewöhnlich einen zusätzlichen Aufschlag.

Täglich gibt es eine deutschsprachige Rundfunksendung von "RTCI - Radio Tunis Chaîne Internationale" von 15:30 bis 16:00 Uhr auf UKW 98,2 MHz. "Deutsche Welle" wird auf Kurzwelle 6.075 KHz und 13.780 KHz gesendet. Per Satellit können  nahezu alle deutschen Fernsehprogramme empfangen werden.

Für den Erwerb von Teppichen wird angeraten, sich ausschließlich an die von dem tunesischen Tourismusbüro ONTT empfohlenen Geschäfte zu wenden. Auf eine detaillierte Warenbeschreibung im Kaufvertrag sollte unbedingt Wert gelegt werden. Es ist empfehlenswert, Fotos von der bestellten Ware zu fertigen. Zum Schutz des Käufers empfiehlt sich die Bezahlung per Nachnahme bei Warenlieferung in Deutschland.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Zur Einreise wird im Normalfall ein Reisepass benötigt, der noch mindestens sechs Monate lang gültig sein muss.

Der deutsche Kinderreisepass wird anerkannt. Der Eintrag von Kindern in den Reisepass eines Elternteils ist (mit Lichtbild) grundsätzlich ausreichend. Es wird jedoch die Vorlage eines Kinderreisepasses oder eigenen Reisepasses empfohlen. Auch der bisherige Kinderausweis mit Lichtbild wird noch akzeptiert.

Von der Vorlagepflicht eines Reisepasses kann bei der Einreise von Pauschaltouristen auf dem Luftweg abgesehen werden, wenn der deutsche Reisende stattdessen einen Personalausweis und Buchungsunterlagen zu einer Pauschalreise mit sich führt (Hin- und Rückflugticket zuzügl. Hotelvoucher für die Dauer des vorgesehenen Aufenthalts).

Der Personalausweis muss noch mindestens sechs Monate lang gültig sein.

Alleinreisende Minderjährige sollten eine beglaubigte Vollmacht der / des Sorgeberechtigten mit sich führen.

Visum

Die vorherige Einholung eines Visums ist nicht erforderlich. Nach der Einreise können sich deutsche Staatsangehörige bis zu drei Monaten in Tunesien visumfrei aufhalten. Der von den tunesischen Grenzbehörden ausgegebene Einreisenachweis "Carte de visiteur non-résident" ist sorgfältig aufzuheben und bei Wiederausreise vorzulegen. Bei Überschreiten des dreimonatigen Aufenthalts wird eine Strafgebühr von 10,-TD pro Woche erhoben, die bei Ausreise (mittels Wertmarken) beglichen werden muss, sonst wird die Ausreise nicht gestattet.

Hinweise für Doppelstaater

Von Reisenden, die neben der deutschen auch die tunesische Staatsangehörigkeit besitzen, verlangen die tunesischen Behörden, dass sie sich mit einem tunesischen Reisepass ausweisen (Achtung: Die Rückgabe des tunesischen Passes an eine tunesische Auslandsvertretung aus Anlass der Einbürgerung in den deutschen Staatsverband führt nicht zum Verlust der tunesischen Staatsangehörigkeit).

Minderjährige (seit Juli 2010 auch nach tunesischem Recht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres), die nicht vom tunesischen Vater begleitet werden, bedürfen dessen schriftlicher Einverständniserklärung zum Verlassen des Landes (autorisation paternel, beglaubigt vom Gouvernorat in Tunesien oder einer tunesischen Vertretung in Deutschland). Bitte beachten Sie, dass allein ein tunesischer Familienname in einem deutschen Kinderreisepass die tunesischen Behörden vermuten lässt, dass das Kind auch die tunesische Staatsangehörigkeit durch einen tunesischen Vater besitzt und die Ausreise aus Tunesien auch vom schriftlichen Einverständnis des Vaters abhängig gemacht wird.

Einreise mit Kfz

Bei der Einreise mit einem Kfz wird eine Verkehrserlaubnis für das Fahrzeug von drei Monaten erteilt und die Fahrzeugdaten werden in den Reisepass des Halters eingetragen, da ein Verkauf des Fahrzeugs in Tunesien nicht ohne Zollentrichtung stattfinden darf. Bei der Ausreise mit Fahrzeug wird die Eintragung wieder gelöscht.

Im Straßenverkehr ist wegen erhöhter Unfallgefahr defensive Fahrweise und besondere Vorsicht geboten.

Um Schwierigkeiten bei den Grenzübergängen zu vermeiden, wird im Fall eines Gebrauchtwagenkaufs empfohlen, beim zuständigen Straßenverkehrsamt die aktuellen Angaben zum Halter in den Fahrzeugpapieren nachtragen zu lassen. Sollte das Fahrzeug nach einem Unfall total beschädigt sein, muss von der örtlichen Polizei- oder Zollbehörde eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt werden, damit man das Land ohne das Fahrzeug verlassen kann. Der ADAC kann fahruntüchtige Fahrzeuge zurückholen.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

In Tunesien gelten sehr strenge Devisenbestimmungen. Dinarbeträge dürfen weder ein- noch ausgeführt werden. Devisen müssen bei der Einreise unbedingt deklariert werden, soweit der Gegenwert 5.000 TD übersteigt. Die Einfuhrerklärung muss sorgfältig aufbewahrt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass bei der Wiederausreise diese Mittel beschlagnahmt werden und eine Geldstrafe verhängt wird. Bei der Ausreise müssen Devisen mündlich angegeben werden. Devisengeschäfte sind nach tunesischem Recht nicht statthaft.

Die tunesischen Zollbehörden sind sehr streng, es sollte unbedingt auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet werden. Für genauere Auskünfte sollten vor der Einreise entweder die konsularischen Vertretungen Tunesiens in Deutschland oder die deutsche Botschaft in Tunis kontaktiert werden. Für größere Geldbeträge empfiehlt es sich, vor der Einreise nach Tunesien die Möglichkeit der Einrichtung eines sog. ?Ausländerkontos? in Betracht zu ziehen, damit die Geldmittel nicht in bar mitgeführt werden müssen.

Vor der Einfuhr eines Kfz für länger als 3 Monate sollte unbedingt vorab Kontakt mit den zuständigen tunesischen Auslandsvertretungen in Deutschland aufgenommen werden. Die Einfuhr eines Kfz, das älter als 3 Jahre ist, ist für einen längeren Zeitraum nach tunesischen Vorschriften nicht möglich.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Der Besitz schon kleinster Mengen Rauschgiftes, auch von weniger als einem Gramm, wird in Tunesien mit mindestens 1 Jahr Haft und Geldstrafe geahndet. Insgesamt kann sich das Strafmaß für Drogendelikte auf bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe belaufen. Der Besitz von Waffen (Feuerwaffen, Hieb- und Stichwaffen) ist untersagt. Homosexuelle Handlungen sind in Tunesien strafbar.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein.

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A, Polio und ggfs. Masern/Mumps/Röteln, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

HIV/AIDS

ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Tunesien vor. Die bekannten Risiken sollten wie überall gemieden werden.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria und andere durch Insekten übertragene Erkrankungen

Tunesien gilt als malariafrei! Da aber einige andere durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten vorkommen (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber, West-Nile-Fieber), sollte Insektenschutz beachtet werden (z. B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung).

Weitere Infektionskrankheiten

Die Gefahr der Übertragung einer Bilharziose besteht herdförmig in Gafsa und Schott Djerit beim Baden im Süßwasser.

Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, sind aber insgesamt selten.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist zumindest in Tunis gut, z. T. sehr gut. Außerhalb der Hauptstadt ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen. Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung (obwohl ein Sozialversicherungsabkommen besteht) mit Rückholoption im Notfall dringend empfehlenswert.

Insbesondere wenn Sie Vorerkrankungen haben, sollten Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten lassen, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Tel.: (03018) 172000
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Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Indien

Indien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 16.02.2011)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus / Reisen über Land

Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in verschiedenen Städten angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten, öffentlichen Plätzen und großen Menschenansammlungen sowie Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere auch im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen.

Im Jahr 2008 waren u.a. die Städte Mumbai, Jaipur (Rajasthan), Bangalore (Karnataka), Ahmedabad (Gujarat) und die Hauptstadt New Delhi von schweren Anschlägen betroffen. Dabei stachen insbesondere die Anschläge von Mumbai (26. bis 29. November 2008) hervor, die über 160 Todesopfer sowie rd. 300 Verletzte forderten. Sie richteten sich erstmals gezielt auch gegen verschiedene von ausländischen Touristen und Geschäftsleuten aufgesuchte Hotels, Restaurants sowie den Bahnhof von Mumbai. Am 13. Februar 2010 gab es in Pune in einem auch von zahlreichen Ausländern besuchten Café einen Bombenanschlag, dem mehrere Menschen zum Opfer fielen. Im Dezember 2010 wurde bei einem Bombenanschlag in Varanasi ein Mensch getötet und zahlreiche Personen, darunter auch Ausländer, verletzt. Die Anschläge bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten. 

In den Bundesstaaten West-Bengalen, Jharkhand und Chattisgarh wurden mehrere Anschläge auf Reisezüge verübt, zuletzt am 28. Mai 2010 mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten. Weitere Sabotageakte und Anschläge auf das öffentliche Eisenbahnnetz, besonders in den genannten Bundesstaaten, können nicht ausgeschlossen werden. 

Das allgemeine kriminelle Risiko für Ausländer in den touristisch stärker erschlossenen Gegenden Indiens ist eher gering. Reisende, insbesondere Frauen, sollten sich jedoch auch dort stets von Vorsicht leiten lassen.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir

  • Landesteile Jammu und Kaschmir

    Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird von Reisen in die Landesteile Jammu und Kaschmir abgeraten.

    Gewalttätige Auseinandersetzungen in den letzten Tagen und Wochen im Landesteil Kaschmir haben zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert.

    Sowohl in den Städten Srinagar als auch in Jammu ist es zu Bombenattentaten insbesondere an öffentlichen Plätzen gekommen. Weitere gewalttätige Auseinandersetzungen, vor allem im Landesteil Kaschmir, sind nicht auszuschließen. Im Landesteil Jammu hat sich die Lage nach gewaltsamen Protesten beruhigt; auch dort besteht aber weiterhin die Gefahr neuer Unruhen. 

  • Landesteil Ladakh
    In Ladakh sind nach der Flutkatastrophe vom 5./6. August 2010 Teile der Infrastruktur nicht vollständig instand gesetzt. Einige Trekking-Routen sind nicht sicher passierbar. Trekkern wird daher dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauenswürdigen und ortskundigen Führern beraten zu lassen.

Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten.

Nordosten

Von Reisen nach Manipur wird angesichts der dort herrschenden schlechten Sicherheitslage abgeraten. Bei Reisen in die anderen Bundesstaaten sollten sich Reisende nur auf sicherheitsbewusste, zuverlässige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Geschäftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten.

Kriminelle Bandentätigkeit ? Raub, Entführung ? die sich gegen wohlhabende Einzelpersonen und Unternehmen richtet, sowie militante Gruppierungen sind dort nach wie vor präsent.

In Darjeeling und Umgebung kann es gelegentlich zu kurzfristig ausgerufenen Streiks und Demonstrationen sowie vereinzelt auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Dabei kommt die von Touristen in Anspruch genommene Infrastruktur zum Erliegen. Touristen sind nicht Ziel der Streiks und Auseinandersetzungen, wurden aber wiederholt kurzfristig zum Verlassen ihres Urlaubsortes aufgefordert. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Betroffen sind primär die Gebirgsorte Darjeeling, Kurseong und Kalimpong, sowie im Tal der Zufahrtsort Siliguri und möglicherweise auch der nahe gelegene Flughafen Bagdogra sowie jüngst Sipchu/Dooars. Es wird empfohlen, kurz vor einer geplanten Reise in dieses Gebiet Informationen vom lokalen Reiseveranstalter oder der gebuchten Unterkunft einzuholen.

Die Bundesstaaten Bihar, West-Bengalen, Jharkand, Orissa, Chattisgarh, Maharashtra (äußerster Osten) und Andhra Pradesh verzeichnen - insbesondere in ländlichen Gebieten - bewaffnete Aktivitäten der militant-sozialrevolutionären maoistischen Bewegung der Naxaliten, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Ausübung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivitäten richteten sich bislang nicht gegen Ausländer. Gleichwohl wird dringend geraten, vor Reisen in ländliche Gebiete dieser Bundesstaaten Informationen über die Sicherheitslage einzuholen.

Andere Regionen

Besondere Reisegenehmigungen werden u.a. für Sikkim, Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram wie auch für die Inselgruppe der Andamanen (Andaman Islands) benötigt. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist für Touristen nicht zugänglich.


Allgemeine Reiseinformationen

Die Lektüre einschlägiger Reiseführer mit spezifischen Verhaltensempfehlungen und der Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu möglichen Risiken für Reisende wird empfohlen.

Bei "Trekking"-Touren sollte unbedingt sichergestellt werden, dass ausreichend starke Funkgeräte mitgeführt werden, da anderenfalls in Notfällen eine rechtzeitige Einleitung von Rettungsaktionen nicht sichergestellt ist.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa mit Visum
Vorläufiger ReisepassJa mit Visum
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere AnmerkungenEs ist dringend zu empfehlen, sich vor der Reise bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung rückzuversichern
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
KinderreisepassJa mit Foto und mit Visum
ReisepassJa mit Visum
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Nach Kenntnis des Auswärtigen Amts? ja? mit Visum. Es ist dringend zu empfehlen, sich vor der Reise bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung rückzuversichern.
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Nach Kenntnis des Auswärtigen Amts ?ja? mit Foto und mit Visum. Es ist dringend zu empfehlen, sich vor der Reise bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung rückzuversichern.
Weitere Anmerkungen-

Visum

Visa sind bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen, Antragstellungen an der Grenze oder am Flughafen sind nicht möglich.

Touristenvisa werden grundsätzlich mit einer Gültigkeitsdauer von 6 Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei mehrmalige Einreisen möglich sind (multiple entry visa). Jedoch kann nach erfolgter Ausreise aus Indien eine erneute Einreise grundsätzlich erst nach zwei Monaten erfolgen.

Eine Verlängerung der Gültigkeit des Touristenvisums in Indien selbst durch das zuständige örtliche Foreigners? Regional Registration Office (FRRO) erfolgt nur in begründeten Ausnahmefällen, wie z.B. ernsthafte Erkrankung am Urlaubsort u.ä. Bei einem beabsichtigten Aufenthalt von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z.B. Arbeitsvisum) aufgeführt ist, besteht eine Registrierungspflicht beim District Foreigners Registration Office bzw. beim Foreigners Regional Registration Office, welche innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden muss. Außerdem ist bei einem Aufenthalt von mehr als 180 Tagen eine Tax Clearance vor der Abreise notwendig.

Auf der Website des indischen Innenministeriums sind nähere Angaben zum Thema Touristen- und Arbeitsvisa (FAQ Tourist Visa und FAQ Employment Visa) zu finden, siehe www.mha.nic.in und www.immigrationindia.nic.in

Reisende, die nicht innerhalb der Gültigkeit des Visums ausreisen, müssen mit einer Haftstrafe und mehrjährigem Einreiseverbot rechnen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Es wird daher empfohlen, vor einer geplanten Reise, bei der zuständigen indischen Auslandsvertretungen Auskünfte über die gültigen Einreisebestimmungen einzuholen.


Besondere Zollvorschriften

Devisen ab einem Betrag von 5000 USD (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenstände (z.B. Videokameras) müssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldmünzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausländer indischer Abstammung (NIO) können bis zu 10 kg Gold einführen, Höhe der Zollabgaben 250 IRS per Gramm. Voraussetzung ist eine Mindestaufenthalt im Ausland von 6 Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. INR 5000,- gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von geschützten Tierhäuten und Pflanzen ist verboten; Verstöße werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Der Besitz von - selbst kleinster Mengen - Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso für die Ausfuhr von geschützten Tierhäuten und Pflanzen.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien ? ohne gültigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis ? kann mit langen Haftstrafen geahndet werden.


Medizinische Hinweise

Im Sommer 2010 kam es in Relation zum Vorjahr zu einem vergleichsweise hohen Anstieg von Dengue- und Malariainfektionen in Indien. Nach der Monsunzeit stagnieren die Erkrankungszahlen bzw. erreichen das übliche Niveau. Dennoch empfiehlt das Auswärtige Amt, auf einen sorgfältigen Mückenschutz zu achten (lange, helle Kleidung, Repellentien, Moskitonetze, ?).

Im Bundesstaat Uttar Pradesh kommt es unter der einheimischen Bevölkerung immer wieder zu einer Häufung von Todesfällen im Zusammenhang mit Fieber. Ob es sich dabei um einen besonders aggressiven Verlauf von Dengue-Erkrankungen handelt, ist noch ungeklärt. Auch hier ist ein besonders sorgfältiger Mückenschutz empfohlen.

Impfschutz

Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus allen Ländern mit endemischen Gebieten - sowie aus Trinidad und Tobago - vorgeschrieben, ausgenommen sind Kinder unter 6 Monate. Eine Gelbfieberimpfung kann gelegentlich auch bei Einreise aus südafrikanischen Ländern (z.B. Simbawe) verlangt werden, die laut WHO nicht zu den endemischen Gebieten gehören, siehe auch www.who.int

Bei der Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer  Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) sowie gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die einmalige Masern-Impfung für alle Menschen jünger Jahrgang 1970, die keine oder nur eine Masernimpfung dokumentiert haben. Frauen im gebärfähigen Alter sollten bei unklarem Impfstatus zweimal gegen Masern (als MMR-Impfung) geimpft sein. Eine Immunglobulingabe ist für Gefährdete mit hohem Komplikationsrisiko und Schwangere zu erwägen.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut, Typhus und Japanische Encephalitis empfohlen.

Dengue

Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Ein Übertragungsrisiko besteht ganzjährig, besonders während der Monsunzeit. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen einschließlich möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

Chikungunya

Diese Viruserkrankung wird ebenfalls von Mücken übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenk- und Muskelschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen, da bei diesen Gruppen auch über mögliche Todesfälle diskutiert wird.

Malaria

Angesichts einer wiederholten Häufung von Malariafällen bei Rückkehrern/ Touristen aus Goa (insbesondere Nord-Goa) wird auf dieses Risiko besonders hingewiesen: Auf sorgfältigen Schutz vor Stechmücken in den Abend- und Nachtstunden ist in jedem Fall zu achten. Bei Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen (rasche Labordiagnose, ggf. rasche Therapie ist notwendig ). Eine generelle medikamentöse Malariaprophylaxe wird derzeit nicht empfohlen, kann aber im Einzelfall sinnvoll sein. Eine entsprechende tropen- bzw. reisemedizinische Beratung ist daher vor der Reise dringend zu empfehlen.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Unbehandelt kann die gefährliche Malaria tropica tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Malaria tritt ganzjährig mit saisonalen Schwankungen auf.

Das Malariarisiko ist im Tiefland der nordöstlichen Bundesstaaten hoch, ein mittleres Risiko (verstärkt in der Regenzeit) besteht in den meisten ländlichen Regionen der zentralen Landesteile bis in den Norden der nepalesischen Grenze, ein geringes Risiko besteht (verstärkt in der Regenzeit) im Süden und Osten von Tamil Nadu, Kerala, Teilen von Uttar Pradesh, den Andamanen und Nikobaren. Höhenlagen oberhalb 2000 m sind fast immer malariafrei.

Auch in den Stadtgebieten ist mit einem - dort geringen - Risiko in der Regenzeit zu rechnen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen ( lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber ( Dengue, Chikungunya) und in den Abendstunden und nachts ( Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz schlafen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Teilweise auch schwere Durchfallerkrankungen bei Indien-Reisenden häufig. Sie sind in den meisten Fällen vermeidbar durch Beachtung einfacher Regeln (s.u.).

Immer wieder kommt es zu Choleraausbrüchen in verschiedenen Landesteilen. Cholera gehört für alle diejenigen zu den Alltagsgefahren in Indien, die aus verschiedenen Gründen (z.B. Armut, Unwissenheit) auf Basishygiene, insbesondere Trinkwasserhygiene, ganz oder teilweise verzichten müssen. Reisende sollten diese hygienischen Maßnahmen ganz besonders beachten. Eine Choleraimpfung für Touristen ist bei üblicher Hygiene nicht sinnvoll.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes bzw. desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder desinfizieren. Halten Sie Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.

HIV/ AIDS

Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/ AIDS- Infektion. Die HIV-Infektionsrate in Indien ist sehr hoch. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Andere Infektionskrankheiten

Japanische Encephalitis

Die meisten Fälle dieser durch besonders nachtaktive Moskitos übertragenden Virusinfektion des Gehirns treten endemisch in fast allen ländlichen und suburbanen Gebieten (mit Ausnahme der höher gelegenen Regionen im NW) auf. Mückenschutz (siehe Malaria ) und Impfung sind wirksame Prophylaxemaßnahmen.

Tollwut

Indien hat nach Schätzung der WHO mit wohl weit über 30 000 Todesfällen jährlich zusammen mit China die höchsten Fallzahlen der Welt. Ein prophylaktischer Impfschutz (drei Impfungen) von Reisenden, insbesondere Kindern, ist generell empfohlen, vor allem bei vorhersehbarem Risiko. Für Trekkingreisende ist die Tollwutimpfung besonders wichtig.

Generell gilt: (1) Tollwut ist eine 100 % tödliche Erkrankung. (2) Nie ist ein ordnungsgemäß Geimpfter an Tollwut gestorben.

Sonstige Gesundheitsgefahren

Höhenkrankheit

Sie ist eine durch zu raschen Aufstieg (zu rasch heißt: mehr als hundert Meter pro Tag!) bzw. unmittelbaren Anflug auf Höhen über 2000 m ausgelöste, gefährliche Störung verschiedener Organe wie Gehirn, Lunge, Niere. Die Erkrankung kann auch gut Trainierte und Gesunde treffen sowie Personen, die früher große Höhen trotz schnellen Aufstiegs gut vertragen haben. Todesfälle sind im Himalaja leider nicht selten und immer ausgelöst durch höhentaktische Fehler. Rettung besteht in raschem Abstieg, der oft nicht möglich ist. Eingehende Beratung durch den Facharzt vor der Reise hierzu ist sehr sinnvoll. Prophylaktische Medikamente sind in anderen Ländern (nicht in Deutschland) zugelassen, bergen aber ebenfalls Risiken.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist mit Europa teilweise nicht zu vergleichen und ist vielfach - besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten - technisch, apparativ und hygienisch noch problematisch. In den Großstädten ist die medizinische Versorgungslage deutlich besser und entspricht häufig internationalen Standards. Die Vorgehensweisen sind allerdings für Ausländer oft schwierig zu verstehen. Sprach- bzw. Verständigungsprobleme auch mit dem Arzt sind häufig. Privatklinik-Ketten bieten sauberen ?full service?, ein Kontrollsystem hinsichtlich Normen, Standards und zertifizierten Abläufen sowie das Konsiliarsystem ist aber auch dort nicht oder nicht flächendeckend gegeben. Medizinische Eingriffe in Indien durchführen zu lassen (Medizintourismus) erfordert vorab erhebliche Anstrengungen vom Betroffenen, um besonders die medizinisch-fachliche Qualität abzusichern und Risiken zu vermeiden. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringlich empfohlen. Da überall nur nach Vorkasse behandelt wird und Versicherungen u.U. erst nach Monaten zahlen, ist eine belastbare Kreditkarte eine ganz wesentliche gesundheitliche Vorsorge für jede Indienreise. Das Medikamentenangebot in Indien ist gut. Am besten gelagert sind die Medikamente in den Krankenhausapotheken großer Privatkrankenhäuser. Spezifische eigene Medikamente sollten zur Sicherheit mitgenommen werden (nur in entsprechender Menge). Eine Bescheinigung über die Notwendigkeit dieser Medikamente durch den Hausarzt in Engl. Sprache sollte jeder/jede an der Grenze vorweisen können.

Eine deutschsprachige psychiatrische Versorgung gibt es in Indien nicht. Psychiatrische Erkrankungen von Ausländern / Europäern stellen die Reisefähigkeit ?ohne ein fachärztliches. Votum- zunächst grundsätzlich in Frage.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Indien durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle / einen Tropenmediziner / Reisemediziner persönlich beraten, beispielsweise www.dtg.org

Rücksprache mit dem zuständigen Krankenversicherungsträger vor Reisebeginn bzw. Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit einer ausreichenden Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unseren generellen Haftungsausschluss den folgenden Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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Australien: Reise- und Sicherheitshinweise

Australien

Australien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 15.02.2011)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Die australische Regierung geht davon aus, dass Australien ein potentielles Ziel von terroristischen Anschlägen ist. Die australische Regierung hat die Bevölkerung daher zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.


Allgemeine Reiseinformationen

Kriminalität

Hinsichtlich der allgemeinen Kriminalitätsbelastung ist Australien grundsätzlich ein sicheres Reiseland. Allerdings kommt es auch hier zu Diebstählen und Autoaufbrüchen, insbesondere an für Touristen attraktiven Plätzen. Handtaschen, Rucksäcke oder dergleichen sollten nicht unbeaufsichtigt, Wertgegenstände nicht im Auto zurück gelassen werden. Rucksacktouristen sollten sich besonders in Sammelunterkünften der Diebstahlsgefahr bewusst sein.

Naturkatastrophen

In den heißen Monaten des australischen Sommers treten regelmäßig Busch- und Waldbrände auf. In Verbindung mit starken Winden können sie bedrohliche Ausmaße annehmen. Besonders betroffen sind zumeist der Süden und Osten des Landes. Eine Gefahr für Reisende besteht jedoch nicht, solange sie den Sicherheitshinweisen von Polizei und Feuerwehr Folge leisten. Die Lage in den Nationalparks wird von den staatlichen Rangern überwacht. Sie sind über die jeweiligen Tourismusbüros erreichbar und können Hinweise zu möglichen Gefährdungssituationen geben.

In Australien gibt es regelmäßig starke Gewitter und Platzregen. Bedingt durch über die Ufer tretende Flüsse sowie überlastete Regenwasser-Abflusskanäle kann es zu örtlichen Überschwemmungen kommen. Zyklone können in den australischen Sommermonaten bisweilen die nördlichen Landesteile heimsuchen

Bei größeren Naturkatastrophen kann eine Übersicht über die Notrufnummern auf folgender Website abgerufen werden: www.whitepagescommunity.com.au/public-service-announcements

Tockenheit

In Teilen Australiens gibt es aufgrund fehlenden Niederschlags Restriktionen bei der Nutzung von Trinkwasser. Zwar sind für Reisende in der Regel keine drastischen Auswirkungen zu erwarten, dennoch sollte überall in Australien verantwortungsbewusst mit Trinkwasser umgegangen werden.

Reisen ins Outback

Es wird dringend empfohlen, ausreichend Trinkwasser mitzunehmen, um Dehydrierung vorzubeugen. Es wird geraten, ein Satellitentelefon mitzunehmen bzw. beim Tourveranstalter nachzufragen, ob ein Satellitentelefon für Notfälle verfügbar ist. Außerhalb der Ballungsräume sind Probleme bei der Mobilfunknutzung zu erwarten, und medizinische Versorgung ist unter Umständen erst nach mehreren Stunden verfügbar.

Touristen, die abgelegene Strecken im Outback befahren wollen, wird empfohlen, sich und ihre geplante Reiseroute bei den örtlichen Behörden zu registrieren. Die Registrierung kann meist bei der Polizei erfolgen, teilweise auch in Tankstellen oder Geschäften. Sie ermöglicht es den Behörden, in Notfällen schneller reagieren zu können.

Erreichbarkeit

Die insgesamt sehr dünne Besiedelung Australiens bringt es mit sich, dass das Mobilfunknetz nur wenig ausgebaut ist. Die in Australien vielfach vorherrschende Hügellandschaft schränkt die Reichweite des Mobilfunknetzes zusätzlich ein. Außerhalb größerer Städte bzw. abseits der wichtigen Verkehrsachsen ist daher davon auszugehen, dass es keinen oder nur sporadischen Mobilfunkempfang gibt. Dies gilt auch für Buschwanderungen in Nationalparks und auch in der unmittelbaren Nähe größerer Städte oder Ballungsräume.

Reisende in Australien und deren Angehörige sollten sich bewusst sein, dass sie aus diesen Gründen u.U. längere Zeit nicht auf dem Handy erreichbar sein können. Um unnötige Besorgnis bei Angehörigen und daraus resultierende Suchaktionen von vornherein zu vermeiden, wird Reisenden geraten, ihren Kontaktpersonen in Deutschland die Reisepläne vorab - und ggf. auch regelmäßig während der Reise - mitzuteilen und auf die möglicherweise schwierige Erreichbarkeit hinzuweisen.

Reisen über Land/ Verkehr

In Australien herrscht Linksverkehr. Autofahrer sollten sich sorgfältig über die australischen Verkehrsregeln informieren. Je nach Bundesstaat gilt ein Tempolimit von 50-60 km/h innerhalb und 100-110 km/h außerhalb von Ortschaften. Verstöße werden mit hohen Geldbußen geahndet. Für vorübergehende Aufenthalte in Australien (z.B. Touristen, Studenten etc.) gilt der deutsche Führerschein zusammen mit dem internationalen Führerschein oder einer amtlich beglaubigten (!) englischen Übersetzung. Führerscheinübersetzungen sind gegen Gebühr bei den deutschen Auslandsvertretungen erhältlich. Die Adressen finden Sie in der Navigation links unter "deutsche Vertretungen". Bei dauerhaftem Aufenthalt in Australien muss grundsätzlich ein australischer Führerschein erworben werden. Weitere Informationen hierzu erteilen ebenfalls die deutschen Auslandsvertretungen.

Rauchen

Das Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, Transportmitteln, Einkaufszentren und Restaurants nicht gestattet.

Währung

Landeswährung ist der australische Dollar (AUD). 100 AUD entsprechen derzeit etwa 74,92 EUR.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa: Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts
Vorläufiger ReisepassJa: Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere AnmerkungenZu beachten ist, dass bei einem Zwischenaufenthalt in einem asiatischen Land oft eine Mindestgültigkeit des Passes von 6 Monaten vorgeschrieben ist.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche 
KinderreisepassJa: Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts
ReisepassJa: Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Ja: Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja: Gültigkeit für die gesamte Dauer des Aufenthalts
Weitere AnmerkungenZu beachten ist, dass bei einem Zwischenaufenthalt in einem asiatischen Land oft eine Mindestgültigkeit des Passes von 6 Monaten vorgeschrieben ist.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen - ebenso wie die Staatsangehörigen aller anderen Staaten - für die Einreise nach Australien ein Visum, das vor Reiseantritt eingeholt werden muss. Für Geschäftsreisende und Touristen aus Deutschland und den anderen EU-Mitgliedsländern gilt seit Ende Oktober 2008 ein neues Online-Verfahren ("eVisitor"), das das bisherige ETA-Verfahren ersetzt. Unter www.immi.gov.au  müssen in einem elektronischen Formular die Passdaten für alle mitreisenden Personen, auch für Kinder, und eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Die Reisenden werden dann per E-Mail benachrichtigt, ob sie als eVisitors einreisen dürfen. In den meisten Fällen erfolgt die Nachricht innerhalb von Minuten. Das eVisitor-Visum wird bei den Grenzübergängen und anderen Stellen elektronisch gespeichert und tritt an die Stelle eines vor der Reise einzuholenden Visumaufklebers oder Stempels im Pass. Das Visum ist 12 Monate gültig und berechtigt zu einem Aufenthalt von maximal 3 Monaten in Australien. Es wird von australischer Seite kostenlos erteilt, bei Beantragung über ein Reisebüro wird von diesem jedoch evtl. eine Bearbeitungsgebühr in Rechnung gestellt.


Besondere Zollvorschriften

Für bestimmte, nach Australien eingeführte Waren ist eine Einfuhr- und Verkaufssteuer zu entrichten.

Reisenden ist erlaubt, folgende Waren zoll- und verkaufssteuerfrei im Reiseverkehr nach Australien einzuführen:

  • 900,-- AUS-Dollar an Waren, ausschließlich Alkohol und Tabakwaren (450,-- AUS-Dollar für Reisende unter 18 Jahren); Geschenke, Souvenirs, elektronische Geräte, Parfum, Schmuck etc. werden hierauf angerechnet
  • 2.250 ml Alkohol (einschließlich Wein und Bier oder Spirituosen) für Reisende ab 18 Jahren
  • 250 Zigaretten oder 250 g Zigarren oder Tabakwaren, für Reisende ab 18 Jahren; eine geöffnete Packung mit 25 Zigaretten oder weniger ist zusätzlich erlaubt.

Familien (mit Kindern unter 18 Jahren), die gemeinsam reisen, können das erlaubte Kontingent zusammenlegen. Waren, die im Ausland oder vor der Abreise in Australien zoll- oder verkaufssteuerfrei (duty free/sales tax free) gekauft wurden, werden mitangerechnet, wenn der Zollfreibetrag errechnet wird.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Australien hat ein strenges Quarantäneregime, dessen Durchsetzung (sorgfältige Kontrollen bei der Einreise) mit Nachdruck betrieben wird und deshalb strikt eingehalten werden sollte. Alle Nahrungsmittel, Pflanzen- und Tierprodukte müssen auf der Passagier-Einreisekarte (Incoming Passenger Card) angegeben werden. Diese werden dann von einem Quarantänebeamten am roten Abfertigungsschalter in der Flughalle untersucht und möglicherweise eingezogen. Werden Gegenstände, die den Quarantänebestimmungen unterliegen, nicht deklariert, können empfindliche Strafen verhängt werden. Die Ein- und Ausfuhr von vielen, insbesondere bedrohten Tier- und Pflanzenarten oder daraus angefertigten Gütern beziehungsweise Souvenirs ist streng reguliert. Illegale Ein- oder Ausfuhren ohne Genehmigung werden mit harten Strafen, zum Teil längeren Freiheitsstrafen, geahndet. Gleiches gilt zum Beispiel auch für historisch oder kulturell bedeutsame Bücher, Dokumente, Münzen und Aboriginal-Kunstgegenstände. Käufer sollten sich daher vor Erwerb und Ausfuhr entsprechend sorgfältig bei den zuständigen australischen beziehungsweise deutschen Zollbehörden informieren.


Medizinische Hinweise

Der Zustand des australischen Gesundheitswesens ist generell gut. Jedoch muss, unter Umständen auch in Notfällen, mit Wartezeiten für Behandlungen gerechnet werden. Medikamente, die aus Deutschland mitgebracht werden, müssen bei der Ankunft deklariert werden. Über sonstige medizinische Vorbeugemaßnahmen, Verhaltensregeln, ansteckende Krankheiten und anderes sollten Reisende sich rechtzeitig vor Reiseantritt bei einem Arzt Ihres Vertrauens informieren.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000


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Uganda: Reise- und Sicherheitshinweise

Uganda

Uganda: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 15.02.2011)

Aktuelle Hinweise

Am 18. Februar 2011 finden in Uganda Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Mit Verkündung des Endergebnisses ist am frühen Abend des 20. Februar 1011 zu rechnen. Bis Mitte März werden darüber hinaus zahlreiche Wahlen auf unterschiedlicher Ebene folgen. 

Wenn auch der bisherige Wahlkampf ohne nennenswerte Störungen bzw. Zwischenfälle verlaufen ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Kritisch dürfte insbesondere die Zeit nach Verkündung des Wahlergebnisses sein. Brennpunkte möglicher Auseinandersetzungen sind erfahrungsgemäß die Innenbezirke Kampalas und der übrigen größeren Städte des Landes. Auch sind sporadische Auseinandersetzungen zwischen Lagern konkurrierender Kandidaten auf dem Land nicht gänzlich auszuschließen. 

Darüber hinausgehende Einschätzungen zu einzelnen Regionen, Städten oder Stadtbezirken können nicht seriös gemacht werden, da die potentielle Gefährdungslage von zahlreichen Faktoren abhängig ist. 

Es wird empfohlen, Demonstrationen und große Menschenansammlungen zu meiden. Die Sicherheitskräfte zeigen demonstrativ Stärke und haben ?Null Toleranz? im Falle gewaltsamer Ausschreitungen angekündigt! Sofern es zu nicht angemeldeten oder gewalttätigen Demonstrationen kommt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte zur Auflösung der Demonstrationen als letztes Mittel auch Schusswaffen einsetzen. Sofern es zu Auseinandersetzungen kommen sollte, sind lokale Versorgungsengpässe nicht auszuschließen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.

Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.

Kriminalität

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte ? mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten ? auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala ? Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.

Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.

Reisen über Land

Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.

Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).

Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.

Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe

Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.

Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.


Allgemeine Reiseinformationen

Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.

Geld/Kreditkarten

Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.

An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 ?) täglich.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
Reisepassja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepassja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweisnein
vorläufiger Personalausweisnein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepassja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepassja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweisnein
vorläufiger Personalausweisnein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.

Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.

Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.

Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.

Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.

Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisenden wird insbesondere im Hinblick auf den aktuellen Gelbfieberausbruch in den Distrikten Abim, Agago, Kitgum, Lamwo, Pader, Arua, Lira, Gulu, Kotido und Kaabong im Norden des Landes dringend empfohlen. Die Gelbfieberimpfstoffreserven in Uganda selbst sind zur Zeit noch limitiert, der Impfstoff also im Lande nur zögerlich erhältlich.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS

Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.

Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.

Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.

Hepatitis E

Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.

Hämorrhagische Fieber

Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.

Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei ?Fledermaushöhlen? besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die ?Python?-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.

Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.

Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/

Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Weitere Gesundheitsgefahren

In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.

Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de

Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000


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Bahamas: Reise- und Sicherheitshinweise

Bahamas

Bahamas: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 15.02.2011)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Für die Bahamas besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.


Allgemeine Reiseinformationen

Naturkatastrophen

Auf den Bahamas, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen und starken Regenfällen gerechnet werden.

Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.

Aktuelle Hurrikan-Informationen sind im Internet u.a. unter
www.nhc.noaa.gov
abrufbar.

Reisen über Land

Es herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut. Wegen der vielen Schlaglöcher, herumstreunenden Tieren sowie der unorthodoxen Fahrweise wird zu Vorsicht im Straßenverkehr angeraten. Motorräder und ?roller sollten trotz der tropischen Temperaturen nur mit entsprechender Schutzkleidung benutzt werden. Relativ preisgünstige Taxis stehen zur Verfügung.

Sprachen

Die Landessprache ist Englisch; deutsche Sprachkenntnisse sind nicht verbreitet.

Kriminalität

Außerhalb des Hotels, insbesondere in größeren Menschenansammlungen wie Märkten, Busbahnhöfen, Bars, etc. sollten Wertsachen wie Schmuck gar nicht und Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt werden. Wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) sollten nur in Fotokopie mitgenommen und die Originale im Hotelsafe hinterlegt werden.

Geld und Kreditkarten

Auf den Bahamas können gängige Währungen in Hotels und in den meisten Banken getauscht werden. Einige Banken wechseln nur USD. Traveller Cheques werden von den Banken akzeptiert. Zahlung per Kreditkarte (American Express, Mastercard, Visa) ist relativ weit verbreitet.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

 

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassFür einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen reicht zur Einreise auf die Bahamas der deutsche Reisepass aus, der noch 6 Monate über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus Gültigkeit haben muss. Ein Visum ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Reisende muss im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.
Vorläufiger ReisepassJa, aber er muss noch 6 Monate gültig sein. Der vorläufige Reisepass fällt nicht unter das US Visa Waiver Programm, d. h. man benötigt ein Visum für eine Weiter- oder Durchreise in die USA.
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere Anmerkungen

Besonderheiten bei der Ausreise

Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer zu entrichten. Es ist dringend zu empfehlen, ca. 2 Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen einzuchecken, um sicherzugehen, dass die eigene Reservierung nicht wegen einer evtl. Überbuchung gestrichen wird.

Reisedokumente Kinder/Jugendliche 
KinderreisepassJa, aber mit Foto und noch 6 Monate gültig. Der Kinderreisepass fällt nicht unter das US Visa Waiver Programm, d. h. man benötigt ein Visum für eine Weiter- oder Durchreise in die USA.
ReisepassJa, aber er muss noch 6 Monate gültig sein.
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja, aber mit Foto
Weitere AnmerkungenMinderjährige sollten über ein eigenes Einreisedokument verfügen.

Besonderheiten bei der Ausreise

Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer zu entrichten. Es ist dringend zu empfehlen, ca. 2 Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen einzuchecken, um sicherzugehen, dass die eigene Reservierung nicht wegen einer evtl. Überbuchung gestrichen wird.

An- bzw. Abreise über die USA

Bitte beachten Sie die Einreisebestimmungen für die USA

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Sollten Sie Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden älter als 12 Monate wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (siehe www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B.

Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.

Dengue

Das von tagaktiven Mücken übertragen Denguefieber tritt wiederholt epidemisch auf. In Einzelfällen können dadurch ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Eine Schutzimpfung gibt es nicht, nur der Schutz vor Mückenstichen (s.u.) kann helfen.

Malaria

Im Frühjahr 2008 wurden erneut 2 Malaria-Fälle auf der Insel Great Exuma gemeldet, eine weitere Verbreitung des Erregers ist nicht auszuschließen.  Auch in den letzten Jahren kam es auf dieser Ferieninsel schon zu Malaria-Erkrankungen, wahrscheinlich verursacht durch den Ereger der Malaria tropica (Plasmosium falciparum). Andere Inseln des als malariafrei geltenden Archipels sind bisher nicht betroffen. Als Ursache des Ausbruchs wird eine Einschleppung des Erregers durch Parasitenträger aus Haiti in die bahamaische Mückenpopulation vermutet. Die üblichen Kontrollmaßnahmen wurden durch die Behörden aktiviert. Da die Mückendichte auf den Bahamas gering ist, wird mit einer weiteren Ausbreitung nicht gerechnet. Eine Chemoprophylaxe, wie sie von den USA immer wieder vorübergehend empfohlen wird, wird von den meisten europäischen Beratern nicht für erforderlich gehalten. Bei Auftreten von Fieber während oder bis 3 Monate nach einem dortigen Aufenthalt ist sofort ein Arzt aufzusuchen, um durch Blutausstrich oder Schnelltest eine Malariainfektion auszuschließen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen

  • ganzkörperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Reisende sollten unbedingt auf besondere Hygienemaßnahmen vor Verzehr von Obst, Gemüse und Fleisch sowie Fisch und Meeresfrüchten achten. Das Leitungswasser ist stark gechlort und als Trinkwasser nicht geeignet. Trinkwasser kann flaschenweise in Lebensmittelgeschäften gekauft werden.

Medizinische Versorgung

Trotz der relativ guten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

 

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000


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Jamaika: Reise- und Sicherheitshinweise

Jamaika

Jamaika: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 15.02.2011)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Wegen der hohen Kriminalität ist besonders in der Hauptstadt Kingston, aber auch in städtischen Bezirken der Touristenzentren Montego Bay, Negril und Ocho Rios erhöhte Vorsicht geboten.

Es kommt nicht selten zu Diebstählen bzw. bewaffneten Überfällen. In solchen Fällen wird dringend davon abgeraten, Widerstand zu leisten, da die Bereitschaft, Waffen einzusetzen, hoch ist. In den letzten Jahren gab es vereinzelte Überfälle auf Busse bei Überlandfahrten. Auch von Entführungen mit Lösegeldforderungen wird berichtet. Deutsche sind bisher hiervon allerdings nicht betroffen gewesen.

Daneben sind Raub mit Körperverletzung im Zusammenhang mit Marihuanakonsum und -handel an der Tagesordnung. Häufig sind junge Touristen betroffen. Es wurden Fälle bekannt, in denen Drogenhändler und Polizisten naiven Touristen gemeinsam Fallen stellten. Von der Einnahme irgendwelcher Drogencocktails, die vor allem in den Touristenzentren angeboten werden, wird dringend abgeraten.

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich möglichst nicht allein, vor allem nicht zu Fuß außerhalb der Hotelkomplexe bewegen.

Unachtsamkeit und Leichtsinn ziehen Diebe an. Daher sollte man keine Wertgegenstände im Hotelzimmer, Mietwagen oder am Strand unbeaufsichtigt liegen lassen, nur kleinere Geldbeträge mit sich führen und lieber Kreditkarten verwenden, die in Jamaika problemlos akzeptiert werden. Flugscheine, Reisedokumente, Reiseschecks etc. sollten im Hotelschließfach deponiert oder nicht erkennbar unter der Kleidung getragen werden. Wichtige Dokumente (Pass, Internationaler Führerschein, Adressenlisten) sollten in Kopie und getrennt von den Originalen mitgeführt werden.

Naturkatastrophen

In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis November Wirbelsturmsaison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden. Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.

Aktuelle Informationen über Wirbelstürme sind im Internet u.a. unter http://www.nhc.noaa.gov abrufbar.


Allgemeine Reiseinformationen

Die Landessprache ist Englisch, deutsche Sprachkenntnisse sind kaum vorhanden.

Straßenverkehr

In Jamaika herrscht Linksverkehr. Die meisten Straßen sind zweispurig, eng und kurvenreich. Wegen der vielen Schlaglöcher, herumstreunender Tiere sowie der teilweise unberechenbaren und rücksichtslosen Fahrweise Einheimischer ist im Straßenverkehr besonders umsichtiges und defensives Verhalten geboten. Motorräder und -roller sollten trotz der tropischen Temperaturen nur mit entsprechender Schutzkleidung benutzt werden; es besteht Helmpflicht.

Die wichtigsten Verkehrsmittel in Jamaika sind Bus und Minibus. Diese Fahrzeuge sind oft in schlechtem technischen Zustand. Sie sind häufig in Verkehrsunfälle verwickelt und auch immer wieder Tatort von Überfällen und Diebstählen. Es wird empfohlen, von Reisen mit diesen Fahrzeugen nach Möglichkeit Abstand zu nehmen. Das Reisen mit einem amtlich zugelassenen Taxi (Fahrzeug mit einem roten PP-Kennzeichen) ist eher zu empfehlen; der Preis sollte auf jeden Fall vor Abfahrt ausgehandelt werden. Das Fahren auf der Landstraße sollte nach Einbruch der Dunkelheit tunlichst vermieden werden.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente / Visum

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassFür einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen reicht zur Einreise nach Jamaika der deutsche Reisepass aus, der noch 6 Monate über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus Gültigkeit haben muss. Ein Visum ist in diesem Fall nicht erforderlich.
Vorläufiger ReisepassJa, aber er muss noch 6 Monate gültig sein. Der vorläufige Reisepass fällt nicht unter das US Visa Waiver Programm, d. h. man benötigt ein Visum für eine Weiter- oder Durchreise in die USA.
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
KinderreisepassJa, aber mit Foto und noch 6 Monate gültig. Der Kinderreisepass fällt nicht unter das US Visa Waiver Programm, d. h. man benötigt ein Visum für eine Weiter- oder Durchreise in die USA.
ReisepassJa, aber er muss noch 6 Monate gültig sein.
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja, aber mit Foto
Weitere AnmerkungenMinderjährige sollten über ein eigenes Einreisedokument verfügen.

Bei Einreise zu Geschäftszwecken muss ein Visum vorab bei der jamaikanischen Botschaft in Berlin (Schmargendorfer Str. 32, 12159 Berlin, Tel. 030-859945-11/21, Fax: 030-859945-40, Email: info@jamador.de, Internet: www.jamador.de) eingeholt werden.

Eine Verlängerung des Aufenthaltstitels nach Einreise vor Ort ist grundsätzlich möglich und kann direkt bei der zuständigen Einwanderungsbehörde beantragt werden.

Die Beamten der Einwanderungsbehörde an den Flughäfen überprüfen bei Bedarf bei der Einreise den Nachweis von ausreichenden finanziellen Mitteln und das Vorliegen eines Rückflugtickets.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Für die Kontrolle im Rahmen der Zollvorschriften bei der Ankunft wird meistens bereits im Flugzeug ein Formular ausgegeben, das vom Reisenden die Auflistung von anderen als für den persönlichen Bedarf mitgebrachten Gegenständen mit Wertangabe verlangt.

Frei zur Einfuhr sind für alle Reisenden ab 18 Jahren neben dem persönlichen Gepäck zusätzlich 170 ml Parfüm und 340 ml Eau de Toilette sowie 1 Liter alkoholische Getränke und 200 Zigaretten; die Artikel müssen aber angegeben werden.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Jamaika ist kein Drogenparadies. Handel und Besitz von Drogen werden hart bestraft (zunächst Untersuchungshaft bis zur Verhandlung, Urteil lautet meist auf Geldstrafe und/oder Gefängnis und danach Abschiebung).

Geschlechtsverkehr unter gleichgeschlechtlichen Partnern ist in Jamaika strafbar. Die tatsächliche Strafverfolgung ist sehr uneinheitlich.

Ein großer Teil der Bevölkerung ist Homosexuellen gegenüber feindlich eingestellt.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert, siehe auch www.who.int

Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.

Malaria

Jamaika galt lange als malariafrei. 2006 und 2007 kam es jedoch zu neuen Einschleppungen mit kleineren Ausbrüchen in der Umgebung von Kingston. Diese Ausbrüche sind gestoppt. Da die Überträgermücken aber im Land endemisch vorkommen, besteht eine latente Gefahr. Konsequenter Mückenschutz wird empfohlen, zusätzliche medikamentöse Vorsorgemaßnahmen sind nicht erforderlich.

Denguefieber

Denguefieber tritt auch mit der schweren hämorrhagischen Verlaufsform immer wieder auf. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden im Land empfohlen, ganztägig körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),Insektenschutzmittel anzuwenden und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

Mehrere Zehntausend Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden für Jamaika gemeldet. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Jamaika entspricht nicht europäischen Verhältnissen, insbesondere bezüglich der Notfallversorgung. Die behandelnden Ärzte sowie auch die Krankenhäuser verlangen in der Regel sofortige Barbezahlung. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Jamaika durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch www.dtg.org

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000


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Palau: Reise- und Sicherheitshinweise

Palau

Palau: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 15.02.2011)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Für Palau besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.


Allgemeine Reiseinformationen

In Palau gibt es keine deutsche Botschaft. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Manila / Philippinen.

Anschrift        
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
25/F Tower II
RCBC Plaza
6819 Ayala Avenue
1200 Makati City
Metro Manila, Philippinen
Tel.: 0063/(0)2/702 3000
Fax: 0063(02)/702 3015
Visa-Fax: 0063(0)2/ 702 3045
Internet: www.manila.diplo.de
E-Mail: info@mani.diplo.de

Auf Palau gibt es einen deutschen Honorarkonsul, der jedoch nicht alle Amtshandlungen vornehmen kann:

Anschrift
Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland
Thomas Schubert
Madalaii St. (Palau Shop), Koror, Republic of Palau
Postanschrift:    P.O.Box 1866, Koror, Republic of Palau PW 96940
Tel.: 00680/ 488 1816
Fax: 00680/449 5271
E-Mail: koror@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Republic of Palau

Palau unterhält keine diplomatische Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland. Zuständig für die Betreuung von Deutschland ist die palauische Botschaft in Washington/USA :

Anschrift
Embassy of the Republic of Palau
1700 Pennsylvania Avenue NW-Suite 400
Washington D.C. 20006, USA
Tel.: 001 202 - 452 6814
Fax: 001 202 - 452 6281
Internet: www.palauembassy.com
E-Mail: info@palauembassy.com

Mangels eigener Landeswährung wird in Palau der US-Dollar (USD) verwendet. Euro kann gegen sehr hohe Gebühren bei Banken getauscht werden. Traveller cheques und Kreditkarten werden akzeptiert. In Koror stehen auch einige Geldautomaten zur Verfügung. Gängige Kreditkarten werden angenommen. Die touristische Infrastruktur ist vergleichsweise gut entwickelt.

Gespräche von Handys sind nur mit einer palauischen SIM Card möglich, die bei der Palau National Telecommunications Corporation (PNCC) erhältlich ist und durch diese aktiviert werden muss.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise in die Republik Palau für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJA ! Muss noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig sein.
Vorläufiger ReisepassJA! Muss noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig sein.
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere Anmerkungen-
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
KinderreisepassJA! Muss noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig sein.
ReisepassJA! Muss noch mindestens 6 Monate nach Ausreise gültig sein.
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Nein
Weitere Anmerkungen-

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Visum

Touristen erhalten bei der Einreise am Flughafen ein Visum mit einer Gültigkeitsdauer von 30 Tagen. Hierfür ist ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket vorzulegen. Eine maximale zweimalige Verlängerung des Visums um jeweils 30 Tage ist gegen eine Gebühr von jeweils 50 US-$ möglich, dann muss die Ausreise erfolgen.

Flughafensteuer

Bei Ausreise ist eine Flughafensteuer in Höhe von 20 US-$ zu entrichten.


Besondere Zollvorschriften

1 Flasche Alkohol und bis zu 200 Zigaretten können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von ?kontrollierten? Substanzen und Waffen sowie von bestimmten Pflanzen, Früchten und Tieren ist verboten. Für weitere Einzelheiten sowie für Informationen über ggfs. bestehende Exportverbote (z.B. geschützte Tiere und Pflanzen) wird rechtzeitige Kontaktaufnahme mit den zuständigen palauischen Behörden empfohlen. Geldmittel sind ab einem Betrag von 10.000 US-$ bei Einreise zu deklarieren.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Schusswaffen jeder Art sind auf Palau streng verboten. Auf den Besitz einer Schusswaffe oder von Munition steht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.

Besitz von oder Handel mit Drogen wird streng bestraft. Bei einer Verurteilung wegen Handels beträgt die Freiheitsstrafe grundsätzlich 25 Jahre plus Geldstrafe von 50.000 US-Dollar.

Personen, die ?auch ungewollt- gegen palauisches Recht verstoßen, können inhaftiert oder des Landes verwiesen werden.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Bei Einreise aus Deutschland sind keine besonderen Impfungen vorgeschrieben, Impfungen gegen Cholera und Gelbfieber bei Einreise aus einem Infektionsgebiet. Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A sollte bestehen. Bei Langzeitaufenthalt bzw. bei besonderer Exposition ist die Impfung gegen Hepatitis B, bei ungünstigen hygienischen Bedingungen auch gegen Typhus zu empfehlen.

Denguefieber

Denguefieber, eine von Moskitos übertragene fieberhafte Viruserkrankung, kommt in Palau wie auch in der übrigen Region häufig vor. Wichtigste vorbeugende Maßnahme ist der Schutz vor den vorwiegend tagsüber stechenden Moskitos.

Malaria kommt in Palau nicht vor.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Sudan: Reise- und Sicherheitshinweise

Sudan

Sudan: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 11.02.2011)

Aktuelle Hinweise

Am 7. Februar 2011 wurden die Ergebnisse des Referendums über die Unabhängigkeit des Südsudan verkündet. Als wahrscheinlicher Zeitpunkt für die Unabhängigkeitserklärung gilt der 9. Juli 2011. Es ist nicht auszuschließen, dass es im Rahmen dieses Prozesses zeitweise zu Spannungen und ggf. Störungen der öffentlichen Ordnung im Land kommen kann. Vor diesem Hintergrund rät das Auswärtige Amt, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen.

Angesichts des ungeklärten Status der Abyei- Region und der Grenze zwischen Nord- und Süd-Sudan wird aufgrund von möglichen Spannungen von nicht notwendigen Reisen nach Südkordofan (inkl. Abyei), Blauer Nil, sowie in den Südsudan abgeraten.

In der Hauptstadt Khartum und anderen Städten im Nordsudan wurden Demonstrationen gegen Preiserhöhungen und für mehr Freiheiten von den Sicherheitsdiensten gewaltsam aufgelöst. Auch vor dem Hintergrund der Ereignisse in Tunesien und Ägypten könnte es zu weiteren Demonstrationen kommen.

Reisende sollten vor Einreise die aktuellen politischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen verfolgen.

Von Reisen nach Darfur wird aufgrund militärischer Auseinandersetzungen, Banditenunwesen und akuter Entführungsgefahr dringend abgeraten.


Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung; in Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Der vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auf den sudanesischen Staatspräsidenten ausgestellte internationale Haftbefehl hat im Sudan bisher nicht zu einer Verschlechterung der allgemeinen Sicherheitslage geführt. Es wird jedoch empfohlen, die weitere Entwicklung ständig zu beobachten.

Es wird dringend abgeraten von Reisen in die Region Darfur sowie in das nördliche Grenzgebiet nach Ägypten, Libyen und Tschad.

Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in den Ostsudan (Kassala, Sennar, Gedaref), nach Südkordofan (inkl. Abyei), Blauer Nil sowie die Bundesstaaten Warrap, Unity, Jonglei und Upper Nile im Südsudan wird abgeraten.

In Nordsudan, v.a. der Hauptstadt Khartum, kam es in der vergangenen Zeit zu Demonstrationen gegen die von der Regierung beschlossenen Preiserhöhungen und für mehr Freiheit. Die Demonstrationen wurden von den Sicherheitsdiensten teilweise gewaltsam aufgelöst. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden, Kontakt zur Deutschen Botschaft zu halten und deren Rat zu befolgen.

Geschäftsreisenden wird empfohlen, die Reiseplanung eng mit dem sudanesischen Geschäftspartner abzustimmen und die deutsche Botschaft zu informieren.

Ausländer benötige für Reisen außerhalb Khartums in der Regel eine Reisegenehmigung der sudanesischen Regierung (travel permit).

Terrorismus

Es besteht eine erhöhte Terrorismusgefahr in Sudan. Terroristische Gruppieren haben zum ?Dschihad? in Sudan aufgerufen und speziell westliche Einrichtungen als Ziele genannt.

Sudanesische Behörden verhafteten im August 2007 und Januar 2008 Mitglieder einer Gruppe, die mit Planungen für Anschläge auf die Botschaften Großbritanniens und der USA in Khartum befasst gewesen sein soll.

In der Neujahrsnacht 2007/2008 wurden in Khartum ein Diplomat der US-Botschaft und sein Fahrer in ihrem Fahrzeug erschossen; ein terroristisches Motiv ist nicht auszuschließen.

Die Liegenschaften der in Khartum ansässigen Institutionen der Vereinten Nationen sind ebenso wie diplomatische Vertretungen stark gesichert. Es liegen keine konkreten Hinweise für eine terroristische Gefährdung Deutscher oder deutscher Einrichtungen in Sudan vor, jedoch lässt sich eine solche Gefährdung nicht völlig ausschließen.

Reisen über Land

Die Infrastruktur in Sudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Khartum wegen mangelnder Infrastruktur und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen oft nur eingeschränkt möglich.

Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen, fehlender Markierungen und der nicht selten unorthodoxen Fahrweise der Sudanesen nicht unterschätzt werden. Nachtfahrten sollten daher ganz vermieden werden. Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss gerechnet werden.

Aufgrund der Nachwirkungen des Bürgerkriegs in Südsudan, der Stammeskonflikte und der nach wie vor angespannten Situation an manchen Teilen der südlichen und östlichen Grenzen sowie v. a. aufgrund des Darfur-Konflikts ist eine Durchquerung des Landes weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.

Nordsudan

Im September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Weitere Vorfälle dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.

Reisen auf dem Landweg nach Ägypten sind wieder möglich, jedoch ausschließlich über einen einzigen Grenzübergang bei Wadi Halfa auf dem Wasserweg über den Assuan-Stausee. Ausländer benötigen Reisegenehmigungen mit Angabe von Reiseziel und Reisedauer, die in Khartum erhältlich sind. In den Provinzstädten werden Reisegenehmigungen bei den Büros der Polizei/Sicherheitsbehörden ausgestellt, wenn man über den Landweg einreist. Vor dem Versuch des illegalen Grenzübertritts (auch in die anderen angrenzenden Länder) wird wegen des Risikos nicht oder unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ausdrücklich abgeraten. Außerdem setzt man sich der Gefahr einer längerfristigen Inhaftierung aus.

Region Darfur

In der Region Darfur im Westen von Sudan droht wegen militärischer Auseinandersetzungen und Banditenunwesen Lebensgefahr. Es besteht ein sehr hohes Entführungsrisiko. Von Reisen nach Darfur wird daher dringend abgeraten.

In den Darfurprovinzen kommt es weiter zu Überfällen auf Transporte von Hilfsorganisationen und der Friedensmission UNAMID, auch bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen sowie Brandschatzungen von Reitermilizen unter der Bevölkerung halten an.

Am 26. August 2008 wurde ein Flugzeug der sudanesischen Gesellschaft Sun Air auf dem Weg von Nyala (Süddarfur) nach Khartum entführt und nach Libyen umgeleitet. Alle 95 Passagiere wurden unverletzt freigelassen.

Seit 2009 häufen sich Entführungen von Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen sowie der Friedensmission UNAMID. Im Juni 2010 wurden zwei Deutsche entführt und nach fünf Wochen freigelassen.

Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Mitarbeitern in Darfur tätiger Hilfsorganisationen wird dringend geraten, engste Abstimmung mit den Hilfskoordinatoren der VN (OCHA, Office for the Co-ordination of Humanitarian Affairs) und der sudanesischen Regierung (HAC, Humanitarian Affairs Commission) zu suchen und die Deutsche Botschaft Khartum über den Aufenthalt im Land zu informieren. Bei Dienst- oder journalistischen Reisen nach Darfur ist engste Koordinierung mit der Deutschen Botschaft in Khartum und der Friedensmission UNAMID und dem VN-Sicherheitsdienst UNDSS (United Nations Department for Safety and Security) angeraten.

Südkordofan (inkl. Abyei) und Blauer Nil

Von nicht notwendigen Reisen in die Region Abyei sowie die Bundesstaaten Südkordofan (inkl. Abyei) und Blauer Nil wird abgeraten.

In der Stadt Abyei der gleichnamigen Grenzregion zwischen Nord- und Südsudan brachen am 14. Mai 2008 Kämpfe zwischen Armee-Einheiten aus Nord- und Südsudan aus. Obwohl die Konfliktparteien den Schiedsspruch des Internationalen Schiedsgerichtshof über die Grenzen der umstrittenen Region offiziell anerkennen, bleibt das Konfliktpotential hoch. Immer wieder werden bewaffnete Kämpfe zwischen den das Gebiet durchziehenden Nomaden und der ansässigen Bevölkerung gemeldet. Das für 9. Januar 2011 vorgesehene Referendum über den Status der Abyei-Region wurde nicht durchgeführt. Demnach bleibt die Zugehörigkeit der Region weiter ungelöst. Mit der erwarteten Unabhängigkeit des Südsudan am 9. Juli 2011 könnten sich die Spannungen weiter verstärken.

Auch in Blauer Nil und in Südkordofan kann es in Hinblick auf die im Juli erwartete Unabhängigkeit des Südsudan verstärkt zu Spannungen kommen.

Südsudan

Die Mehrheit der Südsudanesen hat sich für die Unabhängigkeit vom Nordsudan ausgesprochen. Allerdings bleiben zahlreiche Fragen ungelöst, die für die zukünftigen Beziehungen zwischen Nord- und Südsudan wichtig sind, so z.B. die Grenzziehung, die Aufteilung der Öleinnahmen und die Entflechtung gemeinsamer Militäreinheiten aus dem Nordsudan und Südsudan. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Prozesse mit Spannungen einher gehen werden. Von nicht notwendigen Reisen in den Südsudan wird abgeraten.

In Südsudan bestehen außerhalb der größeren Städte vielerorts Gefahren durch gewaltsam ausgetragene Stammeskonflikte sowie durch Landminen. Im Grenzgebiet zu Uganda, der Zentralafrikanischen Republik und zur Demokratischen Republik Kongo kommt es vereinzelt zu Übergriffen durch marodierende Bewaffnete der ugandischen Lords Resistance Army.

In Dschuba, der Hauptstadt der quasiautonomen Region Südsudan, ist ein Anstieg von Kriminalität, oftmals unter Waffeneinsatz, zu verzeichnen.

Bei Überlandfahrten in Südsudan wird empfohlen, sich zuvor mit UNDSS in Verbindung zu setzen und deren Empfehlungen hinsichtlich polizeilicher oder militärischer Eskortierung zu befolgen. In weiten Teilen können gewaltsam ausgetragene Stammes- und andere Konflikte Reisende, die sich nicht an die UNDSS-Vorgaben halten, in Gefahr bringen.

Reisen nach Südsudan, die von Khartum aus angetreten werden, müssen generell von der zuständigen Stelle des sudanesischen Innenministeriums (Stadtteil Burri) genehmigt werden.

Ostsudan

Auch nach dem Friedensschluss zwischen der ostsudanesischen ?Eastern Front? und der Regierung in Khartum sind in der Region viele Sicherheitskräfte präsent. Von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet zu Eritrea (Kassala, Gedaref, Red Sea) wird abgeraten.


Allgemeine Reiseinformationen

Verhalten in der Öffentlichkeit

Als Gast sollte man sich in den islamisch geprägten Gebieten von Sudan den Verhaltensregeln anpassen. Empfohlen wird weite, Arme und Beine bedeckende Kleidung, die auch gegen Moskitoattacken schützt. Kopfbedeckung ist nicht erforderlich, aber gegen Sonne und Staub gelegentlich sinnvoll. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit im Fastenmonat Ramadan während der Tagesstunden ist verpönt (nicht in Südsudan).

Filmen und Fotografieren

Zum Filmen und Fotografieren benötigt man eine Erlaubnis des Ministry of Tourism and National Heritage. Das Fotografieren und Filmen von Militäreinrichtungen, Uniformierten und strategisch bedeutenden Objekten (Ministerien, militärische und polizeiliche, sowie andere öffentliche Einrichtungen aller Art, Bahnhöfe, Brücken, Flugplätze, selbst Friedhöfe) ist auch bei Besitz einer Fotografiererlaubnis verboten und kann mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Sehr vorsichtig sollte man außerdem beim Fotografieren von Frauen, uniformierten Personen und Bettlern sowie in Flüchtlingslagern sein und dies nie ohne Einwilligung tun.

Flugreisen

Flugreisen innerhalb des Landes bieten verschiedene sudanesische Luftfahrtgesellschaften an. Hinsichtlich des Wartungszustandes der Maschinen liegen keine sachkundigen Erkenntnisse vor, jedoch muss aufgrund des Eindrucks von Reisenden davon ausgegangen werden, dass er nicht westlichen Standards entspricht.

Geld

Kreditkarten und ausländische Bankkarten können im Sudan nicht verwendet werden. Reisende müssen Bargeld in hinreichender Menge zur Finanzierung ihres Aufenthaltes mitführen.

Reisegenehmigungen

Ungeachtet der offiziellen Aufhebung des Erfordernisses von Reisegenehmigungen für den gesamten Nordsudan mit Ausnahme der westlichen Darfur-Provinzen ist die polizeiliche Praxis im Land uneinheitlich. Verschiedene Sicherheitsdienste verlangen fallweise, insbesondere im Osten und im Grenzgebiet zu Eritrea und Äthiopien, dennoch eine Genehmigung, die Reisende deshalb vorsorglich einzuholen versuchen sollten. Reiseerlaubnisse stellt das Tourismusministerium kostenlos aus.


Einreisebestimmungen

Reisedokumente

Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Er darf keine israelischen Stempel enthalten.

Visum

Für die Einreise in den Sudan wird ein Visum benötigt, zuständig ist in Deutschland die sudanesische Botschaft in Berlin. Ungeachtet des rechtlich für das ganze Land geltenden Visumserfordernisses stellt die teilautonome Regierung von Südsudan über ihre Verbindungsbüros (z. B. in Nairobi) und an den Landgrenzen zu Südsudan ?Einreisekarten? aus, die faktisch Reisen in den Südsudan ermöglichen. Dabei handelt es sich nicht um einen legalen Aufenthaltstitel. Ohne Visum eingereiste Ausländer können nicht in Landesteile außerhalb von Südsudan reisen und laufen Gefahr, gegebenenfalls dort wegen Verstoßes gegen die Aufenthaltsbestimmungen inhaftiert zu werden.

Registrierung

Wer länger als drei Tage bleibt, muss sich beim Ausländeramt Khartum registrieren lassen (Aliens Registration Office, c/o Ministry of Interior, Tel: 83781084, 83796502). Hotels bieten ihren Gästen in der Regel gegen Gebühr an, die Registrierung zu besorgen.

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Einreise- und Einfuhrbestimmungen sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern können.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Alkohol, Schweinefleisch (nicht für Südsudan) und pornographischen Zeitungen, Männermagazinen bzw. Zeitschriften mit freizügigen Abbildungen von Frauen und Männern und vergleichbaren Filmen u. ä. ist verboten.

Die Ausfuhr von Funden aus den antiken Grabungsstätten und geschützten Pflanzen und Tieren (u. a. Elfenbein, siehe auch Anhang zum Washingtoner Artenschutzabkommen) ist nicht erlaubt.

Die neuen Devisenbestimmungen erlauben inzwischen unlimitierten Besitz von Fremdwährung, ohne dass er deklariert werden muss.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Einfuhr, Herstellung, Handel, Transport, Konsum, Besitz und Erwerb von Drogen und auch Alkohol (gilt allerdings nicht in Südsudan), Trunkenheit und zu freizügige Kleidung wie sehr kurze Hosen, Bikinioberteil , können, insbesondere bei Frauen, nach dem sudanesischen Strafgesetz und dem Public Order Law mit hohen Strafen (Haft, Geldstrafen, prinzipiell sogar mit Auspeitschen) geahndet werden. Gleiches gilt für Prostitution, Ehebruch und Homosexualität (gilt nicht in Südsudan). Gleichfalls verboten ist der Besitz und Vertrieb pornographischer Materialien. In diesem Zusammenhang finden bei Einreise in den Sudan unregelmäßig Überprüfungen von Mobiltelefonen und Laptops statt, die gegebenenfalls beschlagnahmt werden.

Zum Filmen und Fotografieren benötigt man eine Erlaubnis des Ministry of Tourism and National Heritage. Das Fotografieren und Filmen von Militäreinrichtungen, Uniformierten und strategisch bedeutenden Objekten (Ministerien, militärische und polizeiliche, sowie andere öffentliche Einrichtungen aller Art, Bahnhöfe, Brücken, Flugplätze, selbst Friedhöfe) ist auch bei Besitz einer Fotografiererlaubnis verboten und kann mit empfindlichen Strafen geahndet werden.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

In den letzten Monaten ist es im Süden des Landes bislang zu mindestens 40 neuen Poliofällen gekommen. Der Impfschutz gegen Kinderlähmung wird empfohlen.

Vor allem im Süden des Landes (u.a. Upper Nile State) treten immer wieder epidemieartig Maserninfektionen auf. Reisende sollten ihren Masernimpfschutz überprüfen. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland lautet: Zwei Masern-Mumps-Röteln-Impfungen in der frühen Kindheit. Erwachsene, bei denen keine MMR ? Impfung dokumentiert ist, sollten eine Schutzimpfung erhalten.

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen.

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 9 Monate bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert, siehe auch www.who.int

Der Süden Sudans (südlich des 15. Breitengrades) gilt als Gelbfiebergebiet, eine Gelbfieberimpfung ist hier empfohlen. Ein Impfnachweis kann auch bei der Ausreise (Khartum, Juba) verlangt werden.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), insbesondere auch gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (A, C, Y, W 135).

Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.

Malaria

In den südlichen Landesteilen (Südsudan, Niltal ) gibt es ein ganzjährig hohes Malariarisiko. Im Norden, am Roten Meer, ist das Risiko gering. Khartum und Port Sudan gelten als malariafrei. In den Hochrisikogebieten ist eine Malariaprophylaxe dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue, s. u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS

HIV/AIDS ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Im Süden des Landes kommt es zu Schlafkrankheitsinfektionen (westlicher Teil Zentraläquatorias und Westäquatoria). Die Schlafkrankheit wird durch große Fliegen (Tsetse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u. a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.

Schistosomiasis

Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) ? einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung ? besteht landesweit in allen Süßwassergewässern (Flüsse und Seen). Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.

Dengue

Dengue, eine von Stechmücken übertragene virale fiebrige Erkrankung, existiert landesweit in auch von der Malaria, von der es sich klinisch nicht eindeutig differenzieren lässt,  heimgesuchten Landesteilen. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Eine Impfung existiert nicht.

Meningitis

Die bakterielle Hirnhautentzündung mit hauptsächlicher Übertragung in den Monaten Dezember bis Mai tritt vorwiegend im Süden des Landes auf. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung (Beachte: Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen indiziert sein.

Viszerale Leishmaniasis (Kala-Azar):

Erneut werden im Süden des Landes (Upper Nile, Jonglei) vermehrt Fälle von der endemisch vorkommenden viszeralen Leishmaniasis gemeldet. Bei diesem Subtyp der Erkrankung handelt es sich um eine die inneren Organe befallende tödlichen Infektion. Schutz vor der vorwiegend Dämmerungs- und nachtaktiven Überträgermücke beachten!

Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden incl. Todesfolge bewirken kann, dennoch sind Schlangenbisse ungewöhnlich und erfolgen selten unprovoziert! Der Mensch steht nicht auf dem Speisezettel der Giftschlange. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Werden Schlangen angetroffen, sollte ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte z. T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen u. a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings in sehr unterschiedlicher Gefährdung für den Reisenden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Durch den langjährigen Bürgerkrieg sind vor allem im Süden des Landes weiterhin große Teile der medizinischen Infrastruktur zerstört. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden daher dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen rechtlichen Vorbehalt den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Uruguay: Reise- und Sicherheitshinweise

Uruguay

Uruguay: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 11.02.2011)

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Die Polizeistatistik des uruguayischen Innenministeriums weist für Montevideo einen deutlichen Anstieg der Kriminalität in den letzten Jahren aus. Das Gewaltniveau liegt dabei allerdings noch deutlich unter dem einschlägiger Nachbarländer. Der Schwerpunkt liegt auf Raub- und Diebstahlsdelikten. Diese können zu jeder Tageszeit und an jedem Ort geschehen, auch die Anwesenheit anderer Personen schützt nicht notwendigerweise. Neuralgisch sind bestimmte Straßen und Viertel der Innenstadt, besonders nach Ladenschluss, des Ausgehviertels Pocitos sowie die weitläufigen Armenwohnviertel im Norden der Stadt und auch am Nordrand des Vorortes Carrasco. Während der Hauptreisezeit (Dezember bis März), zu der zahlreiche Kreuzfahrtschiffe in den Häfen von Punta del Este und Montevideo landen, hat die Regierung eine spezielle ?Touristenpolizei? mit verstärkter Präsenz in den einschlägigen Straßen aufgeboten. Generell solle man sich zu Fuß möglichst in Gruppen mehrerer Personen bewegen, Handtaschen, Fotogerät und Schmuck etc. möglichst nicht oder zumindest nicht sichtbar tragen. Kleinere Gassen abseits der Hauptwege sollten auch tagsüber gemieden werden.


Allgemeine Reiseinformationen

Uruguay hat ca. 3,4 Mio. Einwohner, von denen fast die Hälfte in der Hauptstadt Montevideo leben. Das Inland ist sehr dünn besiedelt. Die meisten Touristen, vor allem aus Argentinien und Brasilien, zieht es an die Seebäder der Küste. Während der Hauptreisezeit sind die Hotels oft ausgebucht und verlangen Saisonzuschläge.

Geld / Kreditkarten

Internationale Kreditkarten werden allgemein akzeptiert. Der US-Dollar und der Euro sind als Zahlungsmittel anerkannt und können problemlos in den zahlreichen Wechselstuben (Casa de Cambio) zum aktuellen Kurs gegen die einheimische Währung (Peso) eingewechselt werden.

Reisen über Land / Straßenverkehr

Das Hauptverkehrsmittel ist der Autobus. Es gibt zahlreiche gute Busgesellschaften, die über moderne und klimatisierte Fahrzeuge für den Überlandverkehr verfügen. Nach Buenos Aires werden - neben Flugverbindungen - ca. dreistündige Überfahrten in Schnellschiffen ("Buquebus") angeboten.

Die Autoanmietung für Fahrten in Uruguay ist unproblematisch. Die Voraussetzungen: Deutscher Führerschein, Mindestalter 23 Jahre, internationale Kreditkarte. Uruguayer müssen neuerdings Kfz-Haftpflichtversicherungen abschließen, die allerdings lediglich Personenschäden abdecken. Angesichts der Tatsache, dass noch nicht alle Verkehrsteilnehmer über solche Versicherungen verfügen, sollte daher neben der Krankenversicherung auch eine Unfallversicherung sowie eine Kaskoversicherung abgeschlossen werden. Bei einem Autounfall sollte die Polizei immer hinzugezogen werden. Allerdings ist sie bei Sachschäden nach uruguayischem Recht nicht zu einer Mitwirkung verpflichtet. Umsichtiges Fahren ist wegen der unkonventionellen und oft gefährlichen südamerikanischen Fahrweise wichtig. Nächtliche Überlandfahrten sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden.

Die Polizei führt Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen (Obergrenze: 0,3 Promille) durch und verhängt bei Zuwiderhandlungen Geldstrafen.


Einreisebestimmungen

Reisedokumente / Visum

Deutsche Touristen benötigen bei Einreise mit Reisepass für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Einreisevisum. Der deutsche Kinderausweis/Kinderreisepass wird anerkannt.

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa: Gültigkeit über Reise hinaus
Vorläufiger ReisepassJa: Gültigkeit über Reise hinaus
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
KinderreisepassJa: Gültigkeit über Reise hinaus
ReisepassJa: Gültigkeit über Reise hinaus
PersonalausweisNein
Vorläufiger PersonalausweisNein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)

Nur für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch

nicht vollendet haben

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)Ja: Gültigkeit über Reise hinaus
Weitere Anmerkungen -

Einreisedokument

An der Grenzstelle erhält der Einreisende ein Einreisedokument in Form eines Zettels, das bei Ausreise wieder abgegeben werden muss. Dieser Einreisezettel ist sorgsam aufzubewahren, da eine Neuausstellung zeitaufwendig ist. Bei direkter Einreise, insbesondere aus einem Nachbarland, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass von den Grenzbeamten ein Einreisezettel ausgehändigt und der Reisepass mit Einreisestempel versehen wird, da ansonsten bei Verdacht auf einen illegalen Aufenthalt die Grenzbehörden die Ausreise verweigern und/oder eine Geldstrafe verhängen könnten. Ein Passverlust muss bei der nächsten Polizeidienststelle angezeigt werden. Diese Anzeige wird zur Ausstellung des neuen deutschen Passes und zur Ausreise aus Uruguay benötigt.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Vor Drogenkonsum und -handel wird ausdrücklich gewarnt. Selbst für kleinste Mengen drohen mehrjährige Gefängnisstrafen, die in Uruguay verbüßt werden müssen. Keine "Gefälligkeitsmitnahme" von Päckchen, da Gefahr der Ausnutzung als Drogenkurier besteht.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation ist eine gültige Impfung gegen Gelbfieber bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert, siehe auch www.who.int

Das Auswärtige Amt empfiehlt einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.

Weitere Infektionskrankheiten

Brucellose, Echinokokkose, Chagas-Krankheit (in ländlichen Gebieten).

Medizinische Versorgung

Die allgemeine medizinische Versorgung ist in Montevideo gut und in den größeren Städten des Inlands ausreichend. In Montevideo gibt es Krankenhäuser und deutschsprachige Ärzte. Besondere gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen sind nicht zu treffen. Eine internationale Krankenschutzversicherung, die auch einen evtl. Krankenambulanzflug nach Deutschland einschließt, sollte wegen der hohen Behandlungskosten abgeschlossen werden.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise

Brasilien

Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 11.02.2011)

Aktuelle Hinweise

Besonders die Bergregion im Hinterland von Rio de Janeiro und dort insbesondere die Städte Petrópolis, Nova Friburgo und Teresópolis wurden Opfer schwerer Regenfälle mit Überschwemmungen und Erdrutschen. Die Innenstadt von Nova Friburgo wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen, die touristische Infrastruktur in Nova Friburgo und Teresópolis ist sehr beeinträchtigt.

Reisende werden gebeten, die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Weisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten sowie sich vor Antritt einer Reise in die Region über die konkreten Umstände am Reiseziel zu informieren.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

In jüngster Zeit ist es in Rio de Janeiro vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und bewaffneten Drogenbanden sowie zu einer Reihe von Anschlägen seitens der Drogenmafia gekommen. Besucher werden deshalb zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit aufgerufen.

Überfälle und Gewaltverbrechen sind in Brasilien leider nirgends völlig auszuschließen. Besonders Großstädte wie Belém, Recife, Salvador, Rio de Janeiro und São Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen; siehe auch Allgemeine Reiseinformationen). Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird dringend abgeraten Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.

Eine Häufung ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten nach Möglichkeit nur per Bestellservice in Anspruch genommen werden. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer Reisetasche, verstaut werden.

Auf auffällige Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) sollte beim Straßenbummel verzichtet werden. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von ca. 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.

Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.

Pflanzen- und Tierwelt

Einige einheimische Samen, Pflanzen, Tiere, besonders im Amazonasgebiet, desgleichen Fossilien und bestimmte Mineralien stehen unter strengem gesetzlichen Schutz. Verstöße gegen die entsprechenden Bestimmungen werden auch mit Freiheitsstrafen geahndet (siehe strafrechtliche Vorschriften).


Allgemeine Reiseinformationen

Sprache

Eine Verständigung in deutscher Sprache ist in der Regel nicht möglich. Auch englische Sprachkenntnisse sind außerhalb der großen Hotels und Touristenschwerpunkte wenig verbreitet. Spanisch wird im Süden Brasiliens teilweise verstanden. Auch nur rudimentäre Portugiesischkenntnisse werden dankbar angenommen und sind in jedem Falle hilfreich.

Besuch von Indianerschutzgebieten

Reisen in Indianerschutzgebiete bedürfen der vorherigen Genehmigung  der FUNAI (Nationale Indianerstiftung).  Wer in Schutzgebieten ohne eine solche Autorisierung angetroffen wird, muss mit Beschlagnahmung seiner Ausrüstung und empfindlichen Strafen rechnen.

Flugverkehr

Aus Deutschland kommend, muss Fluggepäck am brasilianischen Eingangsflughafen (Rio, São Paulo, Salvador, Recife, Brasilia etc.) entgegengenommen und für eine evtl. Weiterreise zum Reiseziel erneut aufgegeben werden. Eine Durchbeförderung erfolgt nicht, auch wenn dies bei der Gepäckaufgabe in Deutschland häufig behauptet wird.

Führerscheine, Alkohol im Straßenverkehr

Für das Führen von Fahrzeugen in Brasilien bei touristischen Aufenthalten genügt grundsätzlich das Mitführen des deutschen Führerscheins sowie eines zusätzlichen Identitätsnachweises (Reisepass). Zur Vermeidung von Missverständnissen und Verständigungsproblemen wird jedoch dringend empfohlen, neben dem nationalen deutschen Führerschein einen internationalen deutschen Führerschein, besser noch eine beglaubigte portugiesische Übersetzung des deutschen nationalen Führerscheins, mit zu führen.

Lediglich für die alten ?grauen? Führerscheine ist das Mitführen einer beglaubigten Übersetzung zwingend vorgeschrieben. Für die Führerscheine der Klassen C, D und E ist zu beachten, dass in Brasilien ein Mindestalter des Führerscheininhabers von 21 Jahren verlangt wird.

Seit Anfang 2008 gilt für Fahrzeugführer absolutes Alkoholverbot.

Geld und Kreditkarten

Die gängigen internationalen Kreditkarten werden landesweit akzeptiert. Geldabhebungen mit deutschen Kreditkarten oder mit EC-Maestro Karten sind an entsprechend gekennzeichneten Automaten (u.a. HSBC, Citibank, Banco24Horas) möglich, die vor allem an großen Flughäfen und in großen Städten zu finden sind. Pro Tag und Karte können max. 1.000 R$ abgehoben werden.

Bei fehlgeschlagenen Barabhebungen an Bankautomaten ist unbedingt der ausgegebene Bankbeleg aufzubewahren, da manchmal trotzdem eine Belastung des deutschen Kontos erfolgt. Bei Barabhebungen an Geldautomaten wird zur besonderen Vorsicht geraten. Insbesondere ist auf Vorrichtungen zu achten, mit denen die Karten kopiert oder das Eintippen der Geheimzahlen aufgezeichnet werden könnte.

Mobiltelefone

Im Umkreis von Flughäfen, insbesondere in Rio, Foz de Iguaçu und São Paulo (hier auch teilweise übriges Stadtgebiet), sollten Handys, insbesondere des Systems TDMA, nicht eingeschaltet werden, um eine Klonung und unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden. Die Systeme GSM und CDMA scheinen derzeit noch nicht betroffen zu sein.


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise deutscher Staatsangehöriger in Brasilien möglich.

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
Reisepassja / Mindestgültigkeit von 6 Monaten bei Einreise
Vorläufiger Reisepassja / Mindestgültigkeit von 6 Monaten bei Einreise
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Weitere AnmerkungenReisepass muss nicht zwingend biometrische Daten enthalten
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepassja / Mindestgültigkeit von 6 Monaten bei Einreise
Reisepassja / Mindestgültigkeit von 6 Monaten bei Einreise ? biometrische Daten sind nicht zwingend notwendig
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 01.11.2007 nicht mehr möglich)nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit dem 01.01.2006 nicht mehr ausgestellt)nein
Weitere AnmerkungenBitte beachten Sie die zusätzlichen Informationen zu den Einreisebestimmungen für Minderjährige

Visum

Deutsche können für einem touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ohne vorherige Einholung eines Visums einreisen. Vor Ablauf der 90-Tage-Frist kann in Brasilien bei einer Dienststelle der Bundespolizei (Polícia Federal - Departamento da Polícia Marítima, Aérea e de Fronteiras = DPMAF) eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung um maximal weitere 90 Tage beantragt werden. Die erlaubte Gesamtaufenthaltsdauer innerhalb von 12 Monaten beträgt maximal 180 Tage. Ein Anspruch auf die volle Aufenthaltsdauer besteht nicht. Es steht den zuständigen brasilianischen Behörden frei, die erlaubte Aufenthaltsdauer auf einen kürzeren Zeitraum zu beschränken.

Bei einem von vornherein beabsichtigten Aufenthalt von über 90 Tagen ist unbedingt vor Ausreise ein Visum bei der für den Wohnort zuständigen brasilianischen Auslandsvertretung in Deutschland zu beantragen.

Geschäftsreisende sollten grundsätzlich vor der Einreise bei der zuständigen brasilianischen Auslandsvertretung in Erfahrung bringen, ob für die geplante Reise ein Visum benötigt wird. Dies gilt selbst dann, wenn z.B. lediglich Verträge unterzeichnet oder Vorträge gehalten werden sollen. Techniker/Mechaniker, die Instandsetzungs- oder Aufbauarbeiten vornehmen sollen, benötigen grundsätzlich ein Visum. Die nachträgliche Erteilung eines Visums in Brasilien  ist nicht möglich.

Minderjährige

Brasilianische Minderjährige, die nicht von beiden Elternteilen oder Erziehungsberechtigten begleitet werden, bedürfen einer entsprechenden Einverständniserklärung des nicht mitreisenden Elternteils bzw. beider Eltern oder Erziehungsberechtigten. Dies gilt insbesondere für die Ausreise aus Brasilien, bei der Einreise wird in der Regel nicht danach verlangt. Die elterliche Einverständniserklärung muss zur Beglaubigung entweder vor einem brasilianischen Konsularbeamten an einer brasilianischen Auslandsvertretung oder bei einem brasilianischen Notariat (Cartório) abgegebenen werden. In Brasilien geborene Minderjährige und vermutlich auch im Ausland geborene Minderjährige mit brasilianischem Pass bedürfen in der Regel einer Genehmigung eines brasilianischen Richters, wenn sie aus Brasilien ohne Begleitung beider Eltern ausreisen wollen.

Auf nicht-brasilianische Minderjährige trifft dies grundsätzlich nicht zu, d.h. diese können bei Besitz eines gültigen Reisepasses von nur einem Erziehungsberechtigtem begleitet werden oder alleine einreisen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass in Einzelfällen obige Erfordernisse doch verlangt werden.

Zum Thema ?Reisegenehmigung für Minderjährige? werden auf der Homepage der Brasilianischen Botschaft Berlin www.brasilianische-botschaft.de/konsularabteilung/reisegenehmigung-fur-minderjahrige/ ausführliche Hinweise zur Verfügung gestellt.

Es wird dringend empfohlen, sich rechtzeitig vor Einreise des Kindes in Brasilien bei der zuständigen brasilianischen Auslandsvertretung zu informieren und die notwendigen Vorkehrungen zu treffen.

Doppelstaater

Reisende, die neben der deutschen auch die brasilianische Staatsangehörigkeit besitzen, müssen inzwischen nicht mehr zwingend mit dem brasilianischen Reisepass nach Brasilien ein- und ausreisen. Ein gültiger deutscher Reisepass reicht unter der Voraussetzung aus, dass zusätzlich ein gültiges Identitätspapier vorgelegt wird, das belegt, dass der Reisende auch die brasilianische Staatsangehörigkeit besitzt (z.B. die Carteira de Identitade). Besonders wer in Brasilien geboren ist oder einen brasilianischen Elternteil besitzt, sollte mit der zuständigen brasilianischen Auslandsvertretung klären, ob gegebenenfalls ein brasilianischer Reisepass oder eine Negativbescheinigung zur Einreise erforderlich ist.

Es wird darauf hingewiesen, dass nach Einbürgerung und Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit der spätere Wiedererwerb der brasilianischen Staatsangehörigkeit (z.B. durch Beantragung eines brasilianischen Reisepasses oder Personalausweises) ohne vorherige schriftliche Genehmigung der zuständigen deutschen Behörde automatisch den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit zur Folge hat.

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Gegenstände für den persönlichen Bedarf des Einreisenden, die für die Fahrt oder den Aufenthalt vorgesehen sind, können zollfrei eingeführt werden.

Ein striktes Einfuhrverbot besteht für Drogen, frische Nahrungsmittel und für exportierte brasilianische Alkoholika.

Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt werden.

Allerdings müssen Beträge, die den Gegenwert von R$ 10.000,00 übersteigen, unabhängig von Währung und Form (bar, Schecks, ? ) bei der Einreise deklariert werden.

Detaillierte Einfuhrbestimmungen sind unter www.brasilianische-botschaft.de oder www.receita.fazenda.gov.br/principal/Ingles/faq.htm (auf englisch) zu finden.

Obwohl für Haustiere bei der Einfuhr nach Brasilien eine Quarantänefrist nicht besteht, dürfen Pflanzen und Tiere nur unter bestimmten restriktiven Voraussetzungen nach Brasilien gebracht werden. Die Einfuhr lebender Vögel nach Brasilien ist untersagt.

Nähere Informationen dazu sowie eventuell notwendige Formulare erhalten Sie auf der Website der brasilianische Botschaft in Berlin www.brasilianische-botschaft.de

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen


Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Drogen

Vor Drogenkonsum und Drogenhandel wird nachdrücklich abgeraten. Drogendelikte werden in Brasilien streng geahndet. Es drohen hohe Strafen. Haftstrafen müssen regelmäßig - oft unter schwer erträglichen Bedingungen - in Brasilien verbüßt werden.

Sexualstraftaten

Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen wird in Brasilien mit Freiheitsstrafe zwischen vier und zehn Jahren geahndet. Die Täter müssen regelmäßig mit Inhaftierung und Bloßstellung in der Presse rechnen. Darüber hinaus werden solche Taten, wenn sie von Deutschen oder an Deutschen im Ausland begangen werden, auch in Deutschland strafrechtlich verfolgt.

Auch einvernehmliche sexuelle Handlungen mit unter 18-Jährigen sind nach brasilianischem Recht strafbar. In der Vergangenheit führte bereits das Fotografieren von Kindern und Jugendlichen in Badebekleidung am Strand zum Einschreiten der brasilianischen Behörden. Zu besonderer Zurückhaltung in diesem Bereich wird deshalb dringend geraten.

Baden ?oben ohne?  / Wechseln der Kleidung in der Öffentlichkeit

Baden ?oben ohne? gilt in Brasilien als Erregung öffentlichen Ärgernisses; ebenso das Wechseln der Kleidung in der Öffentlichkeit, z.B. am Strand. Beides kann zur Festnahme bzw. einem Gerichtsverfahren führen. Zum Kleidungswechsel sollten daher stets Umkleidekabinen oder andere geeignete Räumlichkeiten aufgesucht werden.

Tier- und Pflanzenschutz

Brasilien verfügt über strenge Strafvorschriften zum Schutz von Flora und Fauna. Verstöße werden von den brasilianischen Behörden konsequent verfolgt und auch mit Haftstrafen geahndet. Besonders streng werden Versuche verfolgt, frei lebende und geschützte Pflanzen und Tiere aus Brasilien zu exportieren. Das gilt für nahezu alle Zierfischarten aus dem Amazonasbecken, für Pflanzensetzlinge und ?samen sowie für Insekten und Spinnen (Vogelspinne!). Bereits der Transport geschützter Tiere oder Pflanzen von einem bras. Bundesstaat in einen anderen ist ? sofern keine ausdrückliche staatliche Genehmigung vorliegt ? strafbar. Angesichts des umfangreichen und damit zwangsläufig unübersichtlichen Katalogs von in Brasilien geschützten Tieren und Pflanzen wird Reisenden geraten, keine Tiere oder Pflanzen/Pflanzensamen zu kaufen, zu sammeln oder auszuführen. Unabhängig davon ist auch die Einfuhr von Pflanzen und Tieren nach Deutschland, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind, unzulässig  bzw. nur mit einer entsprechenden Einfuhrgenehmigung erlaubt. Nähere Informationen zur Einfuhr finden sich auf der Internetseite www.bfn.de oder aber direkt beim

Bundesamt für Naturschutz/Abt. Z.3
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Tel: 0228/8491-4444
Fax: 0228/8491-1039
PBox-CitesMA@BfN.de

Besuch von Indianerschutzgebieten

Für Reisen in Indianerschutzgebiete werden vorher bei der FUNAI (Nationale Indianerstiftung) einzuholende Genehmigungen benötigt. Wer ohne eine solche Autorisierung in einem Schutzgebiet angetroffen wird, muss mit Beschlagnahmung seiner Ausrüstung und empfindlichen Strafen rechnen.


Medizinische Hinweise

Impfschutz gegen Gelbfieber

Brasilien verlangt bei der Einreise keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung. Dennoch wird die Impfungen allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Brasilien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Das brasilianische Gesundheitsministerium empfiehlt die Gelbfieberimpfung für Reisen in folgende Staaten:

Genereller Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus für alle Reisende einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt von über vier Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

Denguefieber

Anfang 2010 ist die Zahl der Dengue-Erkrankungsfälle in einigen Regionen - insbesondere in den Bundesstaaten Acre, Rondônia, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und Goiás - im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Das Risiko, an Denguefieber zu erkranken, besteht jedoch auch bei Reisen in die anderen brasilianischen Bundesstaaten, so dass allen Reisenden konsequenter Mückenschutz insbesondere tagsüber empfohlen wird.

Durchfallerkrankungen

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Dies ist besonders wichtig in ländlichen Gebieten und im Norden und Nordosten des Landes.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Ein hohes Risiko besteht unterhalb von 900 m Höhenlage in den Bergbau-, Siedlungs- und Waldgebieten der Bundesstaaten Acre (in den Tälern des Rio Acre, R. Abuná und R. Tarauacá sowie zwischen R. Tarauacá und R. Cruzeiro), Amapá (N und das Tal des Jari), Rondônia (N), Roraima (W), Amazonas (in der weiteren Umgebung und den Nachbarbezirken der Städte sowie an den Unterläufen der Flüsse Javarí, Negro, Madeira, Purús und Solimões), Maranhão (N), Mato Grosso (mittlerer W), Pará (N) und Tocantins (nördl. und zentrale Araguaia-Region). Ein mittleres Risiko besteht in den übrigen ländlichen Gebieten einschließlich der Außenbezirke größerer Städte der o.g. Staaten sowie im Hinterland der Ilha de Marajo. Ein geringes bis sehr geringes Risiko besteht in den Stadtgebieten von Porto Velho, Boa Vista, Macapá, Manaus, Santarém und Marabá. Malariafrei sind die Städte an der Ostküste einschließlich Foz de Iguaçu und Fortaleza.

Je nach Reiseprofil kann deshalb eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl sollte unbedingt vor der Reise mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

Meningitis

Aus dem Bundesstaat Bahia wurden in den ersten Monaten des Jahres 2010 überdurchschnittlich viele Meningitis-Fälle gemeldet. Die Ursache für die Erkrankungen ist nicht bekannt. Grundsätzlich gibt es eine große Zahl an Viren, Bakterien und anderen Ursachen, die zu einer Hirnhautentzündung führen können. Reise- und tropenmedizinisch ist vor allem die sogenannte Meningokokken-Meningitis A+C wichtig, die durch Meningokokken (Bakterien) ausgelöst wird. Gegen diese beiden Formen ist ein Impfschutz möglich.

Tollwut

Insbesondere in den Bundesstaaten Maranhão und Pará wurden wiederholt Tollwutinfektionen mit tödlichem Ausgang durch den Biss von infizierten Flughunden (?Vampiren?) registriert. Infektionen sind aber im ganzen Land möglich. Für längere Aufenthalte ist die präexpositionelle Schutzimpfung empfohlen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in den größeren Städten mit der in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Zur Frage einer individuellen Reiseapotheke ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte sind z.T. erheblich höher als in Deutschland. Sie werden von deutschen Krankenversicherungen oft nicht oder nur teilweise abgedeckt. Rücksprache mit dem zuständigen Krankenversicherungsträger vor Reisebeginn bzw. Abschluss einer Reisekrankenversicherung sind deshalb dringend zu empfehlen. Es ist damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Brasilien durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch www.dtg.org

Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

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Kenia: Reise- und Sicherheitshinweise

Kenia

Kenia: Reise- und Sicherheitshinweise

Stand 18.02.2011
(Unverändert gültig seit: 10.02.2011)

Aktuelle Hinweise

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Auch in Kenia können sich terroristische Anschläge ereignen. Am 20. Dezember 2010 wurde ein Bombenanschlag in der Hauptstadt Nairobi verübt; es gab Tote und Verletzte. Es wird zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit geraten, insbesondere auf öffentlichen Plätzen, an religiösen Stätten sowie beim Besuch von internationalen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter und exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten. Auch größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Luftverkehr

Die Durchführung der Sicherheitskontrollen an den kenianischen internationalen Flughäfen Nairobi ?Jomo Kenyatta? und Mombasa ?Daniel Arap Moi? gibt zu Bedenken Anlass, ob sie internationalen Standards entsprechen. Vorkommnisse in der Vergangenheit lassen jedenfalls an ihrer Effizienz zweifeln. Die Sicherheitskontrollen am regionalen Flughafen Nairobi-Wilson, Ausgangs- und Zielpunkt zahlreicher "flying safaris" in Kenia, über den aber auch sämtliche Flüge nach und aus Somalia abgewickelt werden, entsprechen nicht dem europäischen Standard und werden als unzureichend eingeschätzt. Anlass zu erheblicher Besorgnis besteht vor allem wegen der mangelhaften Sicherheitskontrollen der Flugverbindungen von/nach Somalia.

Reisen über Land/Kriminalität

Reisende nach und in Kenia werden gebeten, besonders vorsichtig beim Einsatz von Bankkarten (Zahlung mit Kreditkarte, Abheben am Geldautomat) zu sein. Nicht ausgeschlossen sind Beobachtungen und Ausspähungen, die anschließend in sogenannte Express-Entführungen münden können, bei denen gerade auch westliche Ausländer über mehrere Stunden hinweg festgehalten werden, um mit ihren Bankkarten hohe Geldbeträge abzuheben.

Eine erhöhte Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias sowie in der Küstenregion nördlich von Malindi und auf den Reiserouten auf dem Landweg in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz. Reisen in diese Gebiete, vor allem nach Lamu, sollten mit dem Flugzeug durchgeführt werden. Sporadisch werden kriminelle Aktivitäten im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in den Regionen Massai Mara, des Natron-Sees, Namanga und des Amboseli-Parks gemeldet.

Individualtouristen, die die Nationalparks ohne Reisegruppenbetreuung besuchen, sollten in den vorhandenen Lodges oder auf bewachten Campingplätzen übernachten. Bei der Auswahl von Unterkünften wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, auf angemessene Sicherheitsvorkehrungen zu achten. Vor individuellen Ausflügen bei den Reise- und Hotelleitungen am Ort eingeholte Informationen erlauben eine bessere Lagebeurteilung und Risikoabwägung.

Die Innenstädte Nairobis und Mombasas sollten nachts generell, bestimmte Gegenden des Stadtinnern Nairobis (dazu gehören River Road, Tom Mboya Street, Machakos Bus Terminal) möglichst auch bei Tag gemieden werden. Touristen sollten keine Wertsachen sichtbar mit sich tragen. Bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen besteht eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden. Es wird daher angeraten, selbst kürzeste Entfernungen mit einem Taxi zurückzulegen.

Raubüberfälle auf Fußgänger sowie auf Autofahrer, teilweise verbunden mit der Wegnahme des Fahrzeugs ("Car-Jacking"), nehmen zu, insbesondere in Nairobi und anderen größeren Städten.

Reisen über Land/Straßenverkehr

Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen oder den "Matatus" genannten Kleinbussen sollten vermieden werden. Die Fahrzeuge sind teils nicht in verkehrssicherem Zustand.

Schwere Unfälle von Überlandbussen mit Todesopfern aufgrund überhöhter Geschwindigkeit oder Übermüdung der Fahrer sind bedauerlicherweise vergleichsweise häufig.

Bei Reisen mit dem Auto in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias, in die Küstenregion nördlich von Malindi, in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz, vor allem nach Lamu, sollte unbedingt der Schutz in einem bewachten Konvoi gesucht werden.

Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird. Nachts besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle. Auch kann sich der teilweise schlechte Straßenzustand als unüberwindliches Hindernis erweisen.

Safaris

In jüngster Zeit haben sich schwere Unfälle von Fahrzeugen lokaler Safariunternehmen auf Grund des offensiven Fahrstils und Übermüdung der Fahrer sowie nur bedingter Geländetauglichkeit der Kleinbusse gemehrt. Es wird empfohlen, sich bei der Reise- oder Hotelleitung über die Erfahrungen mit dem jeweiligen Safarianbieter zu informieren und sich bei Reiseantritt zu vergewissern, dass sich die Fahrzeuge in einem verkehrstauglichen Zustand befinden. Darüber hinaus sollte man den Fahrer bei risikoreicher Fahrweise vehement auf einen angemessenen Fahrstil hinweisen.


Allgemeine Reiseinformationen

Die Küstenregion Kenias ist islamisch geprägt. Reisende sollten darauf Rücksicht nehmen und ihr Verhalten - wo erforderlich - entsprechend anpassen.

Geld/Kreditkarten

Bargeld kann an Geldautomaten mit Kreditkarten und mit dem ?Cirrus?- und/oder ?Maestro?-Logo versehenen BankCards europäischer Banken bis maximal 40.000 KES pro Tag abgehoben werden. Reiseschecks werden in Kenia in der Regel nicht akzeptiert, weder in Forex-Büros noch zum Bezahlen von Hotels usw.

In Kenia ist Kreditkartenbetrug häufig. Beim Verwenden von Kreditkarten sollten daher die einschlägigen Vorsichtsmaßnahmen und Empfehlungen der Kreditkartenunternehmen beachtet werden.

In der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens Nairobi - nach der Zollabfertigung -sollte nach Möglichkeit vermieden werden, Geld umzutauschen, es besteht die Gefahr der Beobachtung und Verfolgung durch dort operierende kriminelle Banden.

Es ist hilfreich, einen kleineren Betrag in Ein-Dollar-Noten griffbereit mitzuführen, um erste Kosten, z.B. für ein Taxi, bestreiten zu können.

In Nairobi ereigneten sich in letzter Zeit mehrere Fälle von Trickbetrug, in denen die Betrüger den Reisenden, als Polizisten verkleidet, gegenüber traten. Es ist daher zu empfehlen, sich immer den Dienstausweis des vermeintlichen Polizisten zeigen zu lassen und diesem nicht ohne nachvollziehbaren Grund zu folgen.

Aufnahme einer Arbeit

Personen, die beabsichtigen, in einer sozialen Einrichtung oder Nichtregierungsorganisation für einige Zeit mitzuarbeiten, benötigen eine Arbeitsgenehmigung. Näheres hierzu unter www.immigration.go.ke

Vor dem Hintergrund einschlägiger, nicht immer günstiger Erfahrungen, wird empfohlen, sich so umfassend wie möglich über die fragliche Institution zu informieren, falls vorhanden, am besten über eine deutsche Partnerinstitution. Thema sollte dabei auch die Sicherheit der Unterbringung sein. Zum Teil wird für die Mitarbeit ein nicht unerheblicher finanzieller Beitrag erhoben.

Ferner wird dringend dazu geraten, sich für die Dauer des Aufenthalts bei der deutschen Botschaft in Nairobi online mit genauen Kontaktdaten zu registrieren, damit die Botschaft im Falle einer Krise Hilfestellung leisten kann. Die elektronische Online-Registrierung für Auslandsdeutsche finden Sie unter diesem Link:

https://service2.diplo.de/elefandextern/registration.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Visum

Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumspflicht. Die Visumgebühr beträgt ab 1. Januar 2011 US$ 50,00. Visa (single entry) können problemlos bei der Einreise über alle offiziellen Grenzstationen, z.B. an den Flughäfen Nairobi und Mombasa, erteilt werden und sind 12 Wochen - mit der Möglichkeit einer einmaligen Verlängerung - gültig. Alle Zahlungen werde nur in Scheinen angenommen. In letzter Zeit gab es vermehrt Schwierigkeiten, die Gebühr in einer anderen Währung als in USD zu bezahlen.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, ist jedoch ein Antrag bei der kenianischen Botschaft in Berlin vorzuziehen. Für nähere Einzelheiten wird empfohlen, sich mit der Botschaft der Republik Kenia , Markgrafenstr. 63, 10969 Berlin, Tel.: (030-25 92 66 0, Fax 030-25 92 66 50), in Verbindung zu setzen. Der Visaantrag kann auch auf der Seite der kenianischen Botschaft www.kenyaembassyberlin.de heruntergeladen werden.

Falls eine Weiterreise in eines der Nachbarländer mit anschließender Wiedereinreise nach Kenia geplant ist, sollte ein ?multi-entry?-Visum beantragt werden.

Reisedokumente

Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente ErwachseneEinreise möglich / Bedingungen
ReisepassJa, gültig 6 Monate über den Aufenthalt hinaus
Vorläufiger ReisepassJa, gültig 6 Monate über den Aufenthalt hinaus
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Weitere AnmerkungenVorlage Rück- oder Weiterreiseticket notwendig
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
KinderreisepassJa, gültig 6 Monate über den Aufenthalt hinaus
ReisepassJa, gültig 6 Monate über den Aufenthalt hinaus
Personalausweisnein
Vorläufiger Personalausweisnein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)Besser nicht! Eintrag der Kinder, insbesondere ohne Foto, in den Reisepass der Eltern hat in der Vergangenheit zu Schwierigkeiten bei der Ein- oder Ausreise geführt.
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)nein
Weitere AnmerkungenVorlage Rück- oder Weiterreiseticket notwendig

Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.


Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Waffen (einschl. Gaspistolen, Tränengas u.a. in Deutschland frei verkäufliche Waffen zur Selbstverteidigung) und Drogen aller Art ist strikt verboten.

Wertvolle elektronische Geräte sind bei der Einreise zu deklarieren.

Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 6.000 US-Dollar ein- bzw. ausgeführt werden.

Die Einfuhr jeder Art pornographischen Materials ist verboten.

Da die meisten exotischen Tier- und Pflanzenarten geschützt sind, sind der Besitz und damit auch die Ausfuhr entsprechender Souvenirs verboten und werden mit hohen Geld- oder Haftstrafen geahndet.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Drogendelikte (auch Besitz von Marihuana für den Eigenbedarf) stehen schon bei Geringfügigkeit unter harter Strafe.

Gleiches gilt für den unerlaubten Waffenbesitz. Dabei ist zu beachten, dass auch Gas- und Spielzeugpistolen, CS-Gas und Pfefferspray als Waffen klassifiziert sind. Von der Mitnahme im Reisegepäck ist daher unbedingt abzusehen.

Das Fotografieren von Einrichtungen, die als militärisch und/oder sicherheitsrelevant gelten können (z.B. Flughafen, offizielle Regierungsgebäude usw.), ist verboten. Eine Erlaubnis, z.B. der Sicherheitskräfte, kann im Einzelfall eingeholt werden.

In Nationalparks ist die Mitnahme von Waffen streng verboten.

Da auf kenianischen Geldscheinen und Münzen Portraits der Präsidenten abgedruckt sind, steht die Verschandelung bzw. Zerstörung der Währung unter Strafe.

Es ist verboten, pornographisches Material einzuführen.

Homosexuelles Verhalten ist unter Strafe gestellt. Obwohl es sehr selten zu Strafverfolgungen kommt, sollte in der Öffentlichkeit darauf Rücksicht genommen werden.

Im Zuge der jüngsten Reform der Sexualdelikte durch den ?Sexual Offences Act 2006? wurden die Strafandrohungen z. B. für Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Menschen-/ Frauenhandel und Ausbeutung drastisch angehoben. Die Strafandrohungen sehen langjährige Freiheitsstrafen vor, wobei in Kenia alle Personen bis zum Alter von 18 Jahren als Kind im Sinne dieses Gesetzes angesehen werden.

Im Falle des unerlaubten Aufenthalts in Kenia, unter anderem auch bei Ablauf eines vorher gültigen Visums, drohen Inhaftierung, Geldstrafe und/oder Abschiebung.

Seit Mitte des Jahres 2007 besteht ein weitreichender Schutz der Nichtraucher in Kenia. Das Rauchen in öffentlichen Bereichen ist demnach weitgehend verboten. Seit kurzem werden die gesetzlichen Bestimmungen zum Nichtraucherschutz strenger durch die Behörden verfolgt. In einigen wenigen Einzelfällen wurden Einreisende direkt nach der Ankunft von angeblichen Polizisten in betrügerischer Absicht zur Zahlung von hohen ?Bußgeldern? genötigt.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt, jedoch empfohlen.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern/Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.

Malaria

Jährlich treten über. 100.000 Malariafälle in Kenia auf. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85 % der Fälle in Kenia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Ein hohes ganzjähriges Risiko besteht in den Touristenzentren an der Küste und im Westen des Landes am Viktoriasee. Ein geringes Risiko herrscht in Nairobi und in den Höhenlagen über 2.500 m der Provinzen Central, Eastern, Nyanza, Rift Valley und Western.

Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue!), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS

Ca. 2 Mio. Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2007 für Kenia gemeldet. 2007 waren ca. 8 % der erwachsenen Bevölkerung und je nach Region 25 ? 90 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera, die in Kenia endemisch ist und immer wieder lokal ausbricht, vermeiden. Eine Impfung ist für Riskoreisende nach ärztlicher Beratung möglich.

Einige Grundregeln zur Hygiene

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, frisch gekochten Tee oder Kaffee, nie Leitungswasser. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Nur gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen, Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht essen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber

Kann eine häufige Ursache für Fieber entlang der Küste sein. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Eine Impfung existiert nicht. Der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige Vorsorgemaßnahme.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern (z. B. Victoria-See) im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Polio (Kinderlähmung)

Erstmals seit 20 Jahren wurden in Kenia ab Anfang 2009 wieder Poliofälle gemeldet (alle im nördlichen Turkana-Distrikt im Grenzgebiet zum Sudan). Ursprung des Virus ist wahrscheinlich der angrenzende südliche Sudan, wo es in letzter Zeit mehrere Ausbrüche gab. Hygiene und Impfschutz (siehe oben) beachten.

Höhenkrankheit

Sollte im Rahmen von touristischen Unternehmungen der Mount Kenia bestiegen werden, sind gesundheitliche Probleme möglich (akute Höhenkrankheit ? Rücksprache mit Hausarzt entsprechend eigener Vorerkrankungen). Zu Symptomen der Höhenkrankheit siehe auch das Merkblatt des Gesundheitsdienstes.

Gifttiere

In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hochproblematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Nairobi ist gut. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amts und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte aller Fachrichtungen vorhanden. In einigen Krankenhäusern gibt es Stationen, die hinsichtlich der Unterbringung auch höheren Ansprüchen gerecht werden. Ein ärztlicher Notfalldienst für dringende Erkrankungen, Unfälle etc. ist dort eingerichtet.

Einfache bis mittelschwere Operationen können, insbesondere in Nairobi, in ausgewählten Krankenhäusern durchgeführt werden. Im Notfall sind auch komplexe Eingriffe möglich, dennoch sollten schwierigere Operationen oder hier nicht häufig durchgeführte Eingriffe nach ärztlicher Rücksprache in Europa oder Südafrika durchgeführt werden.

Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen oder Großstädte werden nicht besucht. Die Apotheken in Nairobi haben ein gutes Sortiment aller wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen allerdings vor.

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist auch in Kenia möglich. Häufig sind die Kosten für ärztliche Behandlungen in Kenia für Europäer deutlich teurer als in Deutschland. Touristen, die nach Kenia kommen, sollten über eine zusätzliche Reisekrankenversicherung verfügen. Wer sich längerfristig in Kenia aufhalten will, sollte über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten in Kenia und in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer deutschen oder internationalen Flugrettungsversicherung sowie lokal für Reisen innerhalb von Kenia bei AMREF (?Flying Doctors?) empfohlen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

  • zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
  • auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
  • immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
  • trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Auswärtiges Amt

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Auszubildende für den Beruf IT-Systemelektroniker / IT-Systemelektronikerin, Dienstort: Bonn. Bewerbungsschluss: 14.03.2011

Auszubildende für den Beruf IT-Systemelektroniker / IT-Systemelektronikerin, Dienstort: Bonn. Bewerbungsschluss: 14.03.2011

IT-Systemelektroniker/innen planen informations- und kommunikationstechnische Systeme (IuK-Systeme), installieren die entsprechenden Geräte, Komponenten und Netzwerke einschließlich deren Stromversorgung und Software und nehmen die Systeme in Betrieb. Sie realisieren kundenspezifische Lösungen durch Bereitstellen von Anwendungsprogrammen sowie durch Modifikationen von Hard- und Software. Sie beseitigen Störungen durch Austausch von Baugruppen und Geräten sowie durch Systemanpassungen. IT-Systemelektroniker/innen sind im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften Elektrofachkräfte. Neben den technischen Kompetenzen sind IT-Systemelektroniker/innen mit betriebswirtschaftlichen, vertrieblichen und arbeitsorganisatorischen Zusammenhängen vertraut.

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.

Folgende Kenntnisse und Voraussetzungen werden erwartet:

  • Realschulabschluss bzw. Fachhochschul-/Hochschulreife
  • Grundkenntnisse im Bereich Elektrotechnik und Datenverarbeitung
  • Grundkenntnisse im Umgang mit einem Personal-Computer
  • Interesse an der Arbeit mit modernsten Kommunikationssystemen
  • Gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen
  • Englischkenntnisse
  • Bereitschaft zur Teamarbeit
  • Keine bereits abgeschlossene Berufsausbildung

Das Auswärtige Amt setzt sich die berufliche Förderung von Frauen zum Ziel und lädt qualifizierte Frauen ausdrücklich zu einer Bewerbung ein. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung entsprechend der gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen mit tabellarischem Lebenslauf und Kopien der letzten drei Schulzeugnisse bis zum 14.03.2011 an:

Auswärtiges Amt
Dienststelle Bonn
Referat 1-IT-5-S
Postfach 1148
53001 Bonn

Telefonische Auskünfte erteilt Herr Singer unter 0228/17-4426

Stand 16.02.2011


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Bürosachbearbeiter / Bürosachbearbeiterin für das Kultur- und Pressereferat der Deutschen Botschaft in Beirut (in Teilzeit 50%, ab 01.09.2011)

Bürosachbearbeiter / Bürosachbearbeiterin für das Kultur- und Pressereferat der Deutschen Botschaft in Beirut (in Teilzeit 50%, ab 01.09.2011)

Zu Ihren Aufgaben gehören u.a.:

  • Beantragung von Aufenthaltserlaubnissen und sonstige Betreuung der deutschen Mittlerorganisationen und ihrer Mitarbeiter vor Ort
  • Pflegen der botschaftseigenen Adressdatenbank
  • Überprüfen und Weiterleiten von Stipendien-Bewerbungen
  • Zollfreischreibungen
  • Verteilung von Einladungen und Publikationen
  • logistische Vorbereitung von Themenreisen der Bundesregierung

Sie sollten über folgende Qualifikationen und Kompetenzen verfügen:

  • exzellente Kenntnisse in Wort und Schrift in folgenden Sprachen:
    Deutsch, Arabisch, Englisch und Französisch
  • gute Textverarbeitungs- und Excelkenntnisse
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Organisationsvermögen, Souveränität und Flexibilität
  • einwandfreies Auftreten.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit folgenden Unterlagen:

  • Lebenslauf (auf deutsch mit Angaben zu Ausbildung, Berufserfahrung, relevanten Kenntnissen und Kompetenzen, einem Foto sowie Angabe von min. zwei Referenzpersonen)
  • Motivationsschreiben (auf deutsch) und
  • Zeugnissen

bis zum 10.05.2011 an:

Ambassade d?Allemagne
Beyrouth
A l?attention de M. Träger
P.O. Box: 11-2820
Riad El Solh-Beirut 1107 2110

Bei Fragen können Sie sich gern an Frau Eva Borkner: ku-10@beir.diplo.de oder Frau Bianca Dormuth: ku-1@beir.diplo.de wenden.

Stand 08.02.2011


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Referentin / Referenten für den Bereich EU-Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltspolitik

Referentin / Referenten für den Bereich EU-Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltspolitik

Das Auswärtige Amt in Berlin sucht zum frühestmöglichen Zeitpunkt befristet für 2 Jahre

eine Referentin / einen Referenten in seiner Europaabteilung für den Bereich EU-Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltspolitik.


Aufgabenschwerpunkte (nach Priorität):

  • Kontext Finanz- und Eurokrise:
    Vertretung der Interessen des Auswärtigen Amts in Fragen der Wirtschafts- und
    Währungsunion. Schwerpunkt: Fragen der aktuellen Finanz- und Eurokrise (Instrumente und
    Verfahren der Krisenbewältigung im Bereich Staatsverschuldung)
  • Analyse der europäischen Finanzmärkte und des europäischen Bankensektors
    Kontext der Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen 2014-2020:
  • Konzeption und Bewertung von Politikoptionen sowie, zur Verhandlungsunterstützung,
    Erstellung von quantitativen Szenarien in Bezug auf Konsequenzen für die EU-Finanzen
  • Pflege und Weiterentwicklung eines komplexen Excel-basierten Analysetools und Analyse
    von Verhandlungsoptionen mit dessen Hilfe

Das Auswärtige Amt bietet eine tarifliche Eingruppierung bis nach E 14 TVöD-Bund (Tarifgebiet
Ost).

Informationen zum TVöD finden Sie auf der Homepage des Bundesministerium des Innern unter www.bmi.bund.de und https://bezuegerechner.bva.bund.de

Das Auswärtige Amt hat sich die berufliche Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt und lädt
ausdrücklich qualifizierte Frauen zu einer Bewerbung ein.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung entsprechend den gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt.

Sollten Sie die folgenden Anforderungen erfüllen, eine hohe Sozialkompetenz, Teamfähigkeit
und eine hohe Belastbarkeit mitbringen, freuen wir uns über Ihre Bewerbung:

Fachlich

  • abgeschlossenes Hochschulstudium der Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbares
    Studium mit starkem volkswirtschaftlichen oder bankenvolkswirtschaftlichen Schwerpunkt
  • fundierte Kenntnisse in Fragen des europäischen Bankensektors, des institutionellen Gefüges
    der Wirtschafts- und Währungsunion und der europäischen Integration sowie des
    Zusammenwirkens der europäischen Institutionen
  • fundierte Kenntnisse und praktische berufliche Erfahrungen im Bereich der empirischen
    Wirtschaftsforschung und Politikberatung, insbesondere Erfahrung mit quantitativen Modellen
    zur Simulation von Politikszenarien

Allgemein

  • Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse (Niveau Muttersprache)
  • hervorragende Excel-Kenntnisse (Makroprogrammierung erwünscht), sicherer Umgang mit
    anderen MS-Office-Programmen
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (250 Punkte nach TOEFL CbT/ 100 Punkte
    nach TOEFL IbT oder First Certificate in Englisch / FCE nach dem Cambridge-System)
  • mindestens Grundkenntnisse in Französisch

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung folgende Unterlagen / Nachweise bei:

  • Motivationsschreiben
  • vollständiger tabellarischer Lebenslauf
  • Nachweis über das o. g. abgeschlossene Hochschulstudium, aus dem die Benotung der
    einzelnen Fächer hervorgeht
  • Nachweise/Aussagen zu allen im Anforderungsprofil genannten Fachkenntnissen
  • Nachweise/Aussagen zu hervorragenden Excel-Kenntnissen sowie anderen MS-Office-
    Programmen
  • Nachweis über sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (vgl. obige Nachweise)
  • Nachweis über Grundkenntnisse in Französisch
  • Kopie des Personalausweises / des Reisepasses

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur vollständig eingehende Bewerbungen berücksichtigen
können.

Bewerbungen richten Sie bis 17.02.2011 bitte ausschließlich online an das Auswärtige Amt.

Die Bewerbungsmaske können Sie über folgenden Link aufrufen:

Eingabemaske für Ihre Online-Bewerbung

Das Auswahlverfahren wird voraussichtlich zu Ende Februar/Anfang März 2011 stattfinden.

Telefonische Auskünfte zu Aufgaben und Anforderungsprofil erteilt Herr Ole Funke unter der
Telefonnummer 030-5000-2519.

Fragen zum Auswahlverfahren beantwortet Ihnen Frau Jutta Költsch unter der Telefonnummer
030-5000-6493.

Stand 04.02.2011


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Bürosachbearbeiterin / Bürosachbearbeiter als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Bürosachbearbeiterin / Bürosachbearbeiter als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Aufgabenschwerpunkte:

  • Wahrnehmung aller Aufgaben der Arbeitssicherheit und der Unfallverhütung gemäß Arbeitssicherheitsgesetz für die Zentrale und die Auslandsvertretungen des Auswärtigen Amts
  • Durchführung von Audits, Betriebsbegehungen, Arbeitsplatz- und Maschinenabnahmen und sicherheitstechnischen Überprüfungen mit Dokumentation über die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften sowie Mitwirkung bei der Entwicklung von Sicherheitskonzepten´
  • Unterstützung bei Gefährdungsbeurteilungen, Durchführung arbeitsplatz- und personenbezogener Messungen mit Auswertung der Ergebnisse
  • Mitwirkung bei der Aus- und Weiterbildung in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
  • Mitwirkung bei Planung und Umsetzung von Bau- und Umbaumaßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsschutzes und des Brandschutzes sowie bei der Beschaffung technischer Arbeitsmittel und persönlicher Schutzausrüstung und der Einführung von Arbeitsverfahren

Anforderungsprofil:

Fachlich

  • Meister/in oder Techniker/in der Fachrichtungen Elektro-, Versorgungs- oder Gebäudetechnik mit dem Nachweis der Zusatzqualifikation ?Sicherheitsmeister/in oder Sicherheitstechniker/in?
  • mindestens dreijährige Berufserfahrung als Sicherheitsfachkraft

Allgemein

  • Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse (Niveau Muttersprache)
  • sicherer Umgang mit den gängigen Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen
  • Fachspezifische Englisch- sowie weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
  • überzeugende schriftliche Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit
  • ausgeprägte Teamfähigkeit, Flexibilität und hohe Belastbarkeit
  • Verhandlungs- und Organisationsgeschick
  • Bereitschaft zu Auslandsdienstreisen

Das Auswärtige Amt bietet eine tarifliche Eingruppierung bis nach E 8 TVöD-Bund (Tarifgebiet Ost).

Informationen zum TVöD finden Sie auf der Homepage des Bundesministerium des Innern unter www.bmi.bund.de und https://bezuegerechner.bva.bund.de

Das Auswärtige Amt hat sich die berufliche Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt und lädt ausdrücklich qualifizierte Frauen zu einer Bewerbung ein.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung entsprechend den gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen sind folgende Unterlagen / Nachweise beizufügen:

  • Motivationsschreiben
  • vollständiger tabellarischer Lebenslauf
  • Diplomurkunden (ggf. Gleichwertigkeitsbescheinigung) und Zeugniskopien, aus denen die Benotung der einzelnen Fächer hervorgeht
  • Nachweise/Aussagen zu allen im Anforderungsprofil genannten Fachkenntnissen
  • Nachweise zu Projekten, Fortbildungen und eventuellen besonderen Fachkenntnissen
  • Kopie des Personalausweises / des Reisepasses

Unvollständig eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Bewerbungen richten Sie bis 22.02.2011 bitte ausschließlich online an das Auswärtige Amt.

Die Bewerbungsmaske können Sie über folgenden Link aufrufen:

Eingabemaske für Ihre Online-Bewerbung

Das Auswahlverfahren findet voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte 2011 statt. Telefonische Auskünfte zu Aufgaben und Anforderungsprofil erteilt Herr Ingo Dreßen unter der Rufnummer 030-5000-3836.

Fragen zum Auswahlverfahren beantwortet Ihnen Frau Christine Bumeder unter der Rufnummer 030-5000-6374.

Stand 20.01.2011


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Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter als Fachkraft für Arbeitssicherheit

Aufgabenschwerpunkte:

  • Wahrnehmung aller Aufgaben der Arbeitssicherheit und der Unfallverhütung gemäß Arbeitssicherheitsgesetz für die Zentrale und die Auslandsvertretungen des Auswärtigen Amts
  • Durchführung von Audits, Betriebsbegehungen, Arbeitsplatz- und Maschinenabnahmen und sicherheitstechnischen Überprüfungen mit Dokumentation über die Einhaltung von Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften sowie bei der Entwicklung von Sicherheitskonzepten
  • Beratung bei Planung und Umsetzung von Bau- und Umbaumaßnahmen, Unterhaltung von Betriebsstätten und -anlagen sowie bei der Beschaffung technischer Arbeitsmittel, persönlicher Schutzausrüstung und der Einführung von Arbeitsverfahren
  • Unterstützung bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, Durchführung arbeitsplatz- und personenbezogener Messungen mit Auswertung der Ergebnisse Schulungen im Rahmen von Aus- und Weiterbildung von Vorgesetzten,
  • Sicherheitsbeauftragten sowie aller Beschäftigten in Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
  • Brandschutzbeauftragte/r für die Zentrale und die Auslandsvertretungen des Auswärtigen Amts

Anforderungsprofil:

Fachlich

  • Dipl.-Ing. (FH) Fachrichtung Sicherheitstechnik oder Fachrichtungen Elektro-, Versorgungs- oder Gebäudetechnik mit dem Nachweis der Zusatzqualifikation ?Sicherheitsingenieur/in?
  • mindestens dreijährige Berufserfahrung als Sicherheitsfachkraft
  • Befähigung zum Brandschutzbeauftragten

Allgemein

  • Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates
  • sehr gute deutsche Sprachkenntnisse (Niveau Muttersprache)
  • sicherer Umgang mit den gängigen Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen
  • Fachspezifische Englisch- sowie weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
  • überzeugende schriftliche Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit
  • ausgeprägte Teamfähigkeit, Flexibilität und hohe Belastbarkeit
  • ausgeprägtes Verhandlungs- und Organisationsgeschick
  • Bereitschaft zu Auslandsdienstreisen.

Das Auswärtige Amt bietet eine tarifliche Eingruppierung nach E 12 TVöD-Bund (Tarifgebiet Ost). 

Informationen zum TVöD finden Sie auf der Homepage des Bundesministerium des Innern unter www.bmi.bund.de und https://bezuegerechner.bva.bund.de

Das Auswärtige Amt hat sich die berufliche Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt und lädt ausdrücklich qualifizierte Frauen zu einer Bewerbung ein.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung entsprechend den gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen sind folgende Unterlagen / Nachweise beizufügen:

  • Motivationsschreiben
  • vollständiger tabellarischer Lebenslauf
  • Diplomurkunden (ggf. Gleichwertigkeitsbescheinigung) und Zeugniskopien, aus denen die Benotung der einzelnen Fächer hervorgeht
  • Nachweise/Aussagen zu allen im Anforderungsprofil genannten Fachkenntnissen
  • Nachweise zu Projekten, Fortbildungen und eventuellen besonderen Fachkenntnissen
  • Kopie des Personalausweises / des Reisepasses

Unvollständig eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Bewerbungen richten Sie bis 22.02.2011 bitte ausschließlich online an das Auswärtige Amt.

Die Bewerbungsmaske können Sie über folgenden Link aufrufen:

Eingabemaske für Ihre Online-Bewerbung

Das Auswahlverfahren findet voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte 2011 statt. Telefonische Auskünfte zu Aufgaben und Anforderungsprofil erteilt Herr Ingo Dreßen unter der Rufnummer 030-5000-3836.

Fragen zum Auswahlverfahren beantwortet Ihnen Frau Carolin Geis unter der Rufnummer 030-5000-6377.

Stand 20.01.2011


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Löning fordert Ende der Repression in Belarus

Löning fordert Ende der Repression in Belarus

Nach den Protesten gegen die Wahlfälschung in Belarus vom vergangenen Dezember und der Verhaftung vieler Oppositioneller fand nun der erste Prozess gegen einen Teilnehmer der Demonstrationen statt. 

Wassili Parfenkow, ein Mitglied der Wahlkampf-Initiativgruppe des damaligen Präsidentschaftskandidaten Wladimir Nekljajew wurde von einem Gericht in Minsk zu vier Jahren Haft wegen "Teilnahme an Massenunruhen" und zu Schadensersatz für Sachbeschädigung verurteilt.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, kritisierte das Urteil. Damit setze die weißrussische Regierung ihren "Kurs der Missachtung von Meinungs- und Demonstrationsfreiheit" fort. Die Deutsche Botschaft in Minsk hat den Prozess beobachtet. 

Löning bekräftigte: "Es war richtig Sanktionen gegen die belarussische Regierung zu verhängen." Nur durch ein Ende der Repressionen und die Freilassung aller politischen Gefangenen könne die weißrussische Regierung die Isolation ihres Landes in Europa wieder rückgängig machen.

Zweigleisiger Ansatz

Festnahme von Demonstranten in Minsk © picture-alliance/dpa

Die Bundesregierung verfolgt mit ihren europäischen Partnern nach den massiven Verletzungen der Menschenrechte durch die belarussische Regierung einen zweigleisigen Ansatz. Einerseits hat die EU jüngst Sanktionen gegen die politische Führung in Minsk verhängt. Andererseits soll die belarussische Zivilgesellschaft unterstützt werden.

Am 31. Januar berieten die EU-Außenminister in Brüssel über die Lage in Belarus. Sie beschlossen Reise- und Vermögenssperren gegen die Verantwortlichen für Wahlfälschung und Gewalt gegen Oppositionelle. Gleichzeitig hat der Rat der Außenminister die  Unterstützung der belarussischen Zivilgesellschaft und Stärkung zwischengesellschaftlicher Kontakte beschlossen. Bei einer Geberkonferenz in Warschau Anfrang Februar hat Deutschland 6,6 Millionen Euro für entsprechende Projekte zugesagt. Auch Visaerleichterungen für Studierende und Wissenschaftler wurden in Aussicht gestellt.


Ratsschlussfolgerungen zu Belarus, 31. Januar 2011 (Englisch) (PDF, 15 KB)

Stand 18.02.2011


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Angespannte Lage in Bahrain

Angespannte Lage in Bahrain

"Keine Gewalt" - das sei das Kernanliegen der Bundesregierung, sagte Außenminister Guido Westerwelle am 17.  Februar mit Blick auf die Geschehnisse in Bahrain, Libyen und anderen Ländern der Region.

"Wir verfolgen die Bilder und Nachrichten aus Bahrain mit großer Sorge", erklärte Westerwelle in Berlin. Ganz augenscheinlich sei "der Funke der Freiheit", der in Tunesien und Ägypten entfacht worden ist, auch in anderen Ländern der Region angekommen. 

Rechte der Demonstranten schützen

Es dürfe keine Gewalt gegen die Demonstranten geben, vielmehr müssten sie von den staatlichen Institutionen geschützt werden, so der Außenminister: "Diejenigen, die jetzt für Freiheit und Lebenschancen in verschiedenen Ländern der arabischen Welt auf die Straße gehen, nehmen ihre Rechte wahr. Und wir stehen als Demokraten an der Seite von demokratischen Demonstrationen."

In Bahrain protestieren seit ein paar Tagen zahlreiche Menschen gegen die Regierung. Die Polizei ist gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen; es gab mehrere Tote und Verletzte. Die Demonstranten fordern größere politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe. Die Exekutive des Golfstaats Bahrain wird von König Hamad bin Issa al-Chalifa und seiner Familie beherrscht, die eine Kammer des Parlaments ist gewählt, die andere vom König ernannt.

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise angesichts der angespannten Lage verschärft

Reise- und Sicherheitshinweise zu Bahrain

Auch in Libyen kam es bei Protesten zu Gewalt; das Auswärtige Amt rät Reisenden zu erhöhter Vorsicht. 

Früchte der Demokratie

Die derzeitigen Umbrüche in Ägypten und Tunesien seien der Beginn einer geschichtliche Zäsur, sagte Außenminister Westerwelle. Die technologischen Möglichkeiten seien ganz augenscheinlich ein entscheidender Faktor dafür, dass auch freiheitliche Werte globalisiert würden.

Mit Blick auf die zahlreichen Tunesier, die in den vergangenen Tagen ihr Land mit Booten Richtung Italien verlassen haben, sagte Westerwelle, es sei nun entscheidend, die Lebensbedingungen und Perspektiven der Menschen in Tunesien selbst zu verbessern: "Nur wenn die Demokratie Früchte bringt, dann wird sie auch wirklich über eine längere Zeit getragen werden." 

Der wirtschaftliche Erfolg müsse von Europa - etwa durch leichteren Marktzugang für tunesische Produkte - mitbefördert werden, damit es eine verlässliche und nachhaltige Entwicklung in Richtung Demokratie geben könne.

Audio: Pressestatement Bundesminister Westerwelles

Stand 17.02.2011


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Im Schulterschluss mit Estland

Im Schulterschluss mit Estland

Estland und Deutschland sind sich einig über die notwendigen Schritte zur Sicherung der Stabilität des Euro. Der Stabiliäts- und Wachstumspakt müsse gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Union durch solide Haushaltspolitik verbessert werden, so Außenminister Westerwelle beim Besuch seines estnischen Amtskollegen Urmas Paet in Berlin.

Es müssten die richtigen Konsequenzen aus der Währungskrise gezogen werden, so Westerwelle. Bis zum Europäischen Rat Ende März soll ein Gesamtpaket geschürt werden, das den Euro dauerhaft stabilisiert. Hier habe Deutschland mit Estland einen "guten Verbündeten". Minister Paet betonte, Estland unterstütze "alle Maßnahmen, die zu einer konservativeren Finanz- und Geldpolitik der EU und der Eurozone führen werden".

Der Bundesaußenminister würdigte in diesem Zusammenhang die wirtschaftliche Entwicklung und die solide Haushaltspolitik Estlands.

Estland hat den Euro am 1. Januar 2011 eingeführt und ist damit das jüngste Mitglied der Euro-Zone. Nach der Wirtschaftskrise 2009 hat sich die estnische Wirtschaft erholt. Für 2011 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent und einem Haushaltsdefizit von 1,6 Prozent des BIP gerechnet.


Partner in internationalen Fragen

Zudem tauschten sich die beiden Minister über die aktuelle Lage im Nahen und Mittleren Osten und die Demokratiebewegung in Nordafrika aus. Minister Westerwelle unterstrich, dass wirtschaftlicher Erfolg der jungen Demokratien der "beste Garant" für ihre stabile Entwicklung sei.

Paet bedankte sich auch für die aktive Beteiligung Deutschlands an der Luftraumüberwachung der NATO für die baltischen Staaten.

Seit Januar 2011 stellt die Bundeswehr erneut die Luftraumüberwachung in den drei baltischen Staaten sicher - im Verlauf der letzten Jahre bereits zum vierten Mal. Damit setzt Deutschland ein deutliches Zeichen für die Erfüllung seiner Bündnisverpflichtungen im Rahmen der NATO.


Paet bekräftigte auch die Auffassung der estnischen Regierung, dass Deutschland zu den neuen ständigen Mitgliedern im VN-Sicherheitsrat gehören sollte. Mit Blick auf Belarus sagte er, das Land könne nicht länger eine "Grauzone" in Europa bleiben. Die EU verfolge daher einen zweigleisigen Ansatz: gezielte Sanktionen gegen die für Repressionsmaßnahmen Verantwortlichen und zugleich die Stärkung der Zivilgesellschaft in Belarus.

Urmas Paet ist seit April 2005 Außenminister der Republik Estland. Der Politikwissenschaftler besuchte als Schüler ein Deutsches Gymnasium in Tallinn und spricht neben anderen Fremdsprachen auch Deutsch.


Stand 16.02.2011


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Vernetzter Ansatz für Tunesien

Vernetzter Ansatz für Tunesien

Es war nur ein kurzer Zwischenstopp: Am Samstag morgen landete Außenminister Westerwelle nach einem gut achtstündigen Nachtflug aus New York, wo er an einer Sitzung des VN-Sicherheitsrats teilgenommen hatte, in Berlin - und stieg direkt in die bereits wartende Maschine Richtung Tunis um. Dort traf er am 12. Februar unter anderem den amtierenden Ministerpräsidenten Mohamed Ghannouchi sowie Vertreter aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Mit an Bord im Flugzeug nach Tunis waren die Staatssekretäre Burbacher aus dem Bundeswirtschaftsministerium und Hans-Jürgen Beerfeltz aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Man wolle in Tunesien vernetzt agieren, sagte Westerwelle auf dem Hinflug mit Blick auf Größe und Zusammensetzung der Delegation. 

Musterbeispiel für die Region

Westerwelle mit dem tunesischen Ministerpräsidenten Ghannouchi © photothek / Imo

In den Mahgreb-Staaten werde momentan Geschichte geschrieben, so der Minister. Es sei wahrscheinlich, dass der demokratische Wandel in Tunesien "unumkehrbar" sei. Im Falle einer erfolgreichen Demokratisierung könne Tunesien zum "Musterbeispiel" der Region werden, sagte Westerwelle mit Bezug auf die aktuellen Geschehnisse in Ägypten und Algerien. Gleichzeitig warnte er davor, die Länder der Region "über einen Kamm zu scheren". 

Nach der Begegnung mit Ministerpräsident Ghannouchi sagte Westerwelle: "Wir gratulieren dem tunesischen Volk zu der Revolution der Freiheit." Ghannouchi erklärte, die größte Herausforderung für sein Land sei derzeit, freie und transparente Wahlen zu organisieren.

Konferenz und konkrete Zusammenarbeit

Im März solle in Karthago eine Konferenz zur Zukunft Tunesiens stattfinden. Laut Außenminister Westerwelle will sich die Bundesregierung an dieser beteiligen. Weiter bot Westerwelle Tunesien konkrete wirtschaftliche Zusammenarbeit im Energiebereich und Unterstützung beim Aufbau einer unabhängigen Justiz an; er sprach sich zudem dafür aus, tunesischen Produkten den Zugang zu europäischen Märkten zu erleichtern. 

Westerwelle setzt auch auf engere Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Tunesien. Bereits jetzt sind 260 deutsche Firmen mit rund 40.000 Beschäftigten in Tunesien vertreten.

Die Menschen in Tunesien müssten jetzt sehen, dass sie auch persönlich von Demokratie und Offenheit profitieren könnten: "Dass die Chancen der Jugend besser werden, dass die Famliien wieder an die Zukunft glauben können". 

Erster Besucher der tunesischen Revolution

Westerwelle traf in Tunis auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen. Mokhtar Trifi, Präsident der tunesischen Menschenrechtsliga, begrüßte den deutschen Außenminister als "ersten Besucher der tunesischen Revolution". Mitten in der belebten Innenstadt von Tunis, auf der Avenue Habib Bouguiba, wo noch Stacheldraht und vereinzelte Panzer an die Unruhen von Dezember und Januar erinnern, traf Westerwelle dann Slim Amamou.

Der 33-Jährige Internet-Unternehmer gilt als bekanntester Blogger des Landes und war als solcher wichtige Figur der Protestbewegung; unter Ex-Präsident Ben Ali war Amamou zeitweise in Haft. Inzwischen ist er Staatssekretär für Jugend und Sport der im Januar gebildeten tunesischen Übergangsregierung. 

Nach dem Gespräch mit Amadou zeigte sich Westerwelle fasziniert davon, "wie diese demokratische Bewegung in Gang gekommen ist: durch Bloggen, durch Internet, durch die ganzen Möglichkeiten der neuen Kommunikation."

Demokratieförderung

Als Teil der "Transformationspartnerschaft" mit Tunesien hat die Bundesregierung einen Demokratieförderfonds in Höhe von 3,25 Millionen Euro aufgelegt, mit dem in den kommenden zwei Jahren die demokratische Entwicklung in Tunesien unterstützt werden soll. Ebenfalls gefördert werden soll der Jugend- und Studentenaustausch.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte der Übergangsregierung bei einem Besuch am 14. Februar 17 Millionen Euro Soforthilfe der Europäischen Union zu. Bis 2013 will die EU Tunesien mit 258 Millioinen Euro unterstützen.

Seit dem 17. Dezember 2010 war es in Tunesien immer wieder zu Massenprotesten gegen die hohe Arbeitslosigkeit und für mehr politische Freiheiten gekommen. Die Polizei ging hart gegen die Demonstranten vor. Am 14. Januar flüchtete der bisherige Präsident Ben Ali ins Exil nach Saudi-Arabien. Die tunesische Regierung rief den Ausnahmezustand aus. Fouad Mebazaa wurde zum Übergangspräsidenten berufen. Das neu gebildete Übergangskabinett soll innerhalb von sechs Monaten Neuwahlen vorbereiten.

Die Kraft der Freiheit: Namensartikel von Außenminister Westerwelle in der tunesischen Zeitung La Presse, 12. Februar 2011

Zahlreiche Tunesier verlassen Land

In den vergangenen Wochen haben mehr als 5000 Tunesier mit Booten ihr Land verlassen und sind auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen. 

Außenminister Westerwelle sagte am 14. Februar in Berlin: "Das beste Mittel gegen Flüchtlingsströme ist, dafür zu sorgen, dass die Menschen im eigenen Land eine Chance  haben." Deutschland wolle sich dafür einsetzen, die Ursachen für die Flüchtlingsströme zu bekämpfen, sagte der Außenminister.

Stand 14.02.2011


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Neuanfang in Ägypten

Neuanfang in Ägypten

Nachdem Husni Mubarak unter dem Druck der Massenproteste der letzten Wochen als Präsident Ägyptens zurückgetreten ist, hat ein Oberster Militärrat die Macht bis zu Neuwahlen übernommen. In New York erklärte Außenminister Westerwelle am Rande einer Sitzung des VN-Sicherheitsrats: "Wir sind Zeugen eines historischen Umbruchs". Deutschland werde Ägypten beim demokratischen Wandel unterstützen.

Nach wochenlangen Massenprotesten gegen die von Mubarak geführte ägyptische Regierung erklärte Vizepräsident Suleiman am Abend des 11. Februar, angesichts der schwierigen Umstände habe sich der Präsident entschieden, seinen Posten zu räumen und die Armee mit der Führung des Landes zu betrauen. 

Militärrat übernimmt die Macht

Vorsitzender des Hohen Militärrats, Hussein Tantawi (Archivbild) © picture-alliance/dpa

Inzwischen hat der Oberste Militärrat die Macht in Ägypten übernommen, das Parlament aufgelöst und die Verfassung außer Kraft gesetzt. An seiner Spitze steht Verteidigungsminister Hussein Tantawi. Bis zu den Wahlen, die in sechs Monaten stattfinden und zur Bildung einer neuen Regierung führen sollen, will der Militärrat das Land führen. Die noch von Mubarak eingesetzte Regierung unter General Ahmad Shafiq bleibt geschäftsführend im Amt. Eine Kommission soll eine neue Verfassung erarbeiten, die dann der Bevölkerung in einem Referendum vorgelegt wird.

Ein Sprecher der Armee erklärte, dass Ägypten alle internationalen Abkommen respektieren werde, das heißt auch den Friedensvertrag mit Israel. Die israelische Regierung hat dies begrüßt.

Hilfe beim demokratischen Wandel

Außenminister Westerwelle begrüßte, die Entscheidung des ägyptischen Präsidenten, den Weg für einen "politischen Neuanfang" freizumachen. Dieser müsse in Richtung Demokratie gehen und dem inneren und äußeren Frieden verpflichtet sein. Bundeskanzlerin Merkel betonte, am Ende dieser Entwicklung müssten freie Wahlen stehen.

Wiederholt bekräftigte Minister Westerwelle die Bereitschaft der Bundesregierung, beim demokratischen Wandel zu helfen. Dies soll im Rahmen einer sogenannten Transformationspartnerschaft geschehen.

Dieses Konzept hat Deutschland in der EU eingebracht. Dazu gehören beipielsweise der Aufbau demokratischer Parteien, der Dialog über Rechtsstaatlichkeit, die Modernisierung der Justiz, der Aufbau eines fairen und transparenten Wahlsystems und die Förderung der Arbeit von freien und unabhängigen Medien. Deutschland könnte Ägypten auch beim Entwurf einer demokratischen Verfassung beraten.

Weitere Informationen: Reise- und Sicherheitshinweise zu Ägypten

Stand 16.02.2011


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Stabilität in Afrika fördern

Stabilität in Afrika fördern

Während seines offiziellen Besuchs in Deutschland traf der Präsident von Sierra Leone, Ernest Bai Koroma, in Berlin mit Außenminister Westerwelle zusammen. Sie diskutierten Wege der friedlichen Konfliktlösung in Côte dIvoire und die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Sierra Leone in Wirtschaftsfragen und bei der demokratischen Entwicklung. Minister Westerwelle bat seinen Gesprächspartner auch, sich für die Abschaffung der Todesstrafe in seinem Land einzusetzen.

Stand 14.02.2011


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Grenzmanagement in Subsahara-Afrika

Grenzmanagement in Subsahara-Afrika

Botschafter Diarrah lächelt zufrieden. Gerade endet die feierliche Zeremonie an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso, mit der die Aufstellung des letzten Grenzsteines gefeiert wird. Die Zeremonie ist die Belohnung für mehrere Monate harter Arbeit: Mit Hilfe der Afrikanischen Union wurde der Verlauf der 413 km langen Grenze vertraglich festgelegt und physisch mit Grenzsteinen gekennzeichnet.

Ausgangssituation

Die lange Geschichte der Kolonialisierung und Entkolonialisierung Afrikas hat einen Kontinent hinterlassen, auf dem bis heute Schätzungen zufolge nur etwa ein Viertel der afrikanischen Landgrenzen und noch weniger Seegrenzen vertraglich definiert und visuell gekennzeichnet sind.

Der ungeklärte Verlauf von Grenzen bildet seit Jahrzehnten einen strukturellen Grund für Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent. Anerkannte Grenzen und der Ausbau von grenzübergreifenden Kooperationen ermöglichen das friedliche Zusammenleben von Grenzbevölkerungen. Die Wirtschaft wächst, wenn Handel erleichtert wird und Rechtssicherheit besteht. Unsichere Grenzen können hingegen Spannungen verstärken und zu Konflikten führen. 

Der wohl bekannteste ist der seit Jahren schwelende Grenzkonflikt zwischen Äthiopien und Eritrea. Aber auch zwischen Nigeria und Kamerun, Gabun und Äquatorialguinea sowie Botswana und Namibia kam es schon zu Auseinandersetzungen aufgrund von unklaren Grenzverläufen.

Das Projekt

Afrikanische Staats- und Regierungschefs haben dieses Problem erkannt. 2007 riefen sie deshalb das Grenzprogramm der Afrikanischen Union ins Leben, das sowohl Demarkation und Delimitation als auch die grenzüberschreitende Kooperation auf dem Kontinent unterstützen soll.

Flagge der AU © AU

Seit 2008 unterstützt das Auswärtige Amt das Grenzprogramm der Afrikanischen Union. Das Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt. Mamadou Diarrassouba, Mitarbeiter der GIZ am Sitz der AU in Addis Abeba sagt: ?Wir unterstützen die AU bei der vertraglichen Definition und der physischen Kennzeichnung der Grenzen sowie bei der Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Ziel ist es, das friedliche Zusammenleben der Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze zu fördern.?

Ergebnisse

Die kontinuierliche technische und konzeptionelle Beratung durch von Deutschland bezahlte Experten hat dazu beigetragen, dass die AU mittlerweile in der Lage ist, das Programm weitgehend selbständig umzusetzen.

Die Grenze zwischen Burkina Faso und Mali ist heute vollständig demarkiert und delimitiert. Aber es geht nicht nur um die Grenzkennzeichnung, sondern auch um Versöhnung und Vertrauensbildung. 

So wurden z.B. gemeinsam genutzte Getreidespeicher gebaut. Dadurch hat die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit und das Vertrauen zwischen den Bewohnern auf beiden Seiten der Grenze zugenommen. Ein von beiden Ländern gemeinschaftlich genutztes Gesundheitszentrum befindet sich im Aufbau.

Ähnliche Projekte gibt es in zehn weiteren Grenzgemeinden. Ein lang anhaltender Grenzkonflikt zwischen Dörfern in Mali und Burkina Faso konnte so mit Unterstützung deutscher Hilfe beigelegt werden.

Perspektiven

Doch die Arbeit geht weiter: An den Grenzen zwischen Sambia und Malawi, Sambia und Mosambik, Mosambik und Malawi sowie Mosambik und Tansania wurden bereits 610 km des Grenzverlaufs vertraglich festgelegt und physisch gekennzeichnet. In den nächsten beiden Jahren stehen noch ca. 1500 weitere Kilometer Landgrenzen auf dem Programm. Das Auswärtige Amt wird das Projekt auch 2011 und 2012 unterstützen.

Und für Botschafter Diarrah von der Afrikanischen Union und Mamadou Diarrassouba von der GIZ bleibt noch viel zu tun.

2010 hat das Auswärtiges Amt ca. 137 Mio. ? in den Bereichen Krisenprävention und Demokratisierungshilfe investiert. Wir sind in ca. 65 Ländern mit Projekten engagiert, mit Schwerpunkten in Westafrika, Sudan, Irak und Palästina. Gefördert werden ganz unterschiedliche Projekte, z.B. Aufbau der lokalen Polizei, Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Justizreform, Versöhnungsmaßnahmen wie Wiedereingliederung von Ex-Kombattanten aber auch Demokratisierungshilfe durch Wahlbeobachtung und Bildungsmaßnahmen. Die Projekte werden oft im Zusammenarbeit mit lokalen Projektträgern umgesetzt. Ziel ist auch, in den Konfliktländern Mechanismen zur Konfliktlösung zu schaffen und beim Aufbau der Zivilgesellschaft zu helfen.

Stand 09.02.2011


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Sicherheit und Entwicklung

Sicherheit und Entwicklung

In seinem ersten Debattenbeitrag vor dem Weltsicherheitsrat hat sich Außenminister Westerwelle auch zu der aktuellen Entwicklung in Ägypten geäußert. Noch während der Sitzung wurde dann bekannt, dass Husni Mubarak als ägyptischer Präsident zurückgetreten ist. 

Der Mangel an politischer Beteiligung sei immer noch eines der großen Hindernisse für die Entwicklung der arabischen Welt, sagte Westerwelle am 11. Februar im Weltsicherheitsrat während einer offenen Debatte zum Thema  "Frieden, Sicherheit und Entwicklung". Die aktuelle Situation südlich des Mittelmeeres passe perfekt zu dem Sitzungsthema. Ausgehend von den Entwicklungen, die in den vergangenen Wochen in Ägypten und anderen Staaten der Region stattgefunden haben, hob der Außenminister den engen Zusammenhang zwischen Sicherheit und Entwicklung hervor. 

Die Menschen, die in Kairo demonstrierten, verlangten nicht Freiheit oder Arbeit, so Westerwelle: "Sie wollen beides zur gleichen Zeit. Beides gehört zusammen." Ägypten bot Westerwelle erneut deutsche und europäische Unterstützung für einen demokratischen Wandel an: "Wir sind bereit, unser Angebot mit Leben zu füllen."

Sicherheit und Entwicklung

Frieden, Sicherheit und Entwicklung seien untrennbar miteinander verbunden, sagte der Minister weiter. Dies zeige sich auch daran, dass es bisher keinem durch Konflikte belasteten Land gelungen sei, eines der VN-Milleniumsziele zu erreichen. Das Beispiel Afghanistans mache deutlich, dass man die Sicherheitslage nur verbessern könne, wenn man gleichzeitig in Entwicklung investiere. 

Sitzung des Sicherheitsrats am 9. Februar 2011 © picture-alliance/dpa

Auch für die Stabilität des Sudans sei es ausschlaggebend, dass demokratische Prozesse und ökonomischer Fortschritt verknüpft vonstatten gingen. Mit Blick auf die bevorstehende Unabhängigkeit des Südsudans, für die bei dem Referendum im Januar eine überwältigende Mehrheit gestimmt hatte, bot Westerwelle dem Norden und dem Süden deutsche Unterstützung an. 

Der südliche Landesteil wird voraussichtlich im Juli offiziell unabhängig werden. Dann wird Deutschland den monatlich rotierenden Vorsitz im Weltsicherheitsrat innehaben. 

Debattenbeitrag von Außenminister Westerwelle vor dem VN-Sicherheitsrat (Englisch)

Brasilianischer Vorsitz

Die Debatte am 11. Februar fand auf Einladung von Brasilien statt, das im Februar den Vorsitz im Sicherheitsrat hat. Dieser wechselt im Monatsrhythmus, in alphabetischer Reihenfolge der englischen Namen der Mitgliedsstaaten. Der Sicherheitsrat befasst sich mit Krisen und Konflikten und steuert die VN-Friedensmissionen.

Deutschland ist seit dem 1. Januar 2011 und bis zum 31.12.2012 nicht-ständiges Mitglied des VN-Sicherheitsrats. Das Gremium besteht aus fünf ständigen und zehn nicht-ständigen Mitgliedern. Jedes Jahr wird die Hälfte der nicht-ständigen Mitglieder durch die VN-Generalversammlung für zwei Jahre neu gewählt. Deutschland hatte bereits 1977/78, 1987/88, 1995/96 und 2003/04 einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat inne.

Treffen der G4-Staaten

Weiterer Programmpunkt während Westerwelles Aufenthalt in New York war ein Treffen mit den so genannten G4-Staaten, zu denen neben Deutschland, Brasilien, Indien und Japan gehören. Diese vier Staaten streben eine umfassende Reform des Sicherheitsrats an. 

Nach dem Treffen sagte Außenminister Westerwelle, der Sicherheitsrat müsse die "Welt von heute" widerspiegeln: "Asien, Afrika und Lateinamerika sind unterrepräsentiert." Und Deutschland sei ebenfalls bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Es gehe den G4 nicht darum, ihre nationalen Interessen zu befördern, sondern darum, eine bessere Balance im Sicherheitsrat zu erreichen. 

Gemeinsame Presseerklärung des G4-Treffens (englisch)

2011 sind mit Brasilien, Indien und Deutschland drei der vier Staaten Mitglied im Sicherheitsrat. Diese besondere Voraussetzung will die Bundesregierung nutzen, um den Bemühungen um eine Reform der Vereinten Nationen neuen Schwung zu verleihen.

Stand 12.02.2011


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Kulturpolitik auf großer Leinwand

Kulturpolitik auf großer Leinwand

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Auswärtige Amt an dem kulturellen Großereignis in Berlin. Es fördert das Sonderprogramm "Talent Campus. Bei der Jubiläumsgala "Cinema for Peace" hat Außenminister Westerwelle das Engagement des Schauspielers Sean Penn in Haiti gewürdigt.

Förderung für den Nachwuchs

Der bereits zum neunten mal ausgetragene ?Talent Campus? findet vom 12. bis 17. Februar statt. Von ursprünglich 4000 Bewerbungen wurden letztlich 350 Nachwuchstalente nach Berlin eingeladen. Das Programm bietet ihnen eine Vielzahl an Veranstaltungen für die verschiedenen Berufsfelder der Filmwirtschaft, z.B. für Regisseure, Autoren, Schauspieler, Produzenten und Filmkritiker.

Der Fokus des diesjährigen ?Talent Campus? liegt auf dem Thema ?Framespotting: Filmmakers positioning themselves?. Es geht darum, sich als Filmemacher zu definieren und der Frage nachzugehen, welche Perspektiven sich ergeben können und wie man sich selbst positionieren kann.

Cinema for Peace

Staatsministerin Pieper mit Sean Penn in Berlin © AA

Bei einer Gala der Initiative "Cinema for Peace" am 14. Februar erhielt Hollywood-Star Sean Penn einen Ehrenpreis für sein Engagement in Haiti. Er gründete dort eine Organisation, die seit dem Erdbeben im Januar 2010 Unterkünfte und medizinische Versorgung für tausende von Menschen bereitstellt. Außenminister Westerwelle lobte die Arbeit Penns in Haiti als schnell, wirkungsvoll und direkt. Sie gebe den Menschen in Haiti Hoffnung. Zuvor war Staatsministerin Cornelia Pieper mit dem Ehrenpreisträger zum Gespräch zusammengetroffen.

Ansprache des Bundesaußenministers bei der Gala "Cinema for Peace"

Die Initiative ?Cinema for Peace? gibt seit 2002 engagierten, internationalen Wegbereitern der Kinowelt jedes Jahr im Februar in Berlin eine Plattform, um deren Engagement für Frieden, Menschlichkeit und Toleranz zu feiern und den globalen Herausforderungen der heutigen Zeit mit Ideen, Kraft und Inspiration zu begegnen. Am 14. Februar trafen sich Filmschaffende aus aller Welt mit internationalen Stargästen und Entscheidungsträgern aus Medien, Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem großen Gala-Abend 4. Februar im Konzerthaus Berlin. 

Filmabkommen stärkt Koproduktionen mit der Schweiz und Österreich

Bereits am vergangenen Freitag unterzeichneten Staatsministerin Pieper und Staatsminister Neumann ein trilaterales Filmabkommen mit Österreich und Schweiz. Das Abkommen bietet einen rechtlichen Rahmen für die Zusammenarbeit von Produzenten der drei Staaten. Filme, die gemeinsam von deutschen, österreichischen und schweizerischen Co-Produzenten hergestellt werden, werden nach dem Abkommen grundsätzlich wie nationale Filme behandelt. So ermöglicht das Abkommen auch den wechselseitigen Zugang zu den jeweiligen nationalen Filmfördermitteln.

 Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, erinnerte auch an den politischen Charakter der Berlinale. So wurde der iranische Regisseur Jafar Panahi, den die Festivalleitung in diesem Jahr in die Internationale Jury berufen hatte, kurz darauf im Iran zu sechs Jahren Haft und einem langjährigen Berufsverbot verurteilt. "Sein hier freibleibender Stuhl ist ein mahnendes Symbol (...) für die Unterdrückung der Freiheit der Rede und der Kunst, nicht nur im Iran, sondern weltweit", hob die Staatsministerin hervor.

Die 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin rollen 2011 vom 10. bis 20. Februar den roten Teppich aus und zeigen rund 400 Filme aus fast 60 Ländern. Den Startschuss gab der Western "True Grit" von Joel und Ethan Coen.

Mehr Informationen:

Stand 14.02.2011


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Skateistan - der Film

Skateistan - der Film

Eine Skateboardschule in Kabul? Dieses ungewöhnliche Projekt ist schon seit 2009 Wirklichkeit. Inzwischen können junge Afghaninnen und Afghanen nicht nur das Skateboardfahren lernen, sondern erhalten auch Unterricht in Theater, Kunst, Umweltbewusstsein, Hygiene und anderem.Das Auswärtige Amt ist zweitgrößter Geber des Projekt. Jetzt gibt es auch einen Film: "Skateistan - Four Wheels and a Board in Kabul", der am 12. Februar seine Berlin-Premiere feiert.

Skateistan wurde 2007 von dem Deutsch-Australier Oliver Percovich ins Leben gerufen. Der Skateboardunterricht begann in einer trockengelegten Brunnenanlage, heute besuchen 330 Kinder - darunter fast 50% Mädchen - die Skateboardschule. Das Projekt verfolgt ehrgeizige Ziele: Es will die Kinder von der Straße holen, ihnen Lebensfreude vermitteln, neue Perspektiven eröffnen, Vorurteile abbauen, Gleichberechtigung fördern und wichtige Kenntnisse vermitteln.

Erste Skateboardhalle Afghanistans

Mädchen beim Skateboarden © skateistan.org

Mit maßgeblicher Förderung des Auswärtigen Amts konnte 2009 eine 1800 qm große Skateboardhalle mit Rampen, Umkleideräumen, Klassenzimmern, Internetanschlüssen und Cafeteria eröffnet werden. Inzwischen gibt es auch die erste Kletterwand Afghanistans in der Halle. Vor dem Unterricht im Skateboardfahren erhalten die Kinder eine allgemeine Unterrichtsstunde. Damit sollen auch Kinder, die nicht zur Schule gehen, wieder motiviert werden einen Abschluss zu erwerben.

Skateistan wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der ISPO Brand New Social Awareness Award der größten internationalen Sportmesse und der Peace and Sport Award in Monaco. Auch der Film, der jetzt - nach seiner Weltpremiere beim Sundance Film Festival - in Berlin vorgestellt wird, ist im Rennen um einen Preis: Den Cinema for Peace Award im Rahmen der Berlinale.

Mehr zu "Cinema for Peace"

Der Film zum Projekt

Erwartungsvoll sind die Gesichter © AA

Der Dokumentarfilm wird am 12. Februar um 16 Uhr im Berliner Radialsystem gezeigt. Eine Gesprächsrunde mit den Machern des Films schließt sich an. Der Film erzählt die Geschichte des Projekts und dokumentiert das tägliche Bemühen der Gründer, unter den Kindern soziale, ethnische und geschlechtsspezifische Barrieren zu durchbrechen. Er gibt Einblick in den Alltag von Straßenkindern in Kabul, deren Leben sich mit der Hilfe von Skateistan verändert und die es wieder schaffen zur Schule zu gehen.

Mehr zur Filmpremiere "Skateistan - Four Wheels and a Board in Kabul"

Und Skateistan hat noch viel vor: Unter anderem soll das "back-to-school-Programm" ausgebaut und den Schülern vermehrt Zugang zur Gesundheitsfürsorge geboten werden. Der Austausch der Schüler mit Gleichaltrigen weltweit über das Internet soll erweitert und eine neue Skateboardhalle im Norden Afghanistans, in Masar-e-Sharif gebaut werden. Für Unterstützung ist die gemeinnützige Organisation Skateistan immer dankbar.

Webseite des Projekts Skateistan

Stand 11.02.2011


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Außenminister Westerwelle spricht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Außenminister Westerwelle spricht im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Erstmals seit der Wahl Deutschlands in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nahm Außenminister Westerwelle am 11. Februar an einer Sitzung dieses Gremiums teil und ergriff das Wort in der der offenen Debatte zum Thema "Frieden, Sicherheit und Entwicklung". Während seines Besuchs in New York hat der Minister auch die Gelegenheit, aktuelle Themen mit VN-Generalsekretär Ban Ki-moon und anderen Sicherheitsratsmitgliedern zu besprechen.

Brasilianischer Vorsitz

Blick in den VN-Sicherheitsrat

Die Sitzung am 11. Februar fand auf Einladung von Brasilien statt, das im Februar den Vorsitz im Sicherheitsrat hat. Dieser wechselt im Monatsrhythmus, in alphabetischer Reihenfolge der englischen Namen der Mitgliedsstaaten. Deutschland wird im Juli dieses Jahres den Vorsitz übernehmen. Der Sicherheitsrat befasst sich mit Krisen und Konflikten und steuert die Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

Rede des Bundesaußenministers im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, 2. Februar 2011

Deutschland ist seit dem 1. Januar 2011 und bis zum 31. Dezember 2012 nicht-ständiges Mitglied des VN-Sicherheitsrats. Das Gremium besteht aus fünf ständigen und zehn nicht-ständigen Mitgliedern. Jedes Jahr wird die Hälfte der nicht-ständigen Mitglieder durch die VN-Generalversammlung für zwei Jahre neu gewählt. Deutschland hatte bereits 1977/78, 1987/88, 1995/96 und 2003/04 einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat inne.


Treffen mit G4-Staaten

In New York findet außerdem ein Treffen der so genannten G4-Staaten statt, zu denen neben Deutschland, Brasilien, Indien und Japan gehören. Diese vier Staaten streben eine umfassende Reform des Sicherheitsrats an. 

2011 sind mit Brasilien, Indien und Deutschland drei der vier Staaten Mitglied im Sicherheitsrat. Diese besondere Voraussetzung will die Bundesregierung nutzen, um den Bemühungen um eine Reform der Vereinten Nationen neuen Schwung zu verleihen.

Stand 11.02.2011


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Rede Mubaraks ohne "neue Perspektive"

Rede Mubaraks ohne "neue Perspektive"

Die Sorgen der internationalen Gemeinschaft und der Bundesregierung seien eher größer als kleiner geworden, sagte Außenminister Westerwelle am 10. Februar in New York, wo er am Freitag an einer Debatte des VN-Sicherheitsrats teilnimmt. 

"Ich fürchte, dass diese Rede keine befriedende Entwicklung in Ägypten entfalten kann", so Westerwelle.
Der ägyptische Präsident Mubarak hatte sich zuvor in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung gewandt. Er erklärte, er werde Amtsvollmachten an seinen Stellvertreter Suleiman abgeben, lehnte einen vollständigen Rücktritt von der Macht aber ab. Hunderttausende Demonstranten in Kairo reagierten wütend auf die zuvor angekündigte Rede. 

Forderung zum Gewaltverzicht

Es dürfe jetzt keine Gewalt angewendet werden, sagte Außenminister Westerwelle: "Wir setzen auf einen friedlichen Wandel". 

Die Menschen, die in Ägypten zur Zeit protestieren, hätten ein Recht darauf, dass ihre Anliegen Gehör finden und dass ihre berechtigten Anliegen für Freiheit und Demokratie und den Wandel insgesamt umgesetzt würden.

Rede im Bundestag

Am 9. Februar hatte der Außenminister im Bundestag von einer  "Zeitenwende" gesprochen und gemahnt, die ägyptische Regierung müsse ihren Worten nun auch Taten folgen lassen.

Zehntausende Menschen demonstrieren weiterhin Tag für Tag auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Die Proteste werden von allen Bevölkerungsteilen getragen. Nach gewalttätigen Zusammenstößen Anfang Februar verliefen die Demonstrationen in Kairo zuletzt friedlich. In der oberägyptischen Stadt El Charga sollen bei Protesten am 9. Februar jedoch mehrere Menschen getötet worden sein. Weitere Massendemonstrationen sind angekündigt.

Auf der Seite der Menschenrechte

Demonstrierende auf dem Tahrir-Platz © picture-alliance/landov

Außenminister Westerwelle sieht in den Entwicklungen der letzten Wochen eine große Chance auf mehr Demokratie. Das ägyptische Volk müsse selbst entscheiden, wer es führt. Augenscheinlich werde Präsident Mubarak vom Volk und den Demonstranten jedoch nicht mehr als der richtige Moderator des Übergangsprozesses angesehen.

Deutschland richte klare Erwartungen an die ägyptische Seite:

  1. die Aufhebung des Ausnahmezustands;
  2. das Ende der offenen und verdeckten Einschüchterungen von Demonstranten und Medien;
  3. die Freilassung aller politischen Gefangenen und
  4. die Umsetzung einer Verfassungsreform.

Deutschland wolle, dass die Menschenrechte in Ägypten geachtet werden. Das sei keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes.

Veränderungen unterstützen

Deutschland will Ägypten und andere Staaten der Region im Rahmen einer sogenannten Transformationspartnerschaft unterstützen.

Dieses Konzept hat Deutschland in der EU eingebracht. Dazu gehören beipielsweise der Aufbau demokratischer Parteien, der Dialog über Rechtsstaatlichkeit, die Modernisierung der Justiz, der Aufbau eines fairen und transparenten Wahlsystems und die Förderung der Arbeit von freien und unabhängigen Medien. Deutschland könnte Ägypten auch beim Entwurf einer demokratischen Verfassung beraten.

Jeder Wandel brauche "ordentliche Strukturen", so der Bundesaußenminister. Sonst gebe es keine freien Wahlen.

Rede von Bundesaußenminister Guido Westerwelle im Deutschen Bundestag zur Lage in Ägypten

Weitere Informationen: Reise- und Sicherheitshinweise zu Ägypten

Stand 11.02.2011


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Offene Worte und gegenseitiger Respekt

Offene Worte und gegenseitiger Respekt

In Berlin wurde heute das neue saudische Botschaftsgebäude eingeweiht.Deutschland und Saudi-Arabien verbinde eine lange Freundschaft mit einem intensiven Gedankenaustausch, nicht nur zwischen den Politikern, betonte Außenminister Westerwelle bei den Eröffnungsfeierlichkeiten.

"Wir konnten stets vertrauensvoll und offen über alle Fragen der Politik, der Wirtschaft, der Bildung und Kultur, der Gesellschaft miteinander reden". Enge Partner müssten dabei nicht immer einer Meinung sein. Die Freundschaft vertrage auch das offene Wort, wenn es "in der Melodie des gegenseitigen Respekts" gesprochen werde.

Die deutsch-saudischen Beziehungen wurden vor über achtzig Jahren durch einen Vertrag zwischen der Weimarer Republik und dem Vorläufer Saudi-Arabiens, dem ?Königreich des Hedjas, Nedjd und der zugehörigen Gebiete? begründet. Mitte der fünfziger Jahre nahmen das Königreich Saudi-Arabien und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen auf.

Bildungsoffensive in Saudi-Arabien

In der saudischen Botschaft © photothek / Köhler

Viele Veränderungen in Saudi-Arabien seien in Deutschland nicht ausreichend bekannt. So setze König Abdullah entschlossen auf eine Diversifizierung der Wirtschaft und einen entschlossenen Ausbau des Bildungssystems, auch für Frauen. 

"Die King Abdullah University of Science and Technology beispielsweise ist ein eindrücklicher Beleg für den Willen der saudischen Führung, sich auch die Kräfte der Moderne zu erschließen", so Westerwelle. Mit der Partnerschaft von Hochschulen und dem Austausch von Dozenten und Studenten wolle man die Beziehungen zwischen den Ländern intensivieren.

Multilaterale Zusammenarbeit

Auch multilateral wolle man noch enger kooperieren: Der Golfkooperationsrat und die EU verhandeln seit längerem über ein Freihandelsabkommen. Diese Verhandlungen sollen bald zu einem Abschluss geführt werden.

Außenminister Westerwelle traf anlässlich der Eröffnung auch zu politischen Gesprächen mit dem saudischen Außenminister, Prinz Saud Al Faisal, zusammen. Diese behandelten neben den bilateralen Beziehungen auch internationale Themen, wie den Nahostkonflikt oder die Lage in Ägypten.

Stand 09.02.2011


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Hilfe für ivorische Flüchtlinge

Hilfe für ivorische Flüchtlinge

Vielen Menschen in Côte dIvoire blieb nur die Flucht. Und die gewalttätigen Auseinandersetzungen nach den Präsidentschaftswahlen im November 2010 halten weiterhin an. Das Auswärtige Amt stellt Mittel für humanitäre Nothilfe für die Flüchtlinge bereit.

Seit der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen am 28. November stehen sich der ehemalige Amtsinhaber Laurent Gbagbo und der Wahlsieger Alassane Ouattara in einem Machtkampf gegenüber. Der von Gbagbo kontrollierte Verfassungsrat hatte das Wahlergebnis zu seinen Gunsten verändert. Daraufhin erklärten sich beide Kandidaten zum Wahlsieger und bildeten ihre jeweilige Regierung.

Seitdem kommt es zu anhaltenden gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften des abgewählten Präsidenten Gbagbo und Anhängern des Wahlsiegers Ouattara. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bei den Ausschreitungen bisher mindestens 250 Personen ums Leben gekommen.

Zehntausende Menschen auf der Flucht

Aus Angst vor einem Bürgerkrieg sind über 30.000 Menschen in das Nachbarland Liberia geflohen. Zudem sind bis zu 20.000 Menschen innerhalb Côte dIvoires geflohen und leben in äußerst prekären Verhältnissen. Da sich die Lage auch weiter nicht entspannt, sind weiter ansteigende Flüchtlingszahlen nicht auszuschließen.

Die VN-Mission UNOCI  in Côte dIvoire wurde im Dezember für ein weiteres halbes Jahr verlängert und im Januar 2011 eine weitere Aufstockung um 2000 Personen beschlossen.  Bis zu 11.500 Soldaten und Polizisten bemühen sich jetzt darum, eine weitere Eskalation zu verhindern und zum Beispiel auch den Regierungssitz des gewählten Präsidenten Ouattara zu schützen.


Hilfe aus Deutschland

Flüchtlinge nach den gewaltsamen Unruhen © picture alliance / dpa

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) versucht die Notversorgung der Binnenvertriebenen zu sichern, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bemüht sich um die Flüchtlinge in Liberia. Das Auswärtige Amt unterstützt beide Organisationen mit insgesamt 500.000 Euro. 

Mit diesen Mitteln sollen die Menschen mit den notwendigsten Hilfsgütern wie Decken, Küchensets und Notunterkünften versorgt werden. Außerdem wird der Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie medizinischer Basisversorgung ermöglicht.

Stand 08.02.2011


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Westerwelle trifft belgischen Amtskollegen

Westerwelle trifft belgischen Amtskollegen

"Es ist eine gute Nachricht, dass wir zu unseren nachbarschaftlichen Beziehungen keine besonderen Nachrichten haben", sagte Außenminister Westerwelle und spielte damit auf die traditionell "ausgezeichneten Beziehungen" zwischen Deutschland und Belgien an.

Bei dem Treffen mit seinem belgischen Außenministerkollegen Steven Vanackere am 8. Februar in Berlin standen dann auch weniger bilaterale als europäische und internationale Themen im Mittelpunkt.

Stabiler Euro als Ziel

Unter anderem ging es um die Stabilisierung des Euro. "Unsere gemeinsame Währung ist nur so stark wie die Volkswirtschaften, die dahinter stehen", sagte Außenminister Westerwelle. Daher müsse man die Themen Haushaltsdisziplin und Wettbewerbsfähigkeit der Euroländer konsequent verfolgen und darüber diskutieren, die Wirtschafts- und Finanzpolitik stärker zu koordinieren.

Man teile die Ziele, sagte der belgische Außenminister Vanackere - etwa wenn es darum gehe, die EU-Mitgliedsstaaten wettbewerbsfähiger zu machen und den erreichten Wohlstand zu sichern. Wenn es um "individuelle Ideen" wie etwa die Anhebung des Pensionsalters oder eine Harmonisierung von Unternehmenssteuern gehe, müssten EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und die EU-Kommission die Gelegenheit bekommen, bis März Vorschläge zu erarbeiten, die dann diskutiert werden könnten.

Transformationspartnerschaft mit Ägypten

Neben europäischen Themen diskutierten Westerwelle und Vanackere auch die Situation in Ägypten.

Westerwelle und sein belgischer Amtskollege © Auswärtiges Amt

"Wir stehen als Demokraten an der Seite der Demokratie, und deswegen sind wir auch bereit zu einer Transformations-partnerschaft", sagte Westerwelle. Als konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit nannte er die Unterstützung beim Aufbau demokratischer Parteien oder einer unabhängigen Justiz. Hier habe Europa wichtige Erfahrungen miteinzubringen. "Wir reden über unsere unmittelbare Nachbarschaft, und der Schlüssel für eine erfolgreiche Demokratie ist immer eine unabhängige Justiz."

Wer für Demokratie sei, könne keine Kompromisse eingehen, sagte Vanackere und sprach sich vor allem für einen Dialog mit der ägyptischen Zivilgesellschaft aus. Hierfür müsse die Europäische Union ihre Instrumente weiter verbessern, so der belgische Außenminister.

Stand 08.02.2011


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Münchner Konferenz diskutiert über internationale Sicherheit

Münchner Konferenz diskutiert über internationale Sicherheit

Seit mehr als 40 Jahren ist die Münchner Sicherheitskonferenz ein Forum für den globalen Dialog über Sicherheitspolitik. Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungspolitiker, Unternehmer und Senatoren kamen auch dieses Jahr am ersten Februarwochenende in der bayerischen Landeshauptstadt zusammen, um in informellem Rahmen über internationale Konflikte und außenpolitische Strategien zu debattieren.

In einer Panelveranstaltung mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und der französischen Außenministerin Michèle Alliot-Marie beleuchtete Außenminister Guido Westerwelle die aktuellen Herausforderungen in Afghanistan und den Strategiewechsel der internationalen Gemeinschaft bei der Stabilisierung des Landes. Afghanistan könne auch nach 2014 mit deutscher Unterstützung rechnen.

Rede des Bundesaußenministers bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2011

  © Münchner Sicherheitskonferenz/Harald Dettenborn

Die Konferenz bot ihm auch Gelegenheit zu einer Reihe von bilateralen  Gesprächen, etwa mit der US-amerikanischen Außenministerin Hillary Rodham Clinton und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Dabei wurde auch ein Deutsch-Russisches Abkommen über die Tätigkeit von Kultur- und Informationszentren unterzeichnet. Das Abkommen stellt die Tätigkeit der Goethe-Institute in Sankt Petersburg und Nowosibirsk auf eine vertragliche Grundlage und ist zugleich ein Referenzabkommen für weitere neu zu schaffende Kultur-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen in beiden Staaten.

Auch der Nahostkonflikt und die Abrüstungspolitik spielten eine wichtige Rolle

Am Rande der Konferenz tagte auch das Nahost-Quartett aus EU, USA, Russland und den Vereinten Nationen. Angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten betonte das Quartett die Notwendigkeit, den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern sowie einen umfassenden arabisch-israelischen Frieden zu befördern. Dieser sei unerlässlich, um nachteilige Auswirkungen auf die Region zu vermeiden.

Erklärung vom Nahost-Quartetts vom 5. Februar 2011, München (Englisch) (PDF, 52 KB)

In München sind zudem die Ratifikationsurkunden des New START-Vertrags zwischen Russland und den USA ausgetauscht worden. Der Vertrag zur Reduzierung strategischer Nuklearwaffenarsenale ist somit in Kraft getreten. Er war erst Ende Januar von Russland ratifiziert worden und zuvor bereits vom US-Senat. Außenminister Westerwelle begrüßte das Inkrafttreten des neuen START-Vertrags als Ermutigung für die  Bundesregierung "ihre Politik für Abrüstung, Rüstungskontrolle und nukleare Nichtverbreitung fortzusetzen".

Die Münchner Sicherheitskonferenz hat sich in den letzten Jahrzehnten zur weltweit wichtigsten Konferenz für Sicherheitspolitik entwickelt. Jedes Jahr bietet sie hochrangigen Teilnehmern aus aller Welt ein Forum zur intensiven Diskussion der aktuellen und zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Der Vorsitzende der Konferenz ist Botschafter Wolfgang Ischinger. Auf der Website der Münchner Sicherheitskonferenz finden Sie weitere Informationen über Verlauf und Themen der Konferenz.


Stand 07.02.2011


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Außenminister Westerwelle trifft VN-Generalsekretär

Außenminister Westerwelle trifft VN-Generalsekretär

Die aktuellen Ereignisse in Ägypten waren wichtiges Thema bei dem Treffen von Außenminister Westerwelle und Ban Ki-Moon. Außerdem sprachen der Außenminister und der VN-Generalsekretär über die Arbeit Deutschlands als nicht-ständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat während der kommenden zwei Jahre. 

"Wir freuen uns auf die enge Kooperation", sagte Außenminister Westerwelle am 4. Februar in Berlin. "Wir möchten die Rolle der Vereinten Nationen unterstützen, denn sie sind die Einrichtung, die für friedliche und erfolgreiche Entwicklung in der Welt steht." 

Eckpfeiler internationaler Sicherheit

VN-Generalsekretär Ban nannte Deutschland einen der wichtigsten Mitgliedsstaaten und verwies auf Deutschlands Rolle als drittgrößter Beitragszahler der Vereinten Nationen sowie das deutsche Engagement bei VN-Friedensmissionen.

Westerwelle und Ban Ki-moon © photothek / Trutschel

Er setze darauf, so Ban Ki-Moon, dass Deutschland auch als nicht-ständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat 2011 und 2012 seinen Gestaltungswillen zeige: "Die Partnerschaft zwischen den Vereinten Nationen und Deutschland ist ein Eckpfeiler der regionalen und internationalen Sicherheit."

Appell für friedlichen Übergang

An die ägyptische Regierung appellierte Ban, stärker auf die eigene Bevölkerung zu hören. "Ich hoffe ernsthaft, dass die heutigen Proteste ohne Gewalt ablaufen werden. Wir haben zu viel Gewalt und Blutvergießen gesehen", sagte er.  Es sei Zeit für den Beginn eines friedlichen und geordneten Übergangs, der zu freien und fairen Wahlen führe, so Ban. Die Vereinten Nationen stünden bereit, Ägypten dabei zu unterstützen.

Klare Worte und kluge Diplomatie

Außenminister Westerwelle forderte die ägyptischen Sicherheitskräfte auf, ausländische Journalisten und Demonstranten besser vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen. Die Übergriffe hätten  eine neue Dimension erreicht; die Verantwortlichen für die Gewalt müssten von der Justiz zur Verantwortung gezogen werden.

"Klare Worte sind  gefragt, aber auch kluge Diplomatie", sagte Westerwelle und warnte davor, den Eindruck zu erwecken, die demokratische Bewegung in Ägypten sei durch den Westen gesteuert. Solche Behauptungen weise er entschieden zurück, so der Außenminister: "Für uns ist völlig klar, dass die Frage, wer Ägypten führt, eine Angelegenheit des ägyptischen Volks ist."

VN-Generalsekretär Ban Ki-moon reiste nach dem Treffen mit Außenminister Westerwelle weiter nach München, wo er an der internationalen Sicherheitskonferenz teilnahm.

Stand 04.02.2011


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Solidarität mit Belarus

Solidarität mit Belarus

Bei einer Geberkonferenz in Warschau hat die Bundesregierung weitere Mittel zur Förderung der Zivilgesellschaft in Belarus zur Verfügung gestellt. Deutschland will in diesem Jahr 6,6 Millionen Euro für diesen Zweck einsetzen. Insgesamt wurden auf der Konferenz 87 Millionen Euro an Hilfen für Belarus zugesagt.

An der Konferenz unter dem Titel "Solidarität mit Belarus" nahmen auf Einladung des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski etwa 40 Staaten, darunter die EU-Mitgliedstaaten, die USA, Japan und die Türkei, sowie viele Nichtregierungsorganisationen teil.

Es ging darum, die Aktivitäten bei der Unterstützung der Zivilgesellschaft in Belarus zu koordinieren und die demokratischen Kräfte im Land zu stärken. Die Konferenz war eine Reaktion auf die Unterdrückung der weißrussischen Opposition nach den Präsidentschaftswahlen vom 19. Dezember.

Von den zugesagten deutschen Mitteln werden unter anderem Stipendien, Fortbildungen für Journalisten und Projekte zur Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit finanziert. Außerdem wird Deutschland weißrussischen Studierenden und Wissenschaftlern die Gebühren von 60 Euro für nationale deutsche Visa erlassen. Die Bundesregierung setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass Vertretern der weißrussischen Zivilgesellschaft auch Schengenvisa verstärkt ohne die übliche Gebühr von 60 Euro erteilt werden.

Kritik an Menschenrechtsverletzungen

Festnahme von Demonstranten in Minsk © picture-alliance/dpa

Die Führung in Belarus wurde international hart kritisiert, nachdem bei der Präsidentschaftswahl vom Dezember des vergangenen Jahres zahlreiche Unregelmäßigkeiten auftraten. Präsident Alexander Lukaschenko wurde angeblich mit knapp 80 Prozent der Stimmen wiedergewählt. In der Folge wurden zahlreiche Oppositionelle misshandelt  und verhaftet. 

Opposition, Zivilgesellschaft und unabhängige Medien werden in  Belarus noch immer massiv unter Druck gesetzt. Auch wenn einige Regimekritiker wie der ehemalige Präsidentschaftskandidat Nekljajew mittlerweile aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt wurden, sind zahlreiche Oppositionelle noch immer in Haft. Zudem hat die weißrussische Regierung das Ende 2010 ausgelaufene Mandat für das OSZE-Büro in Minsk nicht verlängert.

Zweigleisiger Ansatz

Die Bundesregierung verfolgt nach den massiven Verletzungen der Menschenrechte durch die belarussische Regierung einen zweigleisigen Ansatz. Einerseits hat die EU jüngst Sanktionen gegen die politische Führung in Minsk verhängt. Andererseits soll die belarussische Zivilgesellschaft unterstützt werden.

Am 31. Januar berieten die EU-Außenminister in Brüssel neben anderen Themen auch über die Lage in Belarus. Sie verlangten die sofortige Freilassung der politischen Häftlinge und beschlossen Reise- und Vermögenssperren gegen die Verantwortlichen für Wahlfälschung und Gewalt gegen Oppositionelle. Gleichzeitig hat der Rat der Außenminister die  Unterstützung der belarussischen Zivilgesellschaft und Stärkung zwischengesellschaftlicher Kontakte beschlossen.


Ratsschlussfolgerungen zu Belarus, 31. Januar 2011 (Englisch) (PDF, 15 KB)

Mehr zum Thema Menschenrechte

Stand 02.02.2011


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"Klares Signal für Demokratie"

"Klares Signal für Demokratie"

Die arabische Welt erlebe gerade "fundamentale Umwälzungen", die bis vor kurzem so nicht für möglich gehalten wurden. Wobei die Entwicklungen und der Ausgang noch offen seien. "Hier kann eine Zeitenwende stattfinden", so Westerwelle. "Wir wollen, dass  diese Länder sich in Richtung Demokratie öffnen."

Die EU-Außenminister hatten die ägyptische Regierung aufgefordert, friedvoll und konstruktiv einen ernsten, offenen Dialog mit allen demokratischen politischen Kräften und der Zivilgesellschaft voranzugehen. Der Rat drängt darauf, einen geordneten Übergang zu demokratischen Reformen und freien und fairen Wahlen einzuleiten.

"Wir wollen gemeinsam als Europäer entschieden dafür eintreten, dass es in Ägypten freie und faire Wahlen gibt, dass nicht mit Gewalt die Fackel der Freiheit gelöscht wird", betonte Außenminister Westerwelle. Wenn es die Lage zulässt, wolle man gezielte Unterstützung im Rahmen einer Transformationspartnerschaft anbieten.

Man dürfe nicht vergessen, dass diese Vorgänge in unmittelbarer Nachbarschaft der EU stattfänden mit erheblichen Auswirkungen nicht nur auf die Region und ihre Stabilität, sondern auch auf Europa. Es gäbe in dieser Frage große Übereinstimmung in der EU. Die EU sende heute ein "klares, eindeutiges Signal für Demokratie, Menschenrechte und Bürgerrechte" aus. 

Rat für Außenbeziehungen © photothek / Grabowsky

Auf der Seite der Demokratie

Die Europäische Union als Wertegemeinschaft müsse an der Seite derer stehen, die jetzt diese Bürgerrechte und Menschenrechte für sich einfordern, hatte Außenminister Westerwelle vor der Ratssitzung erklärt. Der Demokratisierungsprozess sei notwendig und müsse von der Europäischen Union unterstützt werden. 

Auf der anderen Seite sei es wichtig, dass ein Prozess der Radikalisierung verhindert werde. "Wir wollen nicht, dass radikale Trittbrettfahrer die Profiteure einer solchen freiheitlichen Demonstration werden können" so Westerwelle. Zwischen der Demokratisierung und der Stabilität der gesamten Region bewege sich daher das poltische Engagement der EU.

Ratsschlussfolgerungen zu Ägypten, 31. Januar 2011 (PDF, 12 KB)

Tunesien

Die EU hat verschiedene Maßnahmen zu Tunesien beschlossen, unter anderem das Einfrieren der Auslandsguthaben der Familie des früheren Präsidenten Ben Ali. Noch wichtiger sei es jedoch, so Westerwelle, dass die EU Tunesien mit Rat und Tat bei der Vorbereitung und Durchführung demokratischer Wahlen zur Seite stehen werde. Hier könne die EU ganz konkret helfen, wie auch in der Frage des Aufbaus einer unabhängigen Justiz.

Ratsschlussfolgerungen zu Tunesien (31.01.11) (PDF, 80 KB)

Belarus

Ein weiterer Punkt auf der Agenda der EU-Außenminister war die Lage in Belarus. "Europa hat seine Hand ausgestreckt, aber Herr Lukaschenko hat es vorgezogen, diese Hand auszuschlagen", erklärte Außenminister Westerwelle nach dem Treffen. Deswegen sei es richtig, dass man an diesem Tag auch Reise- und Vermögenssperren gegen diejenigen beschlossen habe, die für massive Verletzungen von Menschenrechten verantwortlich seien. 

Dabei komme es jetzt auf gezielte Maßnahmen an, denn: "Wir wollen nicht die Zivilgesellschaft schwächen, sondern stärken". Deshalb werde Deutschland zum Beispiel mehr Stipendien an belarussische Studenten vergeben. Man wolle diejenigen treffen, die für die Unterdrückung verantwortlich seien, aber gleichzeitig diejenigen stärken, die "Hoffnung auf freiere Verhältnisse und eine demokratische Entwicklung in sich tragen", betonte der Bundesaußenminister. 

Ratsschlussfolgerungen zu Belarus, 31. Januar 2011 (Englisch) (PDF, 15 KB)

Stand 31.01.2011


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Offizielle Ergebnisse des Referendums

Offizielle Ergebnisse des Referendums

Die überwältigende Mehrheit der Südsudanesen hat bei dem Referendum im Januar für einen unabhängigen Staat gestimmt. Nach dem offiziellen Endergebnis, das am 7. Februar in Khartum bekannt gegeben wurde, wählten 98,8 Prozent der knapp vier Millionen Wähler die Loslösung vom Norden des Landes.

Der sudanesische Präsident Al-Bashir sagte zu, das Ergebnis zu akzeptieren. Der Norden strebe gute Beziehungen zu dem neuen Staat an. 

Außenminister Guido Westerwelle erklärte, die Bundesregierung begrüße ausdrücklich, dass die Regierung in Khartum die Ergebnisse anerkenne. "Das überwältigende Votum für die Unabhängigkeit zeigt, mit welcher Entschlossenheit die Menschen in Südsudan ihre Zukunft in die eigenen Hände nehmen wollen." Nun gehe es darum, die Ergebnisse friedlich umzusetzen, so der Außenminister.

Friedliche Abstimmung großer Erfolg

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN), Ban Ki-moon, sagte dem Land Hilfe der Vereinten Nationen zu. Er wertete es als großen Erfolg für den ganzen Sudan, dass die Volksabstimmung um eine Teilung friedlich verlaufen sei.

Zwischen dem 9. und dem 15. Januar hatten knapp vier Millionen Südsudanesen über die Zukunft ihres Landes abgestimmt; der Verlauf war weitgehend friedlich. Die Volksabstimmung über einen unabhängigen Südsudan war Teil des Friedensabkommens, das 2005 den Bürgerkrieg zwischen dem arabisch und muslimisch geprägten  Norden und dem überwiegend von christlichen Schwarzafrikanern bewohnten Süden beendet hatte. Offiziell gegründet werden soll der eigenständige Staat Südsudan im Juli.

Auch die Hohe Vertreterin für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Catherine Ashton, lobte den "friedlichen und glaubhaften" Ablauf des Referendums. Die Europäische Union strebe eine "enge und langfristige Partnerschaft mit dem Südsudan" an, sagte sie in Brüssel.

Weitere Herausforderungen

Im Anschluss an das Referendum beginnen die Post-Referendums-Verhandlungen über die Modalitäten der Trennung von Nord- und Südsudan. Hier müssen Fragen wie Staatsangehörigkeit, strittige Grenzen oder die Aufteilung der Öleinnahmen und Auslandsschulden einvernehmlich gelöst werden. Die Bundesregierung hat dazu gemeinsam mit den VN und der EU ihre Unterstützung angeboten.

Brunnen im Südsudan © picture alliance / dpa

Unterdessen bleibt die humanitäre Lage in vielen Landesteilen angespannt. Daher hat das Auswärtige Amt Ende Januar weitere 2,5 Millionen Euro bereitgestellt, um humanitäre Hilfsprojekte zu unterstützen. Damit werden unter anderem Organisationen gefördert, die den zahlreichen Binnenvertriebenen im Land helfen.

Stand 08.02.2011


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Weiter angespannte Lage in Ägypten

Weiter angespannte Lage in Ägypten

Bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und -anhängern wurden am 2. Februar in Kairo zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Auch über Angriffe gegen Ausländer wurde berichtet. Die Lage hat sich seither stabilisiert, bleibt in Kairo und anderen ägyptischen Großstädten aber angespannt.

Die Bundesregierung setzt sich gemeinsam mit internationalen Partnern für für den Schutz friedlicher Demonstranten und einen demokratischen Übergang in Ägypten ein.

Außenminister Westerwelle führte mehrere Telefonate mit ägyptischen Politikern, unter anderem mit Außenminister Aboul Gheit und mit Mohamed El Baradei. Er unterstrich mit Nachdruck die Kernforderungen der Bundesregierung nach Einstellung jeglicher Gewalt, Einhaltung der Menschen- und Bürgerrechte, Gewährung der Demonstrations- und Pressefreiheit sowie einem Ende der Übergriffe gegen friedliche Demonstranten, Ausländer und Journalisten.

Demokratischer Wandel jetzt

Er machte zugleich deutlich, dass jetzt die Zeit für den demokratischen Wandel gekommen ist. Die ägyptische Regierung müsse die legitimen Forderungen der Menschen nach Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aufnehmen und jetzt den demokratischen Übergang hin zu einer Regierung auf breiter Grundlage einleiten. Der Dialog mit der Opposition müsse auf dieses Ziel gerichtet sein.

Die Bundesregierung und die Europäische Union bieten Unterstützung für einen Übergang zur Demokratie an. "Das Angebot der Europäischen Union an unsere Nachbarn für eine Transformationspartnerschaft in Richtung Demokratie steht", so Westerwelle. Man werde Ägypten in dieser historischen Situation alle Hilfe zur Verfügung stellen, damit dieser demokratische Wandel auch zügig gelingen könne.

Humanitäre Hilfe

Das Auswärtige Amt leistet auch humanitäre Soforthilfe für Ägypten. Es stellt dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz 500.000 Euro zur Verfügung. Damit unterstützt das IKRK lokale Rettungskräfte bei der Versorgung von Verwundeten und stellt Medikamente und medizinisches Material für Krankenstationen und Krankenhäuser bereit.

Teilreisewarnung

Der Krisenstab und die Deutsche Botschaft in Kairo arbeiten intensiv mit den Reiseveranstaltern und Luftverkehrsunternehmen zusammen und sind allen Deutschen, die das Land verlassen wollen, bei der Ausreise behilflich.

Aufgrund der gewaltsamen Auseinandersetzungen in Ägypten wird vor Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez gewarnt.  

Von Reisen in die übrigen Landesteile einschließlich der Urlaubsgebiete am Roten Meer wird weiterhin dringend abgeraten. 

Das Auswärtige Amt empfiehlt, eine Ausreise aus Kairo, Alexandria und Suez ernsthaft in Erwägung zu ziehen, sofern dies sicher möglich ist, und die Angebote der Fluggesellschaften zu nutzen.

Weitere Informationen: Reise- und Sicherheitshinweise zu Ägypten

Stand 05.02.2011


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Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar wird weltweit der Holocaust-Opfer gedacht. In der Gedenkstunde des Deutschen Bundestags sprach mit dem niederländischen Holocaust-Überlebenden Zoni Weisz erstmals ein Vertreter der Sinti und Roma. Bundespräsident Christian Wulff reiste zu einer Gedenkveranstaltung im ehemaligen Lager Auschwitz-Birkenau. Das Auswärtige Amt unterstützt zahlreiche Projekte der internationalen Holocaust-Erinnerung.

Eine wichtige Institution der internationalen Holocaust-Erinnerung ist die Task Force für Internationale Zusammenarbeit bei der Holocaust-Erziehung, Erinnerung und Forschung (ITF). Deutschland ist eines von 27 Mitgliedsstaaten, der Ständiges Sekretariat 2008 in Berlin eröffnet wurde. 

Der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" wurde 1996 von Bundespräsident Herzog eingeführt und auf den 27. Januar - den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - festgelegt. 2005 wurde der 27. Januar auch von der VN-Generalversammlung zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt.

Das Ziel der ITF ist es, die Kenntnisse über und das Bewusstsein für das Menschheitsverbrechen des Holocaust weltweit am Leben zu erhalten und zu vertiefen. Experten, Erziehungswissenschaftler und Diplomaten erörtern, wie der Holocaust-Leugnung, Trivialisierung oder Rechtfertigung wirksam begegnet werden kann und wie man durch geeignete Pädagogik das Wissen über den Holocaust ausbauen kann. 

Task Force on International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research

Neben der aktiven Mitarbeit in der ITF fördert das Auswärtige Amt auch zahlreiche Projekte im Bereich der Holocaust-Erinnerung. So unterstützt das Auswärtige Amt seit 2009 das Projekt "Yahad in Unum", das sich das Auffinden von Massenerschießungsstätten in der heutigen Ukraine, die Identifizierung der Opfer und die Dokumentation zum Ziel gesetzt hat.

Stiftung Auschwitz

Ehemaliges Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau © picture alliance / dpa

Deutschland unterstützt auch den Aufbau der Stiftung Auschwitz-Birkenau, die die Restaurierung des ehemaligen Konzentrationslagers und der heutigen Gedenktstätte finanzieren soll. Am 15. Dezember unterzeichnete Außenminister Guido Westerwelle und Vertreter der Bundesländer eine entsprechende Vereinbarung mit der Stiftung. 

"Es ist uns Pflicht und Bedürfnis, eine Stiftung zu unterstützen, die der Gedenkstätte als unverzichtbarem Ort der Erinnerung, der Aufklärung und des Lernens eine Zukunft sichert", erklärte Außenminister Westerwelle anlässlich der Unterzeichnung.

Die Stiftung Auschwitz-Birkenau wurde auf Initiative des polnischen Staatssekretärs Bartoszewski 2009 in Warschau gegründet. Ziel der Stiftung ist es, einen Kapitalstock einzuwerben, aus dessen Erträgen die Restaurierungsarbeiten in der Gedenkstätte Ausschwitz langfristig finanziert werden können. Im Dezember 2009 verpflichteten sich Bund und Länder zu einem deutschen Gesamtbeitrag von 60 Millionen Euro. An der STiftung beteiligen sich auch andere europäische Staaten und die USA.

Neben der Holocaust-Erinnerung befasst sich das Auswärtige Amt auch mit den Beziehungen zu jüdischen Organisationen und mit Antisemitismusfragen. Für alle drei Bereiche ist seit 2006 die Stelle eines Sonderbeauftragten geschaffen worden, die zur Zeit von Frau Victoria Zimmermann von Siefart wahrgenommen wird. 

Beziehungen zu Jüdischen Organisationen und Antisemitismus-Fragen

Jüdische Organisationen sind für die deutsche Außenpolitik wichtige Gesprächs- und Projektpartner. Neben den großen Organisationen wie den US-amerikanischen, werden auch Beziehungen zu solchen Institutionen gepflegt, die es in ihren Ländern nicht immer leicht haben. Nebe Projektförderungen unterstützt das Auswärtige Amt den Dialog durch Deutschland-Besuche von Vertretern der jüdischen Organisationen.

Deutschland fühlt sich aufgrund seiner Geschichte in besonderer Weise verpflichtet, allen antisemitischen Tendenzen im Ansatz entgegenzutreten. Wesentlich bei der Bekämpfung von Antisemitismus ist die frühe Förderung von Faktoren des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dazu gehören etwa die Stärkung von Demokratiebewusstseinund freiwilligem Engagement.

Stand 27.01.2011


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